Tavan: „Auch gegen den lieben Gott gespielt“

0:1 – Langwedel gegen Heeslingen II im Pech

Der Einsatz stimmte – wie in dieser Szene bei Langwedels Marvin Wasmuth (hinten). Es gab jedoch eine 0:1-Pleite. J Foto: Hägermann

Langwedel - Von Ulf von der Eltz. Sie ging erhobenen Hauptes vom Platz. Sicher enttäuscht über das Ergebnis – ihre Leistung fand Trainer Emrah Tavan allerdings in Ordnung: „Kein Vorwurf an die Mannschaft. Der Einsatz stimmte, sie hat sich nur nicht belohnt.“ Dennoch muss der Blick auch nach unten gehen, denn mit der 0:1 (0:0)-Heimpleite am Sonntag gegen den Heeslinger SC II bleibt der FSV Langwedel-Völkersen in der Fußball-Bezirksliga in dieser frühen Saisonphase bei drei Punkten den Abstiegsrängen ganz nah.

Nach einer ersten Halbzeit, in der die Oberliga-Reserve eindeutig das Geschehen bestimmt hatte, warfen die Rot-Schwarzen in den zweiten 45 Minuten alles in die Waagschale – wenn auch technische Mängel nicht zu übersehen waren. „Wir haben drückend überlegen agiert, hätten mindestens einen Zähler verdient gehabt“, sah Tavan Leidenschaft und Mut.

Was den Langwedelern allerdings entscheidend fehlte, wurde zwischen der 48. und 50. Minute deutlich – das nötige Quäntchen Glück. Erst scheiterten Niclas Tiedemann und Artur Pfannenstil bei einer von Justin Schmidt glänzend herausgespielten Doppelchance jeweils am Aluminium, dann machten es die Gäste praktisch im Gegenzug besser: Langwedel war zu offen, Christo Stergioulas wurde auf der rechten Seite lang geschickt, die flache Hereingabe nutzte Enis Busch eiskalt zum 0:1. „Ein unnötiger Treffer. Aber vorher hatten wir natürlich Riesenpech. Wir haben nicht nur gegen Heeslingen gespielt, sondern auch noch gegen den lieben Gott“, bemühte Emrah Tavan sogar übersinnliche Kräfte. Denn in der Schlussphase blieben die Platzherren dem Ausgleich dicht auf den Fersen. Aber Jan-Luca Rohlfs´ Direktabnahme nach Tiedemann-Freistoß parierte SC-Keeper Patrik Borchers erstklassig per Fuß (75.). Und Justin Schmidt schlug nach Klasse-Spielzug über Faruk Senci und Hermann Babe freistehend über den Ball (80.) – ein Remis wäre allemal das gerechtere Resultat gewesen. Zumal die Heeslinger in Abschnitt zwei keine Gefahr mehr heraufbeschworen.

Das hatte vor der Pause noch anders ausgesehen. Zwar verfehlten einige Distanz-Schüsse deutlich ihr Ziel, aber bei zwei Chancen lag die Führung für den SC in der Luft: Arouna Joel Ahizi spielte sich gekonnt in den Strafraum, den Flachschuss des Mittelstürmers wehrte Moritz Nientkewitz stark mit dem Fuß ab (20.). Ebenso blieb der FSV-Keeper bei einem Freistoß von Syuleyman Shakirov Sieger (32.). „In der ersten Hälfte hat Heeslingen einen technisch versierten Fußball geboten und war sicher überlegen“, gestand Tavan ein. Langwedels Coach durfte indes für sich reklamieren, dass seine Elf den Favoriten nach dem Wechsel in Nöte gebracht hatte – der Lohn blieb ihr aber verwehrt.

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