Fußball-Oberliga

TB Uphusen: Auf der Suche nach der Lockerheit

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Für Ole Laabs und den TB Uphusen läuft es derzeit alles andere als rund.

Von Kai Caspers. Drei Spiele in Folge nicht gewonnen. Dreimal kein Tor erzielt. Beim Fußball-Oberligisten TB Uphusen, der aktuell erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz steht, klingeln langsam aber sicher die Alarmglocken. Im folgenden Interview nimmt TBU-Kapitän Ole Laabs Stellung zur prekären Situation.

Aktuell läuft es nicht wirklich rund in Uphusen. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Wenn ich die hätte, wären wir um einiges schlauer. Es ist wirklich eine schwierige Situation. Denn wir spielen ja nicht wirklich schlecht. Aber aktuell fehlt es einfach am Selbstvertrauen und an der nötigen Sicherheit. Und dann kommen solche Ergebnisse eben zustande.

Dabei hat sich das Gesicht der Mannschaft nicht verändert. Im Gegenteil. Nominell ist sie sogar stärker geworden. Neigt der TBU etwa zur Selbstüberschätzung?

Nein, auf keinen Fall. Natürlich wissen wir um die Qualität im Kader. Und ich bin auch davon überzeugt, dass wir gegen jede Mannschaft gewinnen können. Aber es gibt in dieser Liga auch keine Laufkundschaft. Daher müssen wir in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Gelingt uns das nicht, wird es schwer. Zumal jeder Fehler eiskalt bestraft wird, wie wir in den vergangenen beiden Spielen gesehen haben.

Auffällig ist vor allen Dingen die Harmlosigkeit in der Offensive. Ist das nur ein Kopfproblem?

Ich denke schon. Wenn ich mir angucke, was wir zuletzt für Chancen vergeben haben, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Gefühlt müssten bei uns 20 Tore mehr auf dem Papier stehen. Aber irgendwie fehlt es bei uns derzeit einfach an der nötigen Lockerheit.

Ist das vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass sich zu sehr auf Ihren Bruder verlassen wird?

Das ist gut möglich. Denn jeder weiß, dass Nils immer seine Tore gemacht hat. Aber er kann es auch nicht alleine richten, denn auch die Gegner wissen um seine Stärken. Daher wird er oft gedoppelt. Somit sollte eigentlich genug Platz für die anderen da sein. Doch da fehlt es bei uns auch an der nötigen Zielstrebigkeit. Sollte jedoch der Knoten erst mal wieder platzen, bin ich mir sicher, dass wir auch mal wieder einen Lauf starten können. Außerdem haben wir von allen Mannschaften, die da unten stehen, aktuell noch die beste Position.

Wie meinen Sie das?

Wir liegen in der Tabelle zwar hinter Gifhorn, haben aber zwei Spiele weniger absolviert und nur einen Punkt weniger.

Das bedeutet aber ja nicht, dass die Nachholspiele sicher gewonnen werden. Birgt das nicht auch eine gewisse Gefahr?

Wie schon mal gesagt. Schlagen können wir jede Mannschaft. Zudem ist allen bewusst, dass wir jetzt noch enger zusammenrücken müssen. Denn es ist definitiv einfacher die Klasse zu halten, als im nächsten Jahr wieder aufzusteigen. Aber ich will mich mit dem Abstieg auch gar nicht so intensiv beschäftigen. Alle wissen, was hier auf dem Spiel steht. Und dass wir es können, haben wir vergangene Saison ja nachhaltig bewiesen.

Aber es wäre nicht das erste Mal, dass eine Mannschaft am Saisonende aus allen Wolken fällt.

Das stimmt. Aber das wird uns nicht passieren. Wir starten jetzt einfach einen Lauf und fangen damit am besten schon im Nachholspiel gegen Braunschweig an. Und das halte ich nicht für unmöglich, da uns spielstarke Teams ja mehr liegen.

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