Stürmer von Bezirksliga-Aufsteiger 1. FC RW Achim will noch hoch hinaus

Damir Begic: Der mit der eingebauten Torgarantie

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Wo Damir Begic auf dem Platz auftaucht, brennt es lichterloh.

Achim - Von Dietmar Seesko. Sichtlich stolz hielt Damir Begic (23) vom 1. FC RW Achim die begehrte Kreisliga-Torjägerkanone, die von der Kreiszeitung nun schon seit 32 Jahren verliehen wird, in den Händen. Satte 38 Treffer waren einfach nicht zu toppen – 16 Tore Vorsprung vor Badens Mustafa Gök. Ohne Frage: Dieser Stürmer mit der eingebauten Torgarantie hat die Auszeichnung mehr als verdient.

Der erste Kreisliga-Torjäger war Hilmar Wagner vom TSV Achim in der Saison 1982/1983. „Als der damals Torschützenkönig wurde, war Damir noch gar nicht geboren“, merkte da Mutter Mirsada, die bei der Übergabe dabei war, mit einem Augenzwinkern an.

Seit nun 40 Jahren lebt die aus Bosnien stammende Familie Begic in Achim. Mit vier Kindern und nun auch Enkelkindern. Die ersten fußballerischen Gehversuche machte Damir dabei in der G-Jugend des TSV Uesen, wechselte dann in die F-Jugend zum SV Werder Bremen, wo er bis zur B-Jugend blieb. Den Fahrdienst übernahm dabei in erster Linie Papa Selim. „Bei Werder habe ich einige kennen gelernt, die später als Profi in der Bundesliga spielten. Zum Beispiel Karim Belarabi, jetzt in Braunschweig, oder Dennis Diekmeier, der nun beim HSV spielt“, erinnert sich Damir Begic. So richtig klappte es beim SVW aber nicht. Jedenfalls führte der Weg zurück zum TSV Uesen. Dort spielte er in der A-Jugend unter Volker Hopp, später in der Bezirksliga bei Trainer Ulrich Hamer. Was folgte, war der TB Uphusen in der Landesliga und danach der Versuch zum ganz großen Sprung zu Celik Zenica in der Premier Liga in Bosnien. „Leider kam meine Spielberechtigung von der FIFA zu spät. Da war die Transferliste schon geschlossen. In vier Testspielen hatte ich vier Tore erzielt. Celik Zenica wollte mich trotz fehlender Spielberechtigung behalten, bot mir an, die Wohnung und das Gehalt weiter zu bezahlen. Ich habe mich aber entschieden nach Achim zurück zu kommen“, ging Damir Begic wieder zum TBU und landete vor einem Jahr dann beim nun frisch gekürten Kreisliga-Meister 1. FC RW Achim.

„Besonders geholfen hat mir mein Trainer Faruk Senci. Zuerst bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, dann hat er mir als gelernter Stürmer eine Menge Tipps gegeben und mit mir viele Gespräche geführt. Diese Torjägerkanone widme ich ihm und natürlich der gesamten Mannschaft“, lässt Damir Begic seine sportliche Zukunft im Nebel stehen. Er gibt zu, dass ihm Angebote aus der Oberliga und der Bremen-Liga vorliegen – und natürlich auch vom 1. FC RW Achim. „Ich werde alles prüfen und mich dann entscheiden“, macht sich der Stürmer die Entscheidung nicht ganz einfach.

Bereits entschieden hat er sich allerdings für die deutsche Staatsbürgerschaft. Und ginge es nach Mutter Mirada, dann hätte sie auch in diesem fall das letzte Wort: „Es wäre schön, wenn Damir noch höher spielen könnte. So hoch, dass er auch vom Fußball leben könnte!“

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