Langwedeler trifft doppelt / Ausgleich in Nachspielzeit / Dreyer: Was die wohl für Pillen nehmen…

2:2 – Throl fühlt sich in Verden wohl

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In dieser Szene brachte Verdens Simon Kirsch (vorne) den Langwedeler Daniel Throl ins Straucheln – am Ende aber hatte der FSV-Offensive allen Grund zum Strahlen. Mit seinen beiden Treffern entriss er dem FC beim 2:2 den Sieg. ·

Verden - Von Ulf von der EltzDa stand Trainer Jens Dreyer wie versteinert und haderte mit dem Schicksal: „So einen Punkt zu verlieren, das ist einfach wortlos.“ Um dann doch böse Mächte zu bemühen: „Ich weiß nicht, was die für Pillen nehmen, wenn sie gegen uns spielen.“ Wie schon in der Hinrunde entriss der FSV Langwedel-Völkersen dem FC Verden 04 auch gestern in der Schlussphase den sicher geglaubten Sieg. Daniel Throl staubte nach Bastian Heimbruchs Schuss an den Pfosten in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:2 ab.

Der Offensiv-Kicker fühlt sich scheinbar richtig wohl am Hubertushain, denn auch das frühe 1:0 für den Aufsteiger ging auf sein Konto: Einen Freistoß konnten die Allerstädter nicht vernünftig klären – Throl zog aus 18 Meter direkt ab und traf zum 0:1 (10.). Durchaus eine verdiente Führung, die Gäste kontrollierten in der ersten halben Stunde das Geschehen, in dem sie das Mittelfeld dicht machten und den Favoriten nicht zur Entfaltung – geschweige denn zu Chancen – kommen ließen. „Das war ganz stark“, freute sich Sascha Lindhorst.

Über die letzten zehn Minuten vor der Pause musste sich der FSV-Coach jedoch mächtig ärgern: „Mit dem 1:1 haben wir völlig den Faden verloren.“ Nach einer Kubiak-Ecke durfte Tugay Dogru ungehindert zum Ausgleich einköpfen (35.). Und wenig später verlor Janek Kamermann den Ball gegen David Hennig, dessen Zuspiel von der Torauslinie verwertete Jan Twietmeyer zur Verdener 2:1-Führung (41.). Lindhorst schimpfte: „Janek wurde das Standbein weggezogen, klares Foul.“ Neben den Toren sahen die Zuschauer meist Mittelfeld-Geplänkel, an dem sie sich nicht erwärmen konnten.

Chancenreicher wurde das Derby im zweiten Abschnitt – in erster Linie auf Verdener Seite: Patrick Zimmermann köpfte nach Breves-Flanke drüber (50.) und fand im Anschluss an einen Becker-Freistoß in Keeper Stefan Adler seinen Meister (56.). Nach einem weiteren Standard von Tim Becker köpfte David Hennig vorbei (82.), der wenig später von Zimmermann steil geschickt wurde, sich gegen zwei Verteidiger durchsetzte, aber an Adler scheiterte (87.). „Klar müssen wir uns ankreiden lassen, das dritte Tor versäumt zu haben“, kritisierte Dreyer: „Da sind wir nicht entschlossen genug. Das 2:2 war dennoch äußerst glücklich für Langwedel. Im Moment läuft einfach alles gegen uns.“ Den Punkt für die Gäste hielt letztlich Adler noch fest, als er einen strammen Schuss von Pascal Kubiak aus dem Winkel holte (90.+4). Lindhorst, der in den Schlussphase die Viererkette aufgelöst hatte, fand ein dickes Lob für seine Elf: „Sie gibt halt nie auf und hat eine Riesen-Moral.“

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