Langwedel feiert mit Sieg über peinliche Visselhöveder Klassenerhalt

Tavan Türöffner fürs Torfestival – 11:0

Niclas Tiedemann (l.) lief seinem Visselhöveder Gegenspieler Marten-Henrik Schwarz locker weg – genauso locker sicherte sich Langwedel-Völkersen mit 11:0 den Klassenerhalt. J Foto: Hägermann

Langwedel - Von Ulf von der Eltz. Diese eine Schrecksekunde musste Benjamin Nelle dann doch noch überstehen: Sedat Tavan erwischte seinen Trainer kurz nach Abpiff und goss ihm einen Eimer Wasser über den ganzen Rücken. So stand Nelle fast wie ein begossener Pudel am Mittelkreis – ganz entgegen seiner eigentlichen Verfassung. Mit einem 11:0 (3:0)-Kantersieg über den VfL Visselhövede hatte der FSV Langwedel-Völkersen zum Saisonabschluss in der Fußball-Bezirksliga den Klassenerhalt aus eigener Kraft unter Dach und Fach gebracht. Den bitteren Gang in die Relegation tritt nun der Bremervörder SC als Viertletzter an.

Dass sein Resümee angesichts der überaus peinlichen Vorstellung der Gäste alles andere als euphorisch ausfiel, ehrt der Coach. Zufrieden schaute er natürlich dennoch drein: „Wir haben das Endspiel von Beginn an angenommen und Pressing geboten. Über Außen haben wir Vissel mit unseren schnellen Spielern geknackt.“ Auf der anderen Seite kauerte Kollege Mourad Bounoua nach der absoluten Nicht-Leistung seines Teams tief enttäuscht auf der Bank: „Wenn man das sieht, sind wir zurecht abgestiegen. Irgendwie reflektiert es die ganze Saison. Es war von jedem Spieler desolat, jeder sollte sich Gedanken machen, ob er hier richtig ist.“ Einzig Torwart Jens Wingerning stemmte sich noch ein wenig gegen das Debakel. Bezeichnend war, dass Merwan-Nizar Sabouneh in der 69. Minute den ersten und einzigen Schuss auf das FSV-Tor abgab und Torhüter Moritz Nientkewitz halbwegs prüfte. Alle anderen Visselhöveder schienen keine Lust zu haben, sich am Spiel zu beteiligen.

Den Gastgebern konnte das ziemlich egal sein. Sie agierten in der ersten halben Stunde zwar noch etwas ängstlich, ergriffen aber schon von Beginn an die Initiative. Nach zwei vergebenen FSV-Chancen gab Emrah Tavan den Türöffner für das Torfestival, sein herrlicher Freistoß aus 23 Metern landete unhaltbar im Winkel (19.). Weil Jan-Ole Ernst per Kopf (29.) sowie Marvin Wasmuth mit einem Tunnel gegen Wingerning (34.) rasch zum 3:0 nachlegten, stand schon beim Gang in die Pause der Sieger fest.

Im zweiten Abschnitt durfte sich dann fast jeder am Preisschießen beteiligen. Dennis Groß markierte per Strafstoß nach Jaeschke-Foul an Ernst das 4:0 (62.). Dann wurde es richtig beschämend für den VfL Visselhövede, der nur Geleitschutz gab und Langwedel praktisch zum Kantersieg nötigte. Jari Egbers (65., 76.), Frederik Bormann (70.), Viktor Heidt (74.), Ernst (78.), Niclas Tiedemann (79.) und Sedat Tavan (84.) legten zum 11:0 nach. Wegen Beleidigung eines Gäste-Spielers sah Tiedemann Rot (81.). Der Stimmung tat das keinen Abbruch, die Schwarz-Roten feierten ausgiebig ihre Rettung.

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