Thedinghauser Jürgen und Daniel sitzen in einem Auto / „Hoffen, dass wir ohne große Probleme ans Ziels kommen“

Die Schröders: Dakar-Premiere als Team

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Jetzt als Team vereint: Jürgen Schröder und Sohn Daniel aus Thedinghausen nehmen das Abenteuer Rallye Dakar erstmals gemeinsam in einem Rennauto in Angriff.

Thedinghausen - Die berühmte Off-Road-Rallye Dakar bildet traditionell den Auftakt des Rallye-Jahres. Bei der aktuellen Auflage führen 13 Wertungsprüfungen durch Argentinien, Bolivien und Chile. Mit dabei sind ein weiteres Mal die Motorsport-Freaks Jürgen und Daniel Schröder aus Thedinghausen.

Auf den Start bei der Dakar 2015 haben sich die beiden bei Läufen zur südafrikanischen Meisterschaft vorbereitet und dort auch ihren neuen Nissan Navarra V8 ausgiebig getestet. Für Vater Jürgen ist es bereits seine sechste Dakar-Teilnahme, aber die erste als Fahrer. Fünfmal saß der 56-Jährige bisher als Navigator im Rennauto. Sein Sohn Daniel hat die Dakar bisher zweimal auf dem Motorrad mitgemacht. 2012 belegte er Platz 20 und gewann die Amateurwertung. Nun bildet das Familien-Duo erstmals ein gemeinsames Team.

Bis zum Finaltag am 17. Januar werden Autos, Motorräder, Quads und Trucks auf insgesamt 13 Wertungsprüfungen im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein brettern. Dabei werden im Optimalfall bis zu 9300 Kilometer zurückgelegt. Warum im Optimalfall? Ganz einfach: Es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Team verfährt und auf diese Weise unnötige Kilometer und Minuten zurücklegt. Damit das nicht passiert, muss der Beifahrer immer zu jedem Zeitpunkt hochkonzentriert sein. Heißt: Daniel Schröder wird die rasante Fahrt wohl nun sehr bedingt genießen können. „Es ist jedes Mal aufs Neue etwas ganz Besonderes hier an den Start zu gehen.“, verrät er kurz vor dem letzten Bad in der Menge vor dem Präsidenten-Palast in Buenos Aires.

Tausende Zuschauer, darunter unzählige Familien, sorgen mit spontanen Gesängen derweil für Gänsehautmomente. Vor allem, wenn aus Autos oder vom Motorrad die argentinische Flagge herauslugt. Ohrenbetäubend und sogar lauter als die wild hupenden Trucks der Russen wird das Gekreische der Fans, als ihr Liebling aufs Podium rollt: Juan Silva aus Argentinien weiß gar nicht, wohin mit seinen Mundwinkeln, so ergriffen ist er.

Doch er ist nicht der Einzige, der diesen ganz besonderen Moment in sich aufsaugt. Der deutsche Fahrer Stephan Schott ist bereits zum siebten Mal mit seinem Beifahrer Holm Schmidt dabei und schwärmt: „Es ist einfach der Wahnsinn, was hier jedes Jahr los ist. Kein Vergleich mit irgendeiner anderen Motorsportveranstaltung. Das ist und bleibt die größte und härteste der Welt.“ Das wissen auch die Schröders. „Daniel ist schon zweimal mit dem Motorrad die Dakar gefahren. Wir hoffen, dass wir ohne große Probleme ans Ziel kommen“, gibt sich der Unternehmer Jürgen Schröder zurückhaltend.

Ein Held, allerdings aus Polen und aus einer ganz anderen Sportart bekannt, die nun überhaupt nicht ins 30 Grad heiße Buenos Aires passt, ist Adam Malysz. Der Skisprung-König rollt mit einem Buggy an den Start. Neben einem guten Fahrer, so ist unter anderem auch Altmeister Carlos Sainz für Team Peugeot am Start, muss das Auto vor allem eines sein – zuverlässig. Und darüber verfügt definitiv Titelverteidiger Mini, auch diesmal der große Favorit. Aber: Wie ein Fußball-Pokalspiel hat auch die berühmteste Rallye der Welt ihre eigenen Gesetze.

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