Wahlers zurück / Auch Postler kommt

„TBU eine Herzensangelegenheit“

Künftig wieder im TBU-Trikot: Marco Wahlers kehrt an den Arenkamp zurück.
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Künftig wieder im TBU-Trikot: Marco Wahlers kehrt an den Arenkamp zurück.

Uphusen – Geplant hatte Marco Wahlers ab September ein nebenberufliches Studium in Wirtschafts-Informatik oder -Ingenieurwesen in Bremen. Normalerweise wird das zur Hälfte vom Arbeitgeber bezuschusst. Da aber das Wesernetz (ehemals Stadtwerke Bremen) wegen der Corona-Krise und deren Folgen diese Mittel frühestens in einem Jahr zur Verfügung stellen kann, wird aus dem Studium erst mal nichts. So hat sich der 32-Jährige entschlossen, nach 24-monatiger Pause wieder ins Fußballgeschäft einzusteigen und zum TB Uphusen zurückzukehren. Gleichzeitig verpflichtete der Oberligist Talent Malte Postler aus der U19 des Niedersachsenligisten JFV Verden/Brunsbrock.

„Ich hatte zwei weitere Optionen, aber der TBU ist eine Herzensangelegenheit für mich. Schließlich habe ich insgesamt vier Jahre dort gespielt“, begründete Defensiv-Spezialist Wahlers am Montag auf Nachfrage dieser Zeitung seine Entscheidung zugunsten der Arenkamp-Kicker für zunächst eine Serie.

Da Wahlers mittlerweile den Hausbau in Schwachhausen, Hauptgrund für seine Pause, abgeschlossen hat, kann er sich wieder die Zeit für den grünen Rasen nehmen. Arbeitskollege Markus Bestmann bekam Wind davon und stellte sofort den Kontakt zu seinem Verein her. Florian Warmer, sportlicher Leiter beim Oberligisten, und Coach Christian Ahlers-Ceglarek fragten bei Wahlers an und machte ihm eine Rückkehr schmackhaft. „Sie gehen ja mit einem verjüngten Kader in die Saison. Da erhoffen sie sich, dass ich die jungen Leute ein wenig heranführen kann“, berichtet der ehemalige Verdener und Ottersberger über die Gespräche mit der Führungsetage.

„Ich lag ja nicht auf der faulen Haut“

Darin sieht Wahlers eine schöne Herausforderung, der er sich gerne stellt: „Die Mannschaft hat einen gesunden Mix, in dem einige Spieler noch lernen müssen. Da bin ich gespannt aufs erste Training am Sonnabend, 25. Juli.“ Dabei weiß der Bremer, dass er selbst nicht mal so aus der Hüfte in der Oberliga reüssieren kann: „Das ist schon leistungsbezogen, ich bereite mich auch gezielt mit Krafttraining und Läufen auf die Klasse vor. Außerdem lag ich in den vergangenen zwei Jahren ja nicht auf der faulen Haut.“ Wahlers hat viel beim Hausbau mitgearbeitet, ist also gestählt für das nächste Abenteuer in Niedersachsens Oberhaus.

Die passe auch besser zu ihm als die Bremer Liga, in der er beim TuS Schwachhausen eine Alternative gehabt hätte. Dort ist gerade sein ehemaliger Mitspieler Dennis Spitzer als Trainer eingestiegen. „Und durch die Zweiteilung der Oberliga sind es ja auch nicht ganz so viele Spiele“, nennt Wahlers einen weiteren Pluspunkt für den TBU. Dritte Alternative wäre der Bezirksligist SVV Hülsen gewesen, wo er mit seinem Ex-Uphuser Mannschaftskollegen Sebastian Koltonowski gespielt hätte.

Ehefrau Natalie gibt ausdrückliches Okay

Ob sich der Rückkehrer einen Stammplatz erkämpfen kann, muss natürlich abgewartet werden, „der ist aber mein erklärtes Ziel, für das ich mich schon ins Zeug legen muss.“ Laut Wahlers sieht Neu-Coach Christian Ahlers-Ceglarek ihn als Rechtsverteidiger: „Ich habe zwar meist im Abwehrzentrum oder davor gespielt, aber auf der Seite stelle ich mich der Aufgabe ebenso gerne.“ Ex-Keeper Ahlers-Ceglarek ist einer derjenigen, mit denen Wahlers vor Sommer 2018 noch zusammengekickt hatte – wie auch mit dem weiteren Rückkehrer Bastian Helms oder Offensiv-Ass Philipp-Bruno Rockahr.

Spielpraxis auf dem Rasen besaß der Auftragssteuerer bei Wesernetz – eine Art Bindeglied zu den Auftragsfirmen – in den vergangenen 24 Monaten in einer Werder-Kickrunde, der auch sein ehemaliger Ottersberger Kollege Oliver Freund und Robert Littmann angehören. Somit sollte Wahlers schnell wieder in den Rhythmus finden. Ausdrückliches Okay erhielt er bei seinem Comeback-Entschluss übrigens von Natalie, mit der er seit 2014 verheiratet ist: „Ich habe jetzt vier Monate lang im Homeoffice gearbeitet. Da findet sie es gut, wenn ich mal wieder aus dem Haus gehe.“ Das wird nun oft der Fall sein, schließlich steht beim TB Uphusen viermaliges Training pro Woche auf dem Programm – zumindest so lange, bis eine Familie gegründet wird. Dann soll Schluss sein mit dem Fußball – auch wenn der TBU eine Herzensangelegenheit für Marco Wahlers ist.

Ahlers-Ceglarek: „Er wird und mit seiner Routine weiterhelfen“

Zunächst aber freut sich Christian Ahlers-Ceglarek auf die Zusammenarbeit mit dem Routinier: „Mit seiner Erfahrung kann uns Marco weiterhelfen, da wir ja einen relativ jungen Kader haben. Schließlich hat er rund 200 Oberliga-Spiele auf dem Buckel.“ Dass der Coach den Rückkehrer als Rechtsverteidiger aufbietet, sei zwar wahrscheinlich, aber nicht in Stein gemeißelt: „Marco ist da sehr flexibel. Wichtig war uns, dass wir so auf jeder Position doppelt besetzt sind.“

Talent Malte Postler agiert in erster Linie auf der linken Seite. Sein künftiger Trainer traut ihm einiges zu, obwohl der Sprung in die Männer-Oberliga groß sein dürfte: „Der Linksfuß kann sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld spielen.“

Staffeleinteilung steht, Start Anfang September

Der Spielausschuss des Niedersächsischen Fußballverbandes hat die Staffeln der Oberliga wie erwartet festgelegt. In der Staffel Lüneburg/Weser-Ems spielen: TuS Bersenbrück, MTV Eintracht Celle, BSV Kickers Emden, FC Hagen/Uthlede, Heeslinger SC, TuS Blau-Weiß Lohne, VfL Oldenburg, Rotenburger SV, SC Spelle-Venhaus, TB Uphusen. Die Teams der Staffel Braunschweig/Hannover: FT Braunschweig, 1. FC Germania Egestorf-Langreder, MTV Gifhorn, SVG Göttingen 07, SV Arminia Hannover, FC Eintracht Northeim, SV Ramlingen/Ehlershausen, HSC Blau-Weiß Tündern, MTV Wolfenbüttel, USI Lupo Martini Wolfsburg. Der Start ist für das erste September-Wochenende vorgesehen.

Zufrieden zeigte sich damit Christian Ahlers-Ceglarek, Coach des TB Uphusen: „Wir sind froh, dass es so gekommen ist. Eine gute Lösung, bei der es hoffentlich keinen Terminstress wegen schlechten Wetters geben wird.“ In beiden Staffeln sind Hin- und Rückrunde vorgesehen, die besten fünf Teams ziehen dann in die Meisterrunde ein, die restlichen in die Abstiegsrunde. Die Ergebnisse gegen die jeweiligen Gegner der Endrunde aus der Staffel werden mitgenommen. Am Ende soll es sechs Absteiger geben.

Von Ulf Von Der Eltz

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