Handballer aus Achim wechselt von Lemgo nach Nettelstedt / Doppelspielrecht

Summas Traum: „Ich will in der Bundesliga Fuß fassen“

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Auf Stippvisite in der Heimat: Dennis Summa, der sich beim TuS N-Lübbecke in die Handball-Bundesliga spielen will. ·

Von Björn Lakemann ACHIM · Mit einem flexiblen Doppelspielrecht versucht Dennis Summa aus Achim beim Bundesligisten TuS N-Lübbecke erste Erfahrungen als Handballprofi zu sammeln. Nach Stationen beim TSV Hannover-Burgdorf und dem TBV Lemgo (jeweils in der A-Jugend) will der Mittelmann seine Chance bei Coach Dirk Beuchler, der ihn bereits in Lemgo formte, beim Schopfe packen – wie der 19-Jährige im Interview verrät.

Was hat Sie zum Wechsel vom Lipperland ins Wiehengebirge bewogen?

Dennis Summa:Zwar steht die Unterschrift unter dem Vertrag noch aus, aber es ist alles in trockenen Tüchern. Beim TuS ist geplant, dass ich ein flexibles Doppelspielrecht bekomme. Dadurch bekomme ich viel Spielpraxis in der Oberliga beim Lit NSM, quasi die Reserve des TuS, und kann in die Bundesliga reinschnuppern. So mache ich die Saison-Vorbereitung beim Bundesliga-Elften der vergangenen Saison komplett mit.

In Lemgo ist ja auch einiges gut gelaufen. Schließlich war erst im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend gegen den späteren Vizemeister SC Magdeburg knapp Endstation. Warum dennoch der Wechsel zum TuS?

Summa:In Lemgo war es zwar ein hervorragender Ablauf, in dem sich jeder Spieler individuell klasse weiterentwickeln konnte. Das Jahr hat mir wirklich gut getan. Doch den Ausschlag gab schließlich das Gesamtpaket beim TuS, wo das Studium auf Gymnasial-Lehramt an zwei Unis möglich ist. Zudem denke ich, dass es sportlich die bessere Alternative ist. Außerdem hatte ich unter Coach Dirk Beuchler mein erstes Training bei einem Bundesligisten. Er hilft den Spielern, weil er ihnen ein Feedback gibt.

Warum zieht es Sie weg von Lemgo, obwohl Ihr Förderer Niels Pfannenschmidt jetzt dort Cheftrainer ist?

Summa:Dass „Pfanne“ dort jetzt Coach ist, dürfte generell eine klasse Sache sein, aber das Gesamtpaket in Nettelstedt war wie gesagt halt überzeugender. Allerdings ist das Tuch nicht zerschnitten, denn es ist nichts Gravierendes vorgefallen. Mein alter sowie mein neuer Trainer sind beide positiv Handballverrückte und ausgewiesene Fachmänner.

Wie schwer dürfte die Umstellung von der A-Jugend-Bundesliga zur Beletage bei den Männern werden?

Summa:Ich durfte ja in den Männerbereich schon kräftig reinschnuppern. Krass war mein erstes Spiel in der Dritten Liga gegen den VfL Fredenbeck. Da hat mich Maciek Tlucynski ganz schön rangenommen, da braucht man halt reichlich Erfahrungswerte, die man als Jugendspieler sammelt. Wie sagte schon Bob Hanning, der mögliche Vizepräsident des Deutschen Handballbundes, im Sportstudio: Beim Fußball sei es viel leichter als junger Spieler in die Eliteligen vorzustoßen. Da benötigt man nicht zwingend Körper.

Wie sehen Sie Ihre Chancen auf Einsätze in der Bundesliga?

Summa:Ein klares Ziel ist es natürlich mich zu präsentieren, dafür werde ich alles geben. In meinem ersten Seniorenjahr möchte ich Fuß fassen und erste Erfahrungen sammeln. Doch meine primäre Aufgabe ist es in der Oberliga-Mannschaft zu überzeugen.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft verpasst jetzt mit der Europameisterschaft erneut ein Großereignis. Wie konnte es dazu kommen?

Summa:Die Bundesliga ist überfüllt mit ausländischen Stars und das Scheitern ist für den deutschen Handball ein Desaster. Ist aber bezeichnend für den deutschen Handball, denn trotz herausragender Ergebnissen im Jugend- oder Juniorenbereich fehlt es an der Anschlussförderung. Da kommt einfach nichts bei rum und die jungen Spieler können sich nicht durchsetzen.

Wurde Ihnen das Talent eigentlich in die Wiege gelegt? Schließlich sind Ihre Eltern Heike und Jürgen hervorragende Torhüter?

Summa:Meine Anfänge im Handball habe ich in Ottersberg in der Tat im Tor genommen. Doch schon in der F-Jugend bin ich aufs Feld gewechselt, weil ich mir die Bälle nicht immer um die Ohren werfen lassen wollte. Allerdings muss ich meinen Eltern ein großes Lob zollen, denn so toll wie sie mich unterstützt haben, ist wirklich nicht selbstverständlich.

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