Starke zweite Hälfte bleibt unbelohnt

Landesligist HSG Verden-Aller verpasst Überraschung im Derby gegen Daverden

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Verdens Oliver Schaffeld lässt sich von Daverdens Ruben Zeidler (links) und Joost Windßus nicht am Torwurf hindern. Verhindern konnte er das 32:35 aber nicht.

Verden - Von Björn Lakemann. „Für unsere Verhältnisse haben wir eine überragende zweite Halbzeit gespielt“, zeigte sich Sascha Kunze, Trainer des abstiegsbedrohten Handball-Landesligisten HSG Verden-Aller, trotz der Niederlage im Derby gegen den Aufstiegsaspiranten TSV Daverden überaus zufrieden. Zu Recht.

Denn die von Thomas Panitz trainierten Gäste hatten ihre liebe Mühe, um den 35:32 (20:16)-Erfolg an der Aller einzutüten. „Wir haben einfach keinen Zugriff bekommen. Das waren mir eindeutig zu viele Fehler. Und die Deckung war in beiden Hälften viel zu löchrig“, monierte Panitz nach dem Arbeitssieg. Letztlich wollte sich Daverdens Trainer damit aber gar nicht lange aufhalten: „Am Ende des Tages zählen ohnehin nur die beiden Punkte.“

„Daverden ist sicher nicht unsere Kragenweite“

Noch im Hinspiel hatten die Daverdener die HSG beim 37:20 förmlich überrollt. Doch das sollte sich dieses Mal grundlegend ändern und die gut 150 Zuschauer bekamen ein prickelndes Handballmatch geboten. „Daverden ist sicher nicht unsere Kragenweite. Aber wir haben ja nichts zu verlieren“, hatte HSG-Trainer Kunze noch vor dem Anpfiff betont. Entsprechend unbekümmert ging seine Mannschaft zu Werke und legte ein 4:2 (6.) durch Jan Torge vor. Bis zum 13:14 (23.) durch Oliver Schaffeld blieb sein Team immer in Schlagdistanz. Auch beim 16:20 zur Pause war Kunze noch voller Hoffnung auf eine Überraschung: „Wir müssen uns einfach etwas schneller umdrehen.“

Die richtigen Antworten parat

Und siehe da, es funktionierte. Zwar erhöhte Joost Windßus, Daverdens bester Feldtorschütze zunächst auf 21:16, doch der Hunger der HSG schien endlich geweckt. Zehn Minuten nach der Pause stellte Tim Härthe auf 24:25 – die Halle tobte. Der zehnfache Gäste-Torschütze Lajos Meisloh blieb danach cool vom Punkt und Windßuß legte nach – 24:27 (43.). Beim 28:29 (48.) war Verden-Aller das letzte Mal in Schlagdistanz, doch fortan hatte das Panitz-Team immer wieder die richtigen Antworten parat. Als dann auch noch Torhüter Sören Schmincke beim 34:31 (58.) einen Fehler von Ruben Zeidler mit einer glänzenden Parade gegen den freistehenden Tim Härthe ausbügelte, war der Drops endgültig gelutscht. Doch der HSG gelang zumindest noch das Tor des Tages, als Oliver Schaffeld per Kempa zum Endstand traf. „Wichtig war nur, dass wir als Sieger aus der Halle gehen“, so Panitz.

Tore HSG Verden-Aller: Torge (3), Konradt (4), Genee (3), Wolkow (3/3), Albert (3), Rosilius (1), Schaffeld (6), Härthe (8), Fechner (1). Tore TSV Daverden: Wilkens (4), Meisloh (10/5), Zeidler (2), Windßuß (8), Beuße (1), Bodenstab (6), von Salzen (2), Beinker (2).

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