FSV Langwedel-Völkersen gewinnt Spitzenspiel in Sottrum – 3:2 / Thorben Wendt mit der Vorentscheidung

Tavan: „Haben es am Ende unnötig spannend gemacht“

Nehmen den Torschützen Thorben Wendt in die Mitte: Langwedels Viktor Heidt (l.) und Pizan Demli.
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Nehmen den Torschützen Thorben Wendt in die Mitte: Langwedels Viktor Heidt (l.) und Pizan Demli.

Sottrum – Eigentlich ist Dariusz Sztorc als lebhafter, als leidenschaftlicher Trainer bekannt, der für seine Mannschaft über die vollen 90 Minuten von der Seitenlinie aus mitkämpft. Eigentlich. Beim Bezirksliga-Heimspiel gegen den FSV Langwedel-Völkersen war von dem 50-Jährigen jedoch nichts zu hören. Der Coach des TV Sottrum hielt sich ohne Ausnahme an seine Ankündigung, gegen seinen Ex-Club keinerlei Emotionen zeigen zu wollen. Er überließ Patrick Brillowski das Kommando. Der noch immer verletzte Kapitän dirigierte seine Teamkollegen zwar gekonnt hin und her, konnte an der 2:3 (1:2)-Pleite letztlich aber auch nichts ändern. Zu viel hatten sich die kreisverdener Gäste vorgenommen. Nichtsdestotrotz: „Wir bleiben Tabellenführer“, hatte Sztorc aufgrund des überragenden Torverhältnisses seiner Fußballer wenigstens einen Grund zur Freude.

Generell fand der Coach unmittelbar nach der Partie nur wenig Kritikpunkte an seinem Team: „Wir haben einen guten Kampf geboten“, fand er und lobte vor allem die Mentalität nach den Gegentoren. „Von der Spielanlage her waren wir sogar besser – obwohl Langwedel ja der selbst ernannte Titelaspirant ist“, konnte sich Sztorc eine Spitze, wenn auch nur eine kleine, dann doch nicht verkneifen. In der Tat: Über weite Teile gestaltete sich die Partie recht ausgeglichen – jedoch immer mit einem minimalen Vorteil für die Gäste. Deren Coach, Emrah Tavan, hatte seine Mannen hervorragend auf die Sottrumer eingestellt. So nahm LangwedelVölkersen zum Beispiel den normalerweise so torgefährlichen Sinan Reiter komplett aus dem Spiel. Daher „geht der Sieg auch voll in Ordnung. Wir haben es am Ende nur noch einmal unnötig spannend gemacht“, merkte Tavan an.

Aber der Reihe nach: Nach einem schön herausgespielten Konter brachte Pizan Demli die Gäste in Front (25.) – „ein Geschenk“, wie Sztorc kommentierte. Stimmt. Dem Treffer vorangegangen war ein „Zweikampf“ seiner Sottrumer Marvin Meyer und Matthias Michaelis, die im gegnerischen Strafraum ineinander laufen und so den Ball verlieren. Nur wenig später gelang Michealis jedoch die Wiedergutmachung – 1:1 (29.). Noch vor der Pause stellte FSV-Stürmer Daniel Throl, der ein starkes Spiel machte, per Elfmeter den alten Abstand wieder her. Innenverteidiger Dominik Reuter hatte den Kapitän der Gäste gefoult. Im Fall passte der 26-Jährige zwar noch zu Demli, der aber – wie noch so oft in der Partie folgen sollte – nicht vollendete. Schiedsrichter Yannik Brunke (SR Harburg) wartete den Vorteil ab und entschied letztlich vollkommen zu Recht auf Elfmeter. Nach dem wunderbar herausgespielten Kopfballtreffer von Thorben Wendt (50.), brachte Louis Jaugstetter den TV Sottrum zwar noch einmal auf 2:3 heran (67.), aber die Gäste verteidigten die Führung bis zum Abpfiff – „ein enttäuschendes Ergebnis“, sagte Sztorc. Aber: „Das kann passieren, solche Tage hat man manchmal“, baute Stürmer Andrej Edel seine Mitspieler nach der Partie auf, ehe sein Coach im anschließenden Mannschaftskreis auch noch mal lobende Worte fand – sogar mit Emotionen.

Von Lea Oetjen

Zeigte sich zufrieden: FSV-Coach Emrah Tavan.

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