START IN DIE SAISON Landesligist mit blutjungem Team

Intschede: Svenja Meyer trägt große Hoffnungen

Die Handball-Damen des TSV Intschede um Trainer Niklas Bodenstab.
+
Große Vorfreude herrscht bei den Handball-Damen des TSV Intschede um Trainer Niklas Bodenstab.

Intschede – Landesligist TSV Intschede setzt auch in der neuen Saison wieder auf seinen exzellenten Angriffshandball, der befeuert wird durch (fast) ausnahmslos junge Talente. Auch wenn Haupttorschützin Michelle Dahlendorf in den sportlichen Ruhestand geht, soll der blutjungen Truppe mindestens der Klassenerhalt glücken.

Dadurch soll ein Durchrutschen in die Regionsoberliga verhindert werden. „Die Mädels rocken das schon. Vielleicht ist mein Rückzug ins zweite Glied auch eine Chance. Dann ist das Team weniger ausrechenbar“, hofft die 33-jährige Gegenstoßspezialistin, die mit ihrem Mann und den zwei Kindern schon lange in Achim wohnt. In der angelaufenen Spielzeit soll sie zumindest als Betreuerin an Bord bleiben. Die Linkshänderin will die junge Mannschaft vor allem auf mentaler Ebene unterstützen.

Doch wenn alle Stricke reißen, stünde sie natürlich zur Verfügung. Das solle aber nicht passieren, obwohl sie vom Kopf her gerne auf der Spielfläche wäre. Dahlendorf bedauert: „Doch der Kopf sagt Nein. Und ich will mich endlich mehr meiner Familie widmen. Zum Mannschaftszusammenhalt kann man nur sagen, dass dieser besser kaum sein könnte.“

Als legitime Nachfolgerin ist Svenja Meyer, die erst 18 Jahre alt ist und ebenfalls mit der linken Hand ihre Buden markiert, die große Hoffnungsträgerin. Das Küken im Kader rückt aus der Reserve hoch ins Landesligateam. Ihr Coach Niklas Bodenstab hält große Stücke auf das Riesentalent. Allerdings hat auch der restliche Kader allemal das Zeug zur Landesliga. Insbesondere die Geschwister Lena, die zwischen den Pfosten ihren Job macht, sowie Rückraumschützin Luisa Hahn sollen mit ihrer Erfahrung weiterhelfen.

Niklas Bodenstab setzt auf die Hahn-Schwestern

„Beide werden Ruhe reinbringen, auf sie kann ich mich auf jeden Fall verlassen“, hofft Intschedes Übungsleiter, dass die Schwestern seinen Erwartungen gerecht werden. Auch Rückraumschützin Theres Meisloh, im Vorjahr immerhin zweitbeste Goalgetterin, wird ein wichtiger Bestandteil. Nicht zu vergessen, dass Trainer Bodenstab mit den Schwestern Witzschke ein weiteres Trumpfass spielen kann.

Erschwert wird die Trainingsarbeit allerdings durch die Tatsache, dass diverse Mädels aus seinem Team auswärts studieren und erst am Freitag ein gemeinsames Üben möglich ist. „Nur drei überhaupt studieren nicht“, so der Trainer. In den Wochen vor Saisonbeginn wurde in Vorbereitungsspielen ordentlich getestet und getüftelt. Unter anderem gegen Landesligist HC Bremen, der im letzten Jahr noch Klassenpartner war. In der neuen Spielklasse gibt es bis auf den Kreisrivalen TSV Morsum als auch den TSV Bremervörde ausnahmslos unbekannte Teams in einer Staffel mit zehn Mannschaften.

Als letzter Gradmesser diente der Vergleich mit der A-Jugend des TV Oyten, die in der Oberliga Nord-Ost unterwegs ist. „Wir haben unseren Altersdurchschnitt rapide gesenkt. Mal sehen, was uns erwartet“, setzt Bodenstab voll und ganz auf seine junge Mannschaft. Sie startet am Sonntag (13 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den TSV Bremervörde in die Saison.

Von Björn Lakemann

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

TSV Bassen: Die volle Corona-Breitseite

TSV Bassen: Die volle Corona-Breitseite

TSV Bassen: Die volle Corona-Breitseite
Der Handball versinkt im Corona-Chaos

Der Handball versinkt im Corona-Chaos

Der Handball versinkt im Corona-Chaos
TSV Ottersberg holt auch Ex-Bremer Nimoh

TSV Ottersberg holt auch Ex-Bremer Nimoh

TSV Ottersberg holt auch Ex-Bremer Nimoh
Ars Nova legt souveränes Comeback hin

Ars Nova legt souveränes Comeback hin

Ars Nova legt souveränes Comeback hin

Kommentare