Freude über fünften DM-Titel deshalb sehr groß / Springreiterin feiert heute 40. Geburtstag

Sturz wirft Eva Bitter und Perigueux nicht um

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Feiert heute ihren 40. Geburtstag in Verden: Die fünffache Deutsche Meisterin Eva Bitter. ·

Verden - Im internationalen Turniersport herrscht seit vielen Jahren Frauenpower, die auch vor dem Internationalen Dressur- und Springfestival in Verden keinen Halt macht.

In den Dressurwettbewerben ist mit Isabell Werth, Helen Langehanenberg, Kristina Sprehe und Anabel Balkenhol die gesamte deutsche Elite am Start, aber auch in den Springprüfungen wird das weibliche Geschlecht eine starke Rolle spielen. Hier sei an erste Stelle die fünffache Deutsche Meisterin Eva Bitter (Bad Essen) genannt, die übrigens heute in Verden ihren 40. Geburtstag feiert.

Eva Bitter gewann ihre fünfte Deutsche Meisterschaft vor wenigen Wochen in Balve, als sie in der entscheidenden Springprüfung auf ihrem elfjährigen Hengst Perigueux, der im Besitz des Landgestüts Celle ist, die bis dahin führende Katrin Eckermann noch abfing. Bei Eva Bitter war die Freude über die fünfte Meisterschaft besonders groß. Gut eine Woche zuvor war sie nämlich mit Perigueux beim Turnier in Nörten-Hardenberg unglücklich gestürzt. Das Pferd kam mit dem Schrecken davon, aber die Reiterin hatte sich einige Prellungen zugezogen. „Ich bin froh, dass wir das so gut weggesteckt haben und schon in Balve wieder volle Leistung zeigen konnten“, sagt sie. Um wieder Sicherheit zu gewinnen, hatte sie zwischendurch bei Marcus Ehning trainiert. Eva Bitters Lebensgefährte Marco Kutscher unterstützt seine Partnerin zwar ebenfalls sehr, ist aber zeitlich im Stall Beerbaum stark eingebunden und außerdem seit Aachen durch Probleme mit den Adduktoren zu einer Reitpause gezwungen.

Bereits mit fünf Jahren begleitete Eva Bitter ihre Eltern in den Stall von Manfred Kötter. Der war auch ihr erster Trainer. Erste Turniererfahrungen machte sie im Alter von zehn Jahren. Sie ritt sowohl A-Springen als auch A-Dressur. Mit dem ersten Großpferd wechselte Eva Bitter dann ins Springlager und sammelte auf dem Wallach Winston Erfahrungen in A bis S-Parcours. Ihren ersten großen Erfolg feierte sie 1993, als sie sich beim Preis der Besten in Warendorf einen Platz auf dem Treppchen erritt. Es folgte die erste Nationenpreis-Teilnahme bei der EM der Jungen Reiter in Spangenberg, wo sie Mannschaftsgold holte und in der Einzelwertung Vierte wurde.

Trainiert hat die gelernte Industriekauffrau unter anderem bei Ludger Beerbaum und Heinrich-Wilhelm Johannsmann. Neben fünf Deutschen Meisterschaften gab es bis heute viele weitere große Erfolge besonders mit den Hengsten des Landgestüts Celle Stakkato, Satisfaction und Perigueux. 2010 gewann Bitter auf Satisfaction, der danach in den Stall von Ludger Beerbaum wechselte, den hochdotierten „Großen Preis von Hannover“ und 2012 bei der VER-Dinale in Verden ebenfalls den „GP“, dieses Mal jedoch auf Perigueux. Perigueux ist zur Zeit ihr bestes Pferd, mit dem Eva Bitter in dieser Woche in Verden der männlichen Konkurrenz ein Schnippchen schlagen will. · jho

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