Staatsanwaltschaft Verden fehlen nötige Beweise / Mateuz Peek heilfroh

Uphuser Wettskandal: Ermittlungen eingestellt

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Mediengruppe Kreiszeitung

Uphusen - Von Frank von Staden. Der Rummel um den „Uphuser Wettskandal“ ist endgültig beendet. Am Donnerstag bestätigte der Verdener Staatsanwalt Lutz Gaebel, dass nach dem NFV nun auch die Justiz den Fall ad acta gelegt hat – aus Mangel an Beweisen.

Es war der 1. November 2014, als die beiden Uphuser Oberliga-Fußballer Mateusz Peek sowie Maciej Gawronski in einem Sumpf aus Anschuldigungen, Vermutungen und Untersuchungen durch die Kriminalpolizei sowie später auch durch die Staatsanwaltschaft zu versinken drohten. So machte damals nach dem Punktspiel des TBU gegen den SSV Jeddeloh (2:4) schnell das Wort „Spielmanipulation“ die Runde, in die die beiden Akteure verwickelt gewesen sein sollten. Der Kreis Verden hatte seinen ersten Wettskandal im Fußball (wir berichteten ausführlich).

Gut ein Jahr später bleibt dann aber nichts weiter übrig als heiße Luft. Denn nachdem schon ein Untersuchungsausschuss des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) Mitte 2015 zu der Erkenntnis gekommen war, dass zumindest Mateusz Peek von allen Anschuldigungen frei zu sprechen sei, stellte nun auch die Staatsanwaltschaft Verden die Ermittlungen ein. So erklärte ihr Pressedezernent Lutz Gaebel am Donnerstag: „Letztlich konnten trotz intensiver Ermittlungen nicht genügend Beweise zusammengetragen werden, so dass es zu keiner Anklage gereicht hat.“ Heißt im Klartext: Ein klassischer Freispruch sieht weiß Gott anders aus und ein Grundverdacht ist damit auch nicht ausgeräumt. Doch beiden Fußballern bleibt nun eine Anklage erspart, nachdem diese zwar im Spätsommer bereits erhoben, allerdings noch nicht zugestellt worden war. Dass eine gerichtliche Aufarbeitung letztlich aus Kostengründen nicht stattfinden wird, wollte Gaebel nicht bestätigen. Er wiederholte nur: „Am Ende reichten bei näherer Betrachtung die Beweise einfach nicht aus!“ Auch die Verfahren gegen drei weitere Personen, die nicht aus Spielerkreisen stammen, sind zu Beginn dieser Woche eingestellt worden.

Mateusz Peek, der in dieser Saison sein fußballerisches Glück beim Landesligisten TSV Oldenburg gefunden hat, ist natürlich heilfroh, dass nun in dieser unschönen Angelegenheit alles vorbei ist, und erklärte am Donnerstagabend: „Jetzt kann ich endlich wieder vor die Tür gehen, ohne dass ich von meinen Nachbarn schief angesehen werde!“ Der 31-Jährige erhielt die Nachricht seitens der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. „Es sind nur ein paar Zeilen, in denen mir mitgeteilt wurde, dass der Fall abgeschlossen ist. Für mich ist es wichtig, dass ich es jetzt auch schwarz auf weiß habe. Ich habe immer beteuert, dass an der ganze Sache nichts dran ist und ich nichts damit zutun habe. Klar hat das ganze Drumherum bei mir Wunden hinterlassen. Doch die werden heilen. Ich kann nur hoffen, dass ich mit dieser Geschichte nun endgültig abschließen kann!“

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