TBU: Eklatanter Fehler in Nachspielzeit gegen Northeim / „Er hat Wert für uns“

Coach Schmitz: Viel Trost für Unglücksrabe Sereno – 3:3

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Fußball-Ballett: Uphusens Thomas Celik (li.), der zum 2:2 traf, gegen Northeims Marc-André Strzalla.

Uphusen - Von Ulf von der Eltz. Coach Andre Schmitz war hin- und hergerissen zwischen Frust und Stolz. Frust, weil sein TB Uphusen im Oberliga-Match gegen Eintracht Northeim am Sonntag in der Nachspielzeit den Sieg verschenkt hat und sich mit einem 3:3 (2:2) zufrieden geben musste. Stolz, weil das Team in Unterzahl kämpferisch alles in die Waagschale geworfen und dem Favoriten richtig Paroli geboten hatte.

„Die drei Punkte waren so nah, aber das Remis geht insgesamt in Ordnung. Schließlich stellt Northeim eine fußballerisch äußerst starke Elf und wir konnten 35 Minuten mit zehn Mann mithalten und sogar in Führung gehen.“ Dass der Turnerbund das 3:2 nicht über die Runden rettete, lag an Marvin Osei und Paulo Sereno. Zunächst verdaddelte Osei 120 Sekunden vor Schluss im Fünfer den Ball anstatt quer zu legen, dann unterlief Sereno ein folgenschwerer Patzer: Der erst in der 78. Minute eingewechselte Mittelfeld-Mann wollte die Kugel zu Keeper Ates zurückspielen – hätte sie aber besser ins Aus geschlagen. Sein Pass geriet zu kurz, Ates musste raus, bekam aber nur noch einen Pressschlag gegen Melvin Zimmermann hin. Der Northeimer durfte dann ins leere Tor schieben (90.+2). „Das kann passieren, darf aber natürlich nicht passieren. Sicher ist Paulo niedergeschlagen, er soll jedoch nicht traurig sein. Denn er rettete uns schon so viele Punkte und hat Wert für uns. Ich würde ihn immer wieder bringen.“ Trost bekam der Unglücksrabe auch von Oktay Yildirim: „Wir machen ihm keinen Vorwurf. Natürlich ist es schade, dass wir so spät den Sieg hergeben. Im Endeffekt sind wir mit dem Punkt zufrieden.“

Die 92 Minuten zuvor waren intensiv, wenn auch nicht immer mit fußballerischem Glanz. Nach einer Osei-Flanke köpfte David Airich die Platzherren früh 1:0 in Führung (3.). Ibrahima Bah hatte in der sechsten Minute per Kopf nach Yücel-Ecke erhöhen können, zielte aber zu hoch. Apropos Bah: Den Sechser nahm Schmitz schon nach 22 Minuten vom Platz, nachdem von ihm überhaupt keine Stabilität ausging. Das hatte der körperlich überlegene Tabellendritte innerhalb von 60 Sekunden zur 2:1-Führung durch Rudolph (16.) und Horst (17.) genutzt.

Wie aus heiterem Himmel glich Uphusen kurz vor der Pause aus, als Thomas Celik nach Getümmel im Strafraum zum 2:2 traf (42.). Im zweiten Abschnitt ging es rauf und runter mit Chancen auf beiden Seiten. Denis Spitzer wurde innerhalb von vier Minuten zweimal verwarnt und musste mit Ampelkarte vom Platz (57.). Schmitz brachte Bülent Kaksi in die Innenverteidigung – und seine Elf ging überraschend in Führung: Kaksis Freistoß nahm Osei fast ungehindert an und vollendete zum 3:2 (67.). Weil Northeim nun zwar drückte, aber wesentlich schlechter Fußball spielte als noch bei Gleichzahl und Keeper Ates mehrfach prima parierte, schien Uphusen den dritten Sieg in Folge einzufahren. Bis in die Nachspielzeit hinein…

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