Bei Loskutov riecht es nach Trennung

TV Baden: Team-Manager Sagajewski zieht positive Bilanz

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Bejubeln durften die Zweitliga-Neulinge um Ole Sagajewski in der abgelaufenen Hinserie desöfteren geniale Punkte als auch Siege. Am letzten Spieltag vor der Winterpause gar ein 3:2 über den Traditionsverein Moerser SC.

Baden - Von Frank von Staden. Das, was da die Zweitliga-Volleyballer des TV Baden in der ersten Halbserie der Saison 2018/19 als Aufsteiger abgeliefert haben, kann sich sicher mehr als nur sehen lassen. Derzeit liegt das Team von Neu-Coach Fabio Bartolone voll im Soll, hat einen guten neunten Tabellenplatz inne, weist allerdings nur drei Punkte mehr als der USC Braunschweig auf, der momentan den ersten Abstiegsrang belegt.

Bereits am ersten Spieltag ließ der Neuling aufhorchen, als er mit einem Punkt beim 2:3 in Bocholt nach Hause kam. Zwar folgten danach zwei klare Niederlagen gegen Kiel und Schüttorf, doch am 14. Oktober tüteten die Schwarz-Weißen dann ihren ersten glatten Sieg ein, als sie Braunschweig mit einem 1:3 auf die Heimreise schickten. Und dieser Dreier wurde dann nur eine Woche später in Essen vergoldet, als erneut ein 3:1 heraussprang. Es war zu diesem Zeitpunkt die größte Überraschung des Underdogs der Liga.

Klatscht für eine gute Hinserie: Coach Fabio Bartolone.

Doch eine weitere sollte am letzten Spieltag vor der kurzen Winterpause noch folgen. Waren die zwei Zähler (3:2) gegen Schlusslicht Delbrück noch eingeplant, so kannte der Jubel im Hexenkessel Badener Lahofhalle kaum noch Grenzen, als der Traditionsverein Moerser SC ebenfalls mit 3:2 regelrecht niedergerungen wurde. „Natürlich war das das i-Tüpfelchen auf eine gelungene Hinrunde“, schwärmt da Badens Team-Manager Peter-Michael Sagajewski, der in dieser Saison erstmals nicht mehr die Mannschaft einstellt und coacht. 

Diesen Sieg heftet der Badener Volleyball-Macher vor allem seinem Nachfolger Bartolone ans Revers und adelt ihn: „Er hat die Jungs dort abgeholt, wo ich sie abgestellt habe, hat ihnen schon jetzt vieles ins Stammbuch geschrieben und der Spielweise seine Handschrift verpasst. Spielerisch waren wir mit fast allen Teams in dieser Liga auf Augenhöhe. Doch Fabio hat dafür gesorgt, dass die Jungs auch mental gewachsen sind. So glauben sie fest an sich, stecken erst auf, wenn der allerletzte Punkt gespielt ist. Wir haben schon viele Tiebreaks gewonnen. Aber noch nie solch einen wie gegen Moers, als wir ja eigentlich schon uneinholbar zurücklagen.“

Auch zufrieden: Teammanager Peter-Michael Sagajewski.

Sagajewski weiß aber auch, dass im Grunde jede Mannschaft in dieser Liga in der Lage ist, solch ein Ergebnis aus dem Hut zu zaubern. „Als ich den Live-Ticker zwischen Braunschweig und der eigentlichen Übermannschaft Mitteldeutschland verfolgt habe, bekam ich fast graue Haare! Denn die Braunschweiger waren beim knappen 2:3 drauf und dran, dem Meister die erste Niederlage beizubiegen.“

Bereits am 13. Januar steht nun das nächste Heimspiel für die Badener an, gastiert der TUB Bocholt in der Lahofhalle. „Ich hoffe, dass wir mit voller Kapelle gleich wieder ordentlich Musik machen können“, so der Manager. Wobei – einer wird dann wohl erneut auf dem Spielberichtsbogen fehlen: Maksym Loskutov. Der Mittelblocker fehlte häufiger beim Training und fand deshalb bei Fabio Bartolone nur noch wenig Berücksichtigung. Zuletzt ließ er sich auch bei den Punktspielen nicht mehr blicken. Hier riecht es nach Trennung, auch wenn Peter-Michael Sagajewski (noch) nichts davon wissen will.

Gut möglich aber auch, dass der Coach nicht rechtzeitig das erste Training leiten kann. Denn momentan weilt Bartolone noch in seinem Heimatort Catania auf Sizilien, wo vor wenigen Tagen wieder der Vulkan Ätna ausgebrochen ist, Asche spuckt und die Erde erbeben lässt. Der dortige Flughafen ist geschlossen worden. Wann die Regierung ihn wieder öffnen lässt, steht in diesen Tagen noch in den Sternen.

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