Oytens Mittelfeld-Ass nach Etelsen

Simon Seekamp: „Wenn nicht jetzt...“

Künftig in Blau-Weiß: Oytens Simon Seekamp sieht die Zeit für den nächsten Schritt gekommen und sucht beim TSV Etelsen die Herausforderung Landesliga. 
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Künftig in Blau-Weiß: Oytens Simon Seekamp sieht die Zeit für den nächsten Schritt gekommen und sucht beim TSV Etelsen die Herausforderung Landesliga. Foto: Verein

Oyten – Die endgültige Entscheidung durch den beim außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußball-Verbandes beschlossenen Saisonabbruch mit Aufsteiger nach Quotientienregelung sowie ohne Absteiger (wir berichteten) hat beim TSV Etelsen den Weg freigemacht für einen weiteren Neuzugang: Simon Seekamp wechselt vom Bezirksligisten TV Oyten zum jetzt auch offiziellen Meister und Landesliga-Aufsteiger. „Es hat sich ja nach dem Aussetzen der Saison lange genug gezogen. Nun bin ich froh, dass es für Etelsen mit der Landesliga geklappt hat, und möchte den nächsten Schritt gehen“, erläuterte der 25-Jährige am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung sein Ja-Wort für die Schlossparkkicker.

Dabei streicht der Student der Elektrotechnik in Bremen heraus, dass der Zeitpunkt für ihn ideal sei: „Wenn ich es jetzt nicht wage, wann dann? Es ist doch eine schöne Herausforderung, die ich gerne annehme.“ Der Kontakt war über seine ehemaligen und nun auch wieder künftigen Mannschaftskollegen Benjamin Skupin und Pascal Döpke entstanden: „Sie haben den Etelsern von mir erzählt, die haben sich dann bei mir gemeldet. Ich habe schnell erklärt, dass ich sehr gerne in der Landesliga spielen möchte, so haben wir uns erst mal für eine Saison geeinigt.“

„Ich peile einen Stammplatz an“

Seekamp geht das Abenteuer selbstbewusst an, obwohl er um die Konkurrenz auf seiner Wunschposition im zentralen Mittelfeld weiß: „Ich peile schon einen Stammplatz an und werde etablierte Kräfte wie Micha Langreder oder Stephan van Freeden herausfordern.“ Der Neue will seine Stärken wie Antizipation, Zweikampf- und Kopfballstärke in die Waagschale werfen. Neben den Erfahrungen bei seinem Heimatverein TVO fühlt sich Seekamp auch durch das zweijährige Gastspiel in der B-Junioren-Regionalliga beim SC Weyhe für das höhere Niveau gewappnet. Das Engagement am Schlosspark sieht der 25-Jährige nicht auf diese eine Saison beschränkt: „Sicher müssen wir schauen, ob es klappt und wie es zusammenpasst. Aber ich kann mir das auch gerne langfristig vorstellen, ein Wandervogel bin ich ja ohnehin nicht bei bisher nur zwei Vereinen.“

Dass die Verantwortlichen in Oyten nicht begeistert über den Verlust ihres Leistungsträgers sind, kann Seekamp durchaus nachvollziehen: „Klar finden sie es schade. Aber letztlich gönnen sie mir, dass ich die Chance wahrnehme. Und eine spätere Rückkehr zu meinem Stammverein ist ja auch nicht ausgeschlossen.“

Koopmann: „Aufgepasst, nicht zu überreizen“

In dem Bewusstsein, dass die Oytener Seekamp ungern abgeben würden, hatte André Koopmann auch kleine Bauchschmerzen: „Wir müssen berücksichtigen, dass wir nun den vierten Spieler innerhalb kurzer Zeit vom TVO geholt haben. Da habe ich schon genau überlegt, um nicht zu überreizen.“ Weil der sportliche Leiter beim TSV Etelsen jedoch von den Qualitäten Seekamps voll überzeugt ist, „habe ich ihn genommen, bevor er zu einem anderen Klub in die Landesliga geht. Nur als Ergänzungsspieler wäre der Wechsel zu uns nicht über die Bühne gegangen.“

So zeigt sich Koopmann äußerst froh über seinen Zugang: „Simon ist zwar grundsätzlich im zentralen Mittelfeld zu Hause, aber durch sein fußballerisches Können auch sehr flexibel einsetzbar. Wir freuen uns, dass wir ihn nach unserem Aufstieg von uns überzeugen konnten.“ Der sportliche Leiter bei den Blau-Weißen traut Seekamp die Rolle eines Leistungsträgers allemal zu: „Er wird uns definitiv fußballerisch weiterhelfen, hat im Probetraining einen sehr starken Eindruck hinterlassen – auch menschlich.“

Nach Nils Koehle vom SV Lilienthal/Falkenberg, Dennis Wiedekamp (TV Oyten) sowie den beiden eigenen A-Junioren Mika Jungmann (Sechser) und Josha Fiesacher (Sturm), die wie bereits berichtet in den Landesliga-Kader stoßen, ist Seekamp der fünfte Neuzugang für kommende Saison. „Eigentlich der sechste, denn ich zähle Pascal Kubiak, der vor der Corona-Pause aus Celle zurückgekommen ist, auch noch dazu. Schließlich konnte er bisher kein Spiel für uns betreiten“, wirft Koopmann ein.

Von Ulf Von Der Eltz

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