Langwedel chancenlos gegen Riede

1:5 – Emrah Tavan beklagt acht Horror-Minuten

Langwedels Artur Pfannenstil setzte sich gegen drei Rieder durch, der starke Jarno Blicker (6) konnte nur hinterherschauen.
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So sah es selten aus: Langwedels Artur Pfannenstil setzte sich gegen drei Rieder durch, der starke Jarno Blicker (6) konnte nur hinterherschauen. Am Ende verlor der FSV das Bezirksliga-Derby klar mit 1:5.

Langwedel – Gespenstische Atmosphäre lag über dem Burgberg, es herrschte der totale End-November-Blues: Mit einer 1:5 (0:0)-Klatsche im Bezirksliga-Derby gegen den MTV Riede ging am Sonntag die Leidenszeit für den FSV Langwedel-Völkersen unvermindert weiter.

Auf der anderen Seite freute sich die Krüger-Elf über das Geschenk zum 1. Advent – das Türchen zur Meisterrunde wurde einen weiteren Spalt geöffnet. So weit, dass die Teilnahme nun endgültig gesichert ist. Für die gespenstische Atmosphäre haben die Schwarz-Roten selbst gesorgt, als sie innerhalb von acht Horror-Minuten (55. bis 63.) einen Vier-Gegentore-Albtraum erlebten und so hoffnungslos 0:4 ins Hintertreffen gerieten. „Wie diese Schlafphase zustande kommt, muss sich das Team fragen lassen. Es war teilweise peinlich, wie wir die Dinger kassiert haben. Danach gerät natürlich alles ins Wanken“, wirkte Emrah Tavan entgeistert. Der Coach weiter: „Klar haben wir kein gutes Spiel gemacht, aber so hoch müssen wir nicht verlieren.“

Milan Heitmann wehrt Strafstoß von Lennart Schröder ab

Dabei hätten die Gastgeber schon in der ersten Halbzeit zurückliegen können, in der die Rieder mit einer gewissen Selbstverständlichkeit und Ruhe ihre Spielweise aus der gesicherten Deckung mit schnellen Zügen vortrugen. Nach Fehlern von Keeper Milan Heitmann und Jan-Luca Rohlfs wusste sich Vittorio Zambrano nur durch ein Foul gegen Marvin Just zu helfen, den fälligen Strafstoß von Lennart Schröder parierte Heitmann dann jedoch (14.). Bei weiteren Chancen war der Schlussmann meist mit dem Fuß zu Stelle.

In Hälfte zwei zerlegten die Segelhorstkicker den FSV dann förmlich. Niklas Behn eröffnete den Torreigen nach weitem Schlag von Tim Eichhorn, den Heitmann nicht erreichte – 0:1 (55.). Das 0:2 markierte Just aus spitzem Winkel, als die Abwehr komplett pennte (56.). Beim 0:3 spritzte Schröder in eine Behn-Flanke (58.), dem 0:4 durch Torben Maaß ging eine fahrlässig abgewehrte Ecke voraus (63.). „Das sagt einiges aus“, quittierte Tavan diese fatalen Minuten.

Riede-Coach Nils Krüger: „Von der besten Seite gezeigt“

Der Rest blieb dann Ergebniskosmetik: Artur Pfannenstil staubte zum 1:4 ab, als Keeper Jannik Schumacher einen Eckball einfach fallen ließ (74.). Dafür war der Abschluss dann noch sehenswert: Kapitän Marc Lindenberg zirkelte die Kugel aus 20 Metern zum 1:5 in den Winkel (90.+1).

Während die Langwedeler in die Kabine schlichen, sich der Platz rasch leerte, durfte sich MTV-Coach Nils Krüger über den gelungenen 1. Advent und das gelöste Ticket für die Meisterrunde freuen: „Auch in dieser Höhe ist es ein verdienter Sieg, das komplette Team hat sich von der besten Seite gezeigt. Wir haben den Ball laufen lassen und gute Lösungen geschaffen, es waren einige prima Dinge dabei.“

Von Ulf Von Der Eltz

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