Starke Schlossparkkicker beim Deutschen Altherren-Supercup Ü32 / SC Westfalia Kinderhaus triumphiert / „Sensationell“

Siebter: Etelsen scheitert erst am „Meister“

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Kaum aufzuhalten: Timo Poetukat (rechts) zog mit Etelsen in die Endrunde ein – und landete auf dem geteilten siebten Platz.

Oyten - Von Dietmar Seesko. Der neue inoffizielle Deutsche Meister bei den Altherren Ü 32 heißt SC Westfalia Kinderhaus. Im Endspiel gegen den SV Ebersbach siegte das Team aus der Nähe von Münster dank einer überzeugenden taktischen Leistung nicht unverdient mit 1:0. In einem von der Sicherheit dominierten Finale nutzte der konterstarke SC Westfalia einen solchen zum entscheidenden Treffer.

Meister wurden aber auch Jubiläums-Gastgeber TV Oyten, das Orga-Team um Wettbewerbsleiter Friedel Gehrke sowie die unterstützenden Vereine TSV Bierden, TB Uphusen und TSV Achim. „Keine Frage, es war schon sensationell, was der TV Oyten mit seinem Vorsitzenden Günter Klann und rund 270 Helfern auf die Beine gestellt haben. Ein Dank aber auch an Bierden, Uphusen und Achim, die prima mitgezogen haben. Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es war ein ganz besonderes Highlight. Es stimmte alles. Ich bin mir sicher, dass wir neue Freunde dazu gewonnen haben“, war Friedel Gehrke einfach hin und weg – super happy. Der 10. DAHSC Ü32 war ohne Frage das Sport-Event der letzten Jahre im Kreis Verden und darüber hinaus.

Berauschend, was am abschließenden Turniertag im Oytener Sportpark ablief – schon rein sportlich: Von wegen Alte Herren, da wurde gesprintet, gegrätscht, geschossen und wenn nötig auch mal, im Rahmen des Erlaubten, kräftig hingelangt. Über 2000 Aktive, Fans und Zuschauer waren begeistert. Das Bier floss nach getaner sportlicher Arbeit in Strömen.

Geradezu riesig das Abschneiden des TSV Etelsen: Die Blau-Weißen scheiterten erst in der 2. K.o.-Runde am späteren Deutschen Meister mit 0:1. Hatten viel Pech, als Andre Koopmann nur die Latte traf und Dominik Vogelsinger in der Nachspielzeit einen Freistoß an den Innenpfosten setzte. Die Schlossparkkicker waren raus mit Applaus und einem hervorragenden siebten Rang, den sie sich mit fünf weiteren Teams teilten.

Im entscheidenden Spiel um den Einzug in die Hauptrunde hatte Etelsen gegen den VfB Hermsdorf sicher 2:0 gewonnen. Nach einem Eckball von Stefan Danylyszyn erzielte „Ösi“ Dominik Vogelsinger das 1:0. In der Nachspielzeit war Andre Koopmann mit einem Heber zum 2:0 erfolgreich. In der 1. K.o.-Runde legte die Elf von Koopmann und Timo Poetukat gegen den VfB Lübeck letzte Hemmungen ab. Ging durch Vogelsinger mit unhaltbarem Distanzschuss 1:0 (3.) in Führung. Nach einem Eckball glich der VfB aus. Ein Doppelschlag durch Koopmann zum 3:1 (6./15.) brachte Etelsen endgültig auf die Siegerstraße. Zu spät kam das 3:2 (25.). „Das Erreichen der Hauptrunde war für uns ein ganz großer Erfolg und hat uns sichtlich beflügelt. 22 Akteure haben das Turnier gespielt. Es war eine überragende Teamleistung, „ kommentierte Etelsens Andre Soller. Zuvor hatte aus dem Kreis Verden nur der TSV Bassen vor sieben Jahren die Hauptrunde erreicht.

Ein durchaus positives Fazit für den TV Oyten zog Torsten Rößler aus dem Trainerstab: „Wir sind als Underdog gestartet. Haben uns ab April mit Übergangscoach Torsten Krieg-Hasch aber intensiv vorbereitet. Wir wollten uns anständig verkaufen. Das ist uns gelungen. Unterm Strich lag mehr drin. Leider konnten wir unsere Torchancen nicht nutzen.“ In den Gruppenspielen unterlag der TVO wie berichtet in einem Spiel auf Augenhöhe dem

Trostrunde: Verden im

Finale 5:6 gegen Bayern

MSV Börde Magdeburg etwas unglücklich 0:1. Kam anschließend gegen die SG Hemsbach, trotz überlegenem Spiel und guten Chancen, nicht über ein 0:0 hinaus. Ein blöder Stellungsfehler nutzte der SV Wahlstedt zu einem knappen 1:0-Sieg. Im letzten Spiel der Vorrunde kassierte Oyten in seinem stärksten Spiel eine 1:2-Niederlage gegen Gruppensieger SSV Vimaria Weimar. Daniel Kolf erzielte mit einem prima Schuss aus der Drehung das zwischenzeitliche 1:1. In der Trostrunde schied der TVO gleich im ersten Match gegen dem FV BW 90 Briesen verdient mit 0:2 aus.

Der FC Verden 04 war wie berichtet kurzfristig für den zweifachen AH-Meister Hertha BSC eingesprungen. „Unter Zuhilfenahme von André Soller vom TSV Etelsen ist es mir gelungen, den FC als Ersatzmannschaft zu gewinnen. Wir sind sehr zufrieden und danken Teamchef Florian Kastens für sein großes Bemühen innerhalb kurzer Zeit“, hatte Friedel Gehrke wieder 60 Teams im Spielplan. Erwartungsgemäß hatten dei Allerstädter zum Abschluss der Hinrunde keine Chance aufs Weiterkommen. Zwar gab es gegen die SG Sonnenhof Großaspach einen 1:0-Erfolg, das Team musste aber trotzdem in die Trostrunde. Dort jedoch zogen die Verdener richtig groß auf: Durch ein 1:0 gegen den VfL WE Nordhorn erreichten sie das Achtelfinale, ab dem es im Elfmeterschießen weiter ging. Der FV BW90 Briesen wurde 5:4 besiegt, im Viertelfinale gab es ein 4:2 gegen die SG Leipziger Verkehrsbetriebe und im Halbfinale ein 5:4 über den FSV Dörnberg. Erst im Finale der Trostrunde musste sich die Kastens-Elf 5:6 gegen den großen FC Bayern München geschlagen geben, der damit 25. wurde. Rang 26 ist natürlich ein absoluter Erfolg für Verden.

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