Dikollari zieht es zum Brinkumer SV

TBU: Droht jetzt der Ausverkauf?

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Uphusens Oberliga-Goalgetter Saimir Dikollari wird sich in der kommenden Saison dem Bremen-Ligisten Brinkumer SV anschließen.

Uphusen - Von Frank von Stadenund Gerd Töbelmann. Beim Fußball-Oberligisten TB Uphusen knirscht es derzeit mächtig im Personal-Gebälk. Zwar ist der Klassenerhalt in trockenen Tüchern, dennoch setzt beim Team von Coach Andre Schmitz eine etwas überraschende Abwanderungswelle ein.

Gestern bestätigte Torjäger Saimir Dikollari seinen Wechsel zum Bremen-Ligisten Brinkumer SV und auch Sebastian Koltonowski erklärte seinen Abschied. Zudem werden Mirco Temp als auch Mirko Duhn den Turnerbund verlassen. Auf dem Absprung sollen zudem Mustafa Azadzoy sowie Marvin Osei stehen.

Brinkums Manager Frank Kunzendorf, der den Dikollari-Wechsel zusammen mit Torwarttrainer Thorsten Degenhardt (ehemaliger Coach der Stürmers in Melchiorshausen) eingetütet hatte, meinte gestern: „Das ist der stärkste Spieler, den ich bisher nach Brinkum geholt habe. Ich bin sehr froh, dass das geklappt hat, denn gerade im Angriff haben wir noch Nachholbedarf, um höhere Ziele zu erreichen.“ Und Kunzendorf nimmt kein Blatt vor den Mund: „Sollte Meister Bremer SV in die Regionalliga aufsteigen, dann wollen wir um den Titel mitkämpfen. Sollten es die Bremer nicht schaffen und zusammenbleiben, dann wird es natürlich schwerer für uns.“ In diesem Zusammenhang fügte „Kunze“ noch hinzu, „dass ich noch mit weiteren durchaus namhaften Spielern in Kontakt stehe“. Ob mit weiteren vom TB Uphusen, ließ er offen.

Vor acht Jahren stand Dikollari schon einmal vor einem Wechsel nach Brinkum. Der damalige Trainer Goran Barjaktarevic wollte ihn haben – der damalige Manager Christian Kudla die Ablösesumme aber nicht bezahlen.

Letztlich landete Dikollari beim TSV Melchiorshausen, wo er vier Jahre lang blieb, um dann für ein halbes Jahr zum SC Twistringen zu gehen. Danach zog es ihn dann zum TB Uphusen in die Lüneburger Landesliga. „Dass ich in Uphusen derart durchgestartet bin, hat mich selbst etwas überrascht“, blickt der aktuelle Fußballer des Jahres im Landkreis Verden auf sein fast vierjähriges Engagement beim TBU zurück.

Bereits in der ersten Saison holte er sich die Torjägerkrone mit 25 Treffern. Zwei Jahre später langte er 28-mal zu – ebenfalls Platz eins. Damit trug er maßgeblich zum Oberliga-Aufstieg bei. Auch in der neuen Klasse ließ es Dikollari mit bislang 16 Einschlägen mächtig krachen.

Aber warum nun der Wechsel auf dem bisherigen Höhepunkt seiner Karriere? Der Mittelstürmer widerspricht Gerüchten, dass es dabei ums Geld gegangen sei: „Das ist Quatsch. Mit der Mannschaft oder dem Umfeld des Vereins hat das nichts zu tun. Ich hatte vier schöne Jahre in Uphusen, aber nun ist die Zeit für einen Wechsel einfach reif.“

Und warum ausgerechnet Brinkum, wo es doch auch Anfragen aus der Regionalliga gab? „Ich habe mir Brinkum oft angesehen. Diese junge Mannschaft hat viel Potenzial. Und ich möchte mithelfen, dass der Verein dieses ausschöpft.“

Auch der 29-jährige Sebastian Koltonowski wollte gestern nichts davon wissen, „dass finanzielle Gründe für meinen Ausstieg ausschlaggebend waren.“ Was ihn aber dazu bewogen hat, dem Turnerbund einen Korb zu geben, wollte der Routinier nicht preisgeben: „Das hat nichts mit dem Verein oder den Anhängern des Clubs zutun. Mehr möchte ich nicht dazu sagen. Ich warte erst einmal ab, was noch passiert!“ Mirco Temp als auch Mirko Duhn waren gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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