Thedinghauser Rallye-Duo muss die 38. Auflage der Dakar vorzeitig beenden / Nur Blechschaden

Nach Unfall: Aus für die Schröders

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Jürgen und Daniel Schröder: Die Dakar konnten sie zwar nicht beenden, aber beide sind wohl auf.

Thedinghausen - Was für ein bitteres Ende für das Thedinghauser Rallye-Duo Jürgen und Daniel Schröder vom deutschen PS Laser-Team bei der härtesten Tour der Welt, der Dakar. So schickten sich Vater und Sohn auf den letzten Etappen an, in der Gesamtplatzierung noch einmal richtig nach vorn zu preschen. Doch auf der vorletzten Strecke erwischte es dann die beiden Motorsportler aus dem Kreis Verden, bedeutete ein spektakulärer Unfall, bei dem beide aber unverletzt blieben, das vorzeitige Aus.

Beide waren am Anfang der 12. Etappe, die von San Juan nach Villa Carlos Paz führte und insgesamt 931 Kilometer (davon eine Teilstrecke von 481 Kiloemeter als Sonderprüfung) mit ihrem Nissan Navara V8 zügig unterwegs. In der Tageswertung hatten sie sich bis zum dritten Kontrollpunkt unter den ersten 30 Teams festgesetzt. Es lief also wie in den letzten Etappen wie am Schnürchen.

In der Nähe des vierten Kontrollpunktes aber, etwa in der Mitte der Sonderprüfung, geschah dann das Unglück. Auf einer geraden, langgezogenen Strecke, verbarg sich unter dem Staub eine nicht im Roadbook beschrieben Bodenwelle. Diese hebelte den Nissan regelrecht aus, der Wagen überschlug sich. Jürgen und Daniel Schröder konnten dem stark beschädigten Vehicle unverletzt entsteigen. Der Überrollbügel des Nissan Navara V8, bei diesem Crash quasi der Schutzengel der beiden Thedinghauser, war jedoch so stark beschädigt, dass an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war. Bis dahin hatten sich die Schröders wirklich stark geschlagen. Das deutsche Duo war auf einem guten 33. Gesamtrang in den vorletzten Tag gestartet.

So war das Vater-Sohn-Duo dann nur noch Zuschauer, als die 38. Auflage der Dakar am Wochenende im Zielort Rosario zu Ende ging. Vielumjubelter Sieger war dabei der Franzose Stéphane Peterhansel, der dabei das Kunststücke fertig brachte, die legendärste aller Rallyes sechsmal mit dem Motorrad und nun auch sechsmal mit dem Auto zu gewinnen. Wegen eines Protestes des Zweitplatierten und Vorjahressiegers Nasser Al-Attiyah wegen angeblich illegalen Nachtankens während der achten Etappe ist Peterhansels erneuter Erfolg allerdings unter Vorbehalt. Die Rennkommissare der Dakar hatten entschieden, dass alles mit rechten Dingen zugegangen war, Al-Attiyah war damit aber nicht einverstanden. Somit muss das Berufungsgericht nun erst noch entscheiden.

Auch wenn die Schröders letztlich die Ziellinie dieses Mal nicht überfahren konnten, dürften sie mit ihrer Leistung in 2016 doch mehr als zufrieden sein. Und sicherlich auch tief durchatmen, dass es bei diesem Unfall im Highspeed-Tempo nur bei einem Blechschaden geblieben ist. Denn auch in diesem Jahr forderte die Dakar wieder ihe Opfer. So startete die 38. Auflage am 2. Januar in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires mit dem Prolog, bei dem ein Unfall bereits zwölf Verletzte gefordert hatte. Bei einem Unfall auf der siebten Etappe war ein 63 Jahre alter Zuschauer vom Wagen des Franzosen Lionel Baud tödlich erfasst worden. Als das Fahrzeug zurück nach Frankreich gebracht werden sollte, wurde es auf dem Weg zum Hafen in einen weiteren Crash verwickelt, bei dem ein Mensch starb. In ihrer rund 40 Jahre alten Historie kostete die Rallye bisher 70 Menschen das Leben.

vst

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