Teilnehmer loben Verdener Ausrichter in höchsten Tönen / Fahrkarten für EM in Reiterstadt gelöst

Voltigiersport auf Weltniveau

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Gera Marie Grün/Hustin van Gerven überzeugten im Team Deutschland II.

Verden - Von Jürgen Honebein. Weltklasse-Voltigiersport wurde den Zuschauern an vier Tagen in der Verdener Niedersachsenhalle beim Vier-Sterne-CVIO geboten. Den einzigen in diesem Jahr in Deutschland ausgetragenen Nationenpreis sicherte sich am Schlusstag Deutschland II in der Besetzung Thomas Brüsewitz, Christine Kuhirt und Gera Marie Grün/Hustin van Gerven völlig überlegen mit 25,179 Punkten vor Deutschland I mit Viktor Brüsewitz, Jannis Drewell und Pia Engelbrecht/Torben Jacobs mit 24,704 Punkten sowie USA (22,852) und Italien (22,069).

Die beiden deutschen Mannschaften waren mit Abstand am ausgeglichensten besetzt und machten das Ende unter sich aus. Schon in rund sechs Wochen wird es bei den Europameisterschaften in Aachen ein Wiedersehen mit allen Nationen außer der USA geben. Den Einzelwettbewerb der Damen sicherte sich die italienische Vizeweltmeisterin und Weltcup- Siegerin Anna Cavallaro und bei den Herren war der 25-jährige Garbsener Viktor Brüsewitz nicht zu schlagen.

Bei den Teams waren die Weltmeister aus Neuss-Grimlinghausen wieder einmal überragend und im „Pas de Deux“ gab es einen amerikanischen Sieg durch das Weltklasse Zweier-Team Cassidy und Kimberly Palmer. Turnierleiter und Hauptorganisator Fritz Prommersberger (Kirchlinteln) war mit dem Verlauf der vier Tage in Verden sehr zufrieden: „Wir haben uneingeschränktes Lob von allen Seiten bekommen und sehr gerne würden alle schon im nächsten Jahr wieder zu uns kommen. Wir werden sehen, was in den nächsten Jahren überhaupt in Verden möglich ist.“

Sehr spannend verlief der Einzelwettbewerb bei den Damen, denn nach der Pflicht und der Kür schienen die deutschen Teilnehmer der Weltcupsiegerin Anna Cavallaro (Italien) ein Schnippchen schlagen zu können. Christine Kuhirt (Werne) lag in Führung und auch die 22-jährige Kölnerin Corinna Knauf besaß noch alle Chancen. Im dritten Teilwettbewerb „Technik“ zeigte die Italienerin aber ihre Klasse und gewann in der Gesamtwertung noch sicher mit 8,084 Punkten vor Knauf (7,945), die nach der Pflicht geführt hatte. Auf Platz drei verbesserte sich noch Kristina Boe (7,842), die Christine Kuhirt (7,691) auf Rang vier verwies. „Es war eine tolle Stimmung in der Halle und hat super Spaß gemacht“, lobte die Siegerin Zuschauer und Veranstalter.

Bei den Herren lieferten sich die sieben deutschen Teilnehmer einen spannenden Kampf um die drei Plätze für die EM. Viktor Brüsewitz gewann trotz einiger ungewohnter Fehler in der Disziplin „Technik“ mit 8,138 Punkten vor dem stark auftrumpfenden Steinhagener Jannis Drewell (8,011) und seinem Bruder Thomas Brüsewitz (7,977). Diese drei werden wohl auch Deutschland auch bei der EM vertreten. „Der Wettbewerb hat gezeigt, dass im Hinblick auf die EM noch Luft nach oben ist. Aber mit Glück hat es hier ja gerade noch für mich gereicht“, freute sich der Garbsener.

Bei den Teams dominierten die Weltmeister vom RSV Neuss-Grimlinghausen, die von allen Richtern auf Platz eins gesetzt wurden, vor ihren deutschen Konkurrenten vom VV Ingelsberg. Sie ließen der hier nur schwachen Konkurrenz aus Schweden und Dänemark keine Chance. Im „Pas de Deux“ wurde das amerikanische Weltklasseteam Cassidy und Kimberly Palmer (8,309) mit ihrem deutschen Longenführer Wolfgang Renz ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen vor den beiden deutschen Teams Pia Engelbrecht/Torben Jacobs (8,093) und Gera Marie Grün/Justin van Gerven (7,847).

Schließlich hatte im nationalen Wettbewerb um die begehrte Norka-Trophy Anja Traub aus Kulmbach mit 8,329 Punkten die Nase vorn vor Chira Congia aus Mainz-Ebersheim (8,110) und dem Hamburger Jannik Heiland (7,891). Auch dieser nationale Wettbewerb brachte Voltigiersport der Extraklasse und fügte sich nahtlos in die internationalen Leistungen ein. Die Voltigiersportfreunde dürfen gespannt sein, wie die deutschen Teilnehmer bei der EM abschneiden werden. „Bis dahin muss aber noch hart gearbeitet werden“, warnte Bundestrainerin Ulla Rampe, die aber mit den Leistungen ihrer Aspiranten in Verden sechs Wochen vor Aachen sehr zufrieden war und die hervorragende Organisation und super Atmosphäre in der Reiterstadt ausdrücklich lobte.

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