Achim/Baden verliert in Bremen 

Summa wehrt sich – aber 27:29

Ein Energiebündel: Dennis Summa wehrte sich laut Coach Steffen Aevermann „nach Leibeskräften“ – die SG Achim/Baden verlor aber bei der SG/HC Bremen/Hastedt unglücklich 27:29.

Achim - Nach Ablauf der 60 Minuten stand Handball-Oberligist SG Achim/Baden beim 27:29 (16:13) gegen die SG/HC Bremen/Hastedt punktlos da. Doch das Team von Übungsleiter Steffen Aevermann hatte dem starken Aufsteiger, der weiter ohne Niederlage bleibt, alles abverlangt und nach der desatrösen Vorstellung gegen Schwanewede/Neuenkirchen sein gutes Gesicht gezeigt.

„Wir haben mindestens einen Punkt liegen lassen mit unserer disziplinierten Deckung und einem starken Tim Fieritz im Tor, der den guten Arne von Seelen abgelöst hatte. Mit etwas mehr Glück und einer gerechteren Siebenmeterverteilung wäre der allemal drin gewesen“, bilanzierte Aevermann, der ohne die drei Stammkräfte Florian Pröhl, Florian Block-Osmers und Marvin Pfeiffer eine enorm verbesserte SG sah. Apropos Verletzte: Während Pröhl nach Nasenbeinbruch nicht operiert wird, dürfte die Saison für Pfeiffer fast gelaufen sein. „Sehr bitter für ihn. Am Spieltag wurde nach MRT der Riss der vorderen Kreuzbandes bestätigt. Dieser extreme Rückschlag tut mir vor allem für ihn persönlich leid“, bedauert der Trainer den schon zweiten Kreuzbandriss des erst 20-jährigen Hoffnungsträgers.

In Bremen hatte die SG zunächst alles richtig gemacht. Nach dem 6:4 (11.) durch Fabian Balke hatten die Gäste durch den ständigen Unruheherd Dennis Summa mit 14:9 (25.) geführt. „Dennis hat viel Mut bewiesen und sich nach Leibeskräften gewehrt“, befand der Rotenburger Coach. Danach zog der Aufsteiger seine Auszeitkarte und näherte sich schrittweise. Wer aber dachte, dass die Bremer nach dem 18:18 (37.) Oberwasser gewinnen würden, sah sich getäuscht. Jan Mühlbrandt, der direkt aus dem Urlaub angereist war, egalisierte fünf Minute vor Ultimo – 26:26. Es spitzte sich zu, als SG-Linkshänder Jan Fieritz, der sein erstes Tor erzielte, beim Stande von 27:28 in der Schlussminute siebenmeterreif gefoult wurde, der Pfiff der Schiris Bohmbach/Meyer jedoch ausblieb. Eine Sekunde vor Abpfiff tütete der zehnfache Bremer Torschütze Marten Franke den Zittersieg ein. Somit blieb es bei der durchaus diskutablen Siebenmeterquote von sieben für die Gastgeber und null für die Gäste. Damit verfügt die SG jetzt über ein ausgeglichenes Punktekonto und braucht sich mit dem gezeigten Engagement auch ohne einige Leistungsträger nicht zu verstecken.

Tore SG Achim/Baden: Summa (10), Podien (4), Balke (4), Mühlbrandt (3), Zschorlich (2), Fastenau (1), Zysk (1), Jacobsen (1), Fieritz (1). 

bjl

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