In Stemmen 1:3 hinten gelegen / Staffelleiterin von Kiedrowski: „So was noch nicht erlebt“

Ottersberg II: Spielabbruch bei Schneetreiben

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Spiel im Schnee: Ottersbergs Christian Hennings (rechts) im Duell mit Stemmens Stefan Ehrke.

Kreis-Verden - Von Julian Diekmann. StemmenKreis-Verden - Von Julian Diekmann. „Die Verletzungsgefahr für die Spieler war einfach zu hoch“, begründete der Unparteiische Julian Laumert (VfL Altenhagen) am Sonntag den Spielabbruch der Bezirksliga-Partie zwischen dem TV Stemmen und dem TSV Ottersberg in der 65. Minute beim Stand von 3:1 (3:1). Schon in der Halbzeitpause hatte es Diskussionen gegeben, ob die Begegnung überhaupt wieder angepfiffen werden kann. Am Ende entschied sich Laumert aber dafür, um sie anschließend 20 Minuten später wieder zu beenden.

„In meinen Augen war es die richtige Entscheidung, das Spiel abzubrechen. Zum einen hat das Schneetreiben immer weiter zugenommen und zum anderen stieg damit auch das Verletzungsrisiko“, konnte Jaime Wink, Trainer des TV Stemmen, die Entscheidung nachvollziehen. Dem pflichtete Ottersbergs Coach Marc Schlichting bei: „Es ist zwar ärgerlich für die in Führung liegende Heimelf, aber es war richtig vom Schiri. Man konnte überhaupt nichts mehr sehen. Eigentlich hätte man schon in der Halbzeit so entscheiden sollen.“

Dass die Partie aufgrund steigender Verletzungsgefahr abgebrochen wurde, war dagegen für Bezirksliga-Staffelleiterin Claudia von Kiedrowski etwas Neues: „So was habe ich in meiner 24-jährigen Laufbahn noch nicht erlebt.“ Sie könne zwar nachvollziehen, wenn eine Begegnung wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werde, aber nicht wegen Schneetreibens. „Ich muss jetzt erst einmal den Bericht des Referees abwarten. In der Regel wird die Partie aber wiederholt“, erklärte die Staffelleiterin.

Bereits die zweite Halbzeit wurde mit 15-minütiger Verspätung angepfiffen. In der Pause haben die Verantwortlichen des TV Stemmen versucht, den Platz wieder in Stand zu setzen, extra rote Spielfeldlinien nachgezogen. „Stemmen hat sich in dieser Hinsicht vorbildlich verhalten“, lobte auch Schiedsrichter Laumert. „Sie haben alles dafür getan, damit das Spiel weitergehen kann, aber mit Beginn des zweiten Durchgangs habe ich entschieden, dass das Risiko für die Spieler einfach zu hoch ist und deswegen die Begegnung vorzeitig beendet“, erklärte der Unparteiische.

Der Abbruch dürfte den Ottersbergen in die Karten gespielt haben – immerhin lagen sie bis dahin mit 1:3 zurück. Erst brachte Bellmann Stemmen in Führung (6.), die Christian Hennings in der 16. Minute egalisierte. Doch ein Foulelfmeter, den Stefan Ehrke (30.) verwandelte und ein Abstauber-Tor von Martin Illinger brachten den TV Stemmen auf die Siegerstraße – aber eben nur bis zur 65. Minute.

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