Ehlers versteht die Jugend nicht

Daverdens Formkurve zeigt steil nach unten

Nur noch diese Saison vereint: Simon Bodenstab (l.) und Trainer Ingo Ehlers. Foto: bjl

Daverden - Die Leistungskurve des Handball-Verbandsligisten TSV Daverden – sie zeigte zuletzt doch deutlich nach unten. Denn nachdem der Aufsteiger mit 13:7-Punkten einen glänzenden Saisonstart erwischt hatte, gab es aus den vergangenen sieben Spielen lediglich einen Sieg. Kein Wunder, dass Ingo Ehlers spätestens nach dem enttäuschenden 27:31 beim Tabellenvorletzten ATSV Habenhausen von einer brenzligen Situation sprach.

„Ich gehe schon davon aus, dass wir die Saison noch mit dem Klassenerhalt beenden werden. Aber dafür muss in den kommenden Partien einiges passieren, müssen wir vor allen Dingen eine andere Einstellung als noch in Habenhausen an den Tag legen“, attestierte Ehlers seinem Team dort einen Arroganzanfall. „Da bin ich dann in der Pause auch mal richtig durchgedreht und habe es zudem im Training noch einmal thematisiert.“

Lagen die Gründe für die Pleite bei der ATSV-Reserve damit auf der Hand, hatte Daverdens Trainer für die anderen Niederlagen ebenfalls eine Erklärung parat. „In der vergangenen Saison war unsere stärkste Waffe das Tempospiel. Erster Anspielpartner der Torhüter war Simon Bodenstab, der die Bälle dann auf die schnellen Außenspieler Jannis Elfers und Erik Beuße weitergeleitet hat. Und dieses Trio war zuletzt selten oder gar nicht mit von der Partie. Und das wirkt sich natürlich extrem aus“, verdeutlichte Ehlers die aktuelle Krux im Spiel seiner Mannschaft. „Hinzu kommt, dass die Gegner unsere Spielweise nun kennen und sich relativ leicht darauf einstellen können. Denn gerade im Rückraum fehlt es uns einfach an der nötigen Wucht.“ Führungsspieler Bodenstab, der zuletzt aus privaten Gründen fehlte, hat zwar für Anfang März seine Rückkehr angekündigt, doch nach der langen Pause wird er definitiv einige Zeit brauchen, ehe er wieder bei hundert Prozent ist. Apropos Bodenstab: Daverdens Spielmacher hat unlängst seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. Eine Nachricht, die Ehlers bereits jetzt einige schlaflose Nächte bereitet. Denn aktuell ist noch kein adäquater Ersatz in Sicht. Für Daverdens Trainer nur schwer nachzuvollziehen: „Wir sind immerhin das zweithöchste Team im Kreis Verden. Und ich habe den Posten des Spielmachers neu zu besetzen. Doch irgendwie scheint es keinen zu interessieren. Was stimmt denn da mit den jungen Leuten nicht?“ Zumal die Grün-Weißen neben der Verbandsliga auch eine solide Basis sowie ein gut funktionierendes Team zu bieten haben. Ehlers: „Das sollte eigentlich genügend Ansporn für junge Talente sein. Daher hoffe ich, dass unser Aufruf Früchte trägt. Denn sollten wir die Liga halten, wovon ich nach wie vor ausgehe, muss zwingend etwas passieren. Ansonsten stehen wir nächste Saison vor einem ganz schweren Jahr!“

Aber auch in dieser Saison wartet noch einiges an Arbeit auf die Daverdener. Denn um endlich wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren, muss nicht nur die Deckung zu alter Stärke finden, sondern zudem das Positionsspiel verbessert werden. „Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Und ich hoffe, dass es sich bereits im Heimspiel gegen Eyendorf auszahlt. Denn im Anschluss geht es gegen die Teams von oben.“

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