Mit Team-Spirit zum Titel

Konnten vor allem in der Rückrunde mit der Leistung ihrer Mannschaft vollauf zufrieden sein: Coach Jan Fitschen (vorn) und der sportliche Leiter Markus Bremermann. Foto: vst

Bis in die Morgenstunden feierten die Bezirksliga-Fußballer des TSV Ottersberg gestern den Titel, traten so richtig einen durch den Tisch. Und das völlig zurecht. Denn nach einer fulminanten Rückrunde überrundeten sie nicht nur den schwächelnden Favoriten TSV Etelsen, sondern fingen auch noch den bockstarken FC Hambergen ab.

VON FRANK VON STADEN

Ottersberg – „Und das, obwohl wir am 14. Spieltag schon zehn Punkte Rückstand auf die Hamberger hatten“, erinnert sich Ottersbergs Coach Jan Fitschen da noch genau an keine schlechte aber doch stark durchwachsene Hinrunde. „Wir waren gut gestartet, haben auch schon da einen guten Ball gespielt. Nur haben wir gegen die vermeintlich Schwächeren zu viele Punkte liegen lassen. Was aber auch zeigt, dass diese Liga nicht im Vorbeigehen gewuppt werden kann. Denn fast alle Teams können verteidigen und verfügen entweder über eine starke Deckung, einen starken Angriff, einen guten Keeper oder können so wie wir den Ball schon recht gut laufen lassen“, so der Übungsleiter, der aber schon vor der Saison warnte, „dass der Titel nicht in den Spielen gegen die Favoriten geholt wird, sondern gerade eben gegen die Kleinen – ohne jetzt ihre Vorzüge herunterspielen zu wollen.“

Natürlich spielte es den Ottersbergern voll in die Karten, dass sich in der Winterpause David Airich entschied, den Oberligisten TB Uphusen zu verlassen. Die Grün-Weißen griffen sofort zu, „auch wenn ich schon große Überredungskünste bei ihm und seiner Familie aufbieten musste“, erinnert sich da Ottersbergs 1. Vorsitzender Frank Schwarz an längere Abende. Doch mit Airich kam genau der Spieler, der in dieser Liga den Unterschied machen sollte. Fitschen: „Wir hatten zwar ein junges, hungriges Team, dem aber einer fehlte, der es führen konnte. Der den Fußball, so wie er gespielt werden muss, wenn man erfolgreich sein will, vorlebte. David ist ein echter Typ, er geht voran, zeigt Lösungen auf, wenn es mal nicht so läuft.“

Dennoch will der B-Lizenz-Inhaber die Meisterschaft nicht an einem Spieler festmachen. Er hebt vor allem den Team-Spirit hervor. „Nur mit Individualisten hätten wir das nie geschafft. Diese Mannschaft hat durch eine unglaubliche Geschlossenheit überzeugt, wie ich sie in meiner fußballerischen Laufbahn nur selten erlebt habe. Der ist aber erst nach dem Abstieg aus der Landesliga so richtig zur Entfaltung gekommen. Deshalb war der Abstieg im ersten Augenblick zwar ein vermeintlicher Rückschritt, im Nachhinein gesehen aber war er ein Glücksfall für uns!“ Zudem bewahrheitete sich der Spruch, dass die Offensive zwar Spiele, die Defensive aber Titel gewinnt. Und mit gerade einmal 22 gefangenen Treffern verfügt der TSV Ottersberg über die mit Abstand beste Deckung der Liga.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Koalition einigt sich auf CO2-Preis und Pendler-Entlastung

Koalition einigt sich auf CO2-Preis und Pendler-Entlastung

Ein Jahr im Packeis: Eisbrecher "Polarstern" gestartet

Ein Jahr im Packeis: Eisbrecher "Polarstern" gestartet

Weltweiter Massenprotest für eine bessere Klimapolitik

Weltweiter Massenprotest für eine bessere Klimapolitik

Familienfest im Kurpark

Familienfest im Kurpark

Meistgelesene Artikel

Krüger: Nach dem Premieren-Tor liegt er auf Eis

Krüger: Nach dem Premieren-Tor liegt er auf Eis

Erster Saisonsieg, aber Jonah Klimach geht

Erster Saisonsieg, aber Jonah Klimach geht

Guter Beginn zahlt sich nicht aus – 22:29

Guter Beginn zahlt sich nicht aus – 22:29

2:1 im Derby, doch Jamieson vor dem Absprung

2:1 im Derby, doch Jamieson vor dem Absprung

Kommentare