Riedes Offensiv-Ass entreißt Langwedel den Sieg

Sonntagsschuss: Schröder der Spielverderber

Dreh- und Angelpunkt des FSV-Spiels: Daniel Throl (am Ball), der hier von Riedes Hendrik Meyer verfolgt und später elfmeterreif gefoult wurde. Aber es gab nur ein 1:1.
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Dreh- und Angelpunkt des FSV-Spiels: Daniel Throl (am Ball), der hier von Riedes Hendrik Meyer verfolgt und später elfmeterreif gefoult wurde. Aber es gab nur ein 1:1.

Langwedel – Noch lange nach Schlusspfiff saß er auf einer Bank neben dem Vereinsheim – Emrah Tavan wirkte angeschlagen. „In so einem Spiel muss man drei Punkte holen, wir haben eindeutig zwei verschenkt!“ Mit dem 1:1 (1:0) am Sonntag im Bezirksliga-Derby gegen den MTV Riede konnte der Trainer des FSV Langwedel-Völkersen nicht zufrieden sein. Ganz anders schlug das Stimmungsbarometer bei den Segelhorstkickern aus. „Das Remis haben wir uns verdient, die Truppe hat gezeigt, dass sie bereit ist, alles rauszuhauen. Wir sind auf einem guten Weg“, strahlte Teammanager Uwe Gräser.

Beide Sichtweisen stimmten. Während die Schwarz-Roten in der ersten Halbzeit viel zu wenig Kapital aus ihrer spielerischen Überlegenheit schlugen, fightete sich der Gast nach der Pause mit aller Macht und allem Einsatz in die Partie und belohnte sich mit dem späten Ausgleich. Die Partie begann Riede mit gehörigem Respekt, überließ den Platzherren das Kommando und versuchte es bei Ballgewinnen mit schnellen Zügen nach vorne.

Zunächst schienen die Langwedeler die Angelegenheit auch in die erhofften Bahnen zu lenken. Nach feinen Doppelpass mit Vittorio Zambrano drang Daniel Throl in den Strafraum ein und konnte von Hendrik Meyer nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte der FSV-Kapitän dann selbst zum 1:0 (15.). Eine Viertelstunde später scheiterte er nach Alleingang an Riedes Torwart Jannik Schumacher – Vorentscheidung verpasst. Erst gegen Ende wurde die Elf von Nils Krüger etwas gefährlich, bei Meyers abgefälschtem Schuss hatte Moritz Nientkewitz Glück (33.). Fritz Schaarschmidts Flachschuss parierte Langwedels Keeper dann sicher (37.).

Tavan: „Dürfen nicht mit 1:1 vom Platz gehen“

Im zweiten Abschnitt brachte die Auswärts-Elf angesichts des Rückstandes ihren Top-Scorer Marvin Just, der in seiner besten Szene für Schaarschmidt auflegte – der Ex-Bassener traf den Ball aber nicht richtig (74.). Insgesamt waren die Rieder nun viel besser im Spiel als noch im ersten Durchgang, weil sie den Respekt ablegten und weiterhin ihre Zweikampfstärke in die Waagschale warfen. Das alles wäre indes nutzlos gewesen, wenn Zambrano die beste Chance der zweiten Halbzeit verwertet hätte: Louis Gehrke marschierte durchs Mittelfeld, bediente den Stürmer – der scheiterte jedoch mit seinem Heber an Schumacher, den aufs Tor fliegenden Ball köpfte Meyer zur Ecke (77.).

So durfte Lennart Schröder noch den Spielverderber geben: Riedes technisch beschlagener Offensiv-Crack wurde zwar zweimal geblockt, ihm gelang dennoch ein Sonntagsschuss von der Strafraumgrenze zum 1:1 (82.). Die letzte Möglichkeit für einen Langwedeler Sieg vergab Gehrke freistehend nach Throl-Solo (88.). Tavan: „Wir haben viele Chancen liegenlassen, den Sack nicht zugemacht und uns nach 90 Prozent Ballbesitz in Hälfte eins noch das Rieder Spiel aufdrängen lassen. Hier dürfen wir nicht mit einem 1:1 vom Platz gehen.“

Von Ulf Von Der Eltz

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