Simon macht Bock auf mehr

Achim/Baden hilflos beim 22:33 gegen Hastedt

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Achim/Badens Arne Zschorlich, der in dieser Szene von Jan Wiezorrek (21) bedrängt wird, fand nach der deutlichen 22:33-Niederlage gegen Bremen/Hastedt deutliche Worte.

Achim/Baden - Von Björn Lakemann. Letztlich wurde es sogar zu einem Debakel für den ersatzgeschwächte Handball-Oberligisten SG Achim/Baden: Im Heimspiel gegen den Tabellenvierten SG HC Bremen/Hastedt kassierte das Team beim 22:33 (9:19) bereits die dritte Niederlage in Folge und rangiert damit weiterhin auf dem neunten Platz.

Klare Worte fand dann auch SG-Trainer Tobias Naumann, der auf Florian Block-Osmers, Jan Wolters, Dennis Summa und Sören Meier verzichten musste und darüber hinaus auch einen Jan Mühlbrandt auf der Platte hatte, der nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war: „Tendenziell konnten wir keinen etatmäßigen Rückraum aufbieten. Daher geht das Ergebnis auch in der Höhe in Ordnung.“

Noch vor Spielbeginn hatte sich der Gastgeber mit den Worten „Wir sind ein Team“ eingeschworen. Doch davon war zunächst wenig zu sehen. Das lag in erster Linie an Hastedtes Linksaußen Tim Steghofer, der immer wieder zu freien Würfen kam und bereits im ersten Durchgang neunmal zulangte. Das war sicher auch der Tatsache geschuldet, dass SG-Trainer Naumann zwei Bremer kurz decken ließ und sich dadurch Freiräume für Steghofer bildeten. 

Zwar verkürzte der 25-jährige Simon Bock, dessen Einsatz wohl ein einmaliger bleiben wird, auf 5:8 (14.). Doch in der Folge hatte das Team aus der Hansestadt die Partie vor gut 140 Zuschauern voll im Griff. „Männer. Dafür arbeiten wir zu hart in der Deckung“, ärgerte sich Tobias Naumann über Unzulänglichkeiten im Vorwärtsgang. Kurz vor dem Wechsel gelang Steghofer das richtungsweisende 19:9.

Im zweiten Abschnitt nahm die SG-Pleite weiter ihren Lauf und erst nach der 30:15-Gästeführung (49.) durch Linkaußen Kai Wiezorrek nahmen die Gäste den Fuß vom Gas. In dieser Phase näherte sich der Gastgeber auf 20:30 (54.) durch Mühlbrandt. „Wenigstens haben wir den Kopf nicht in den Sand gesteckt“, befand Naumann. Sein Kreisläufer Arne Zschorlich wurde indes viel deutlicher: „Das war einfach unterirdisch. Vorne entwickelten wir keine Ideen und hinten fanden wir auch nicht ins Spiel. Wir müssen uns bei den Aushilfen bedanken und haben das Ding klar in der Abwehr verloren.“ Nur gut, dass die SG jetzt ein spielfreies Wochende hat, ehe es dann erneut in eigener Halle gegen den Elsflether TB geht.

SG Achim/Baden: Meinken, von Seelen; Jacobsen (1), Bock (6), Zysk (3), Podien (2/1), Pfeiffer (2), Janssens (4), Balke, Zschorlich (2), Wendel, Mühlbrandt (2), Schacht.

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