Siegtor in Riede in 85. Minute / Bischoff: „Jungs am Boden – aber sie stehen wieder auf“

Joker Appelhans macht Stich für Verden – 1:0

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Vollversammlung im Verdener Strafraum – aber Mirco Temp köpft den Ball vor Riedes Marc Lindenberg aus der Gefahrenzone. Der FC gewann das Derby gestern 1:0.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. RiedeKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Für dieses Kompliment konnten sich die Fußballer des MTV Riede nichts kaufen: „Sie hätten für ihre kämpferische Einstellung einen Punkt verdient gehabt.“ Das Lob kam von Ziad Leilo, dessen FC Verden 04 gestern das Bezirksliga-Derby glücklich mit 1:0 (0:0) gewonnen hatte – mit einem Joker-Tor: Andreas Appelhans traf in der 85. Minute freistehend per Kopf nach einem Freistoß von Jannes Bade und machte so den entscheidenden Stich für den Titelanwärter.

Coach Leilo sah eine Elf, die schwächer agierte als noch eine Woche zuvor: „Mund abputzen und den Sieg mitnehmen. Das zählt. Aber wir sind spielerisch längst nicht da, wo wir hinwollen.“ Dass der zu lange Rasen am Segelhorst kaum Kombinationen zuließ und viel Kraft kostete, erwähnte er zwar, wollte es indes aber nicht als Entschuldigung gelten lassen. Positiv: Die Allerstädter haben jetzt sechs Punkte mit der Minimalausbeute von zwei Treffern auf ihrem Konto.

Davon sind die Rieder weit entfernt – Uwe Bischoff sieht sein Team aber auf dem richtigen Weg: „Wir hatten heute wieder mehr Personal an Bord und gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind.“ Einzig das Verhalten vorm Gegentor kritisierte der Trainer: „Wir haben in der Pause noch über die Standards gesprochen und wollten sie eigentlich verhindern. Als es aber doch dazu kam, fehlte in Niklas Schlüsselburg natürlich unser bester Kopfballspieler.“ Schütze Appelhans stand nämlich komplett blank vorm Kasten. „Sicher sind die Jungs jetzt am Boden, aber sie werden auch wieder aufstehen. Davon bin ich felsenfest überzeugt,“ machte Bischoff Mut. Über weite Strecken des eher lauen Kicks standen die Rieder in der Abwehr sicher und ließen nur wenig Chancen der uninspirierten Verdener zu. Die waren ohne Marco Wahlers angereist, der am Sonnabend seinen Junggesellenabschied gefeiert hatte. Nach einer ersten Halbzeit, in der nennenswerte Chancen fehlten, besaßen plötzlich die Gastgeber nach schnellen Kontern Hochkaräter: Jakob Keller scheiterte an Stefan Wöhlke (56.) und lupfte dem Keeper in der 69. Minute die Kugel freistehend in die Arme. Bischoff ärgerte sich: „Da hätten wir das 1:0 machen müssen.“ In der letzten Viertelstunde wurde der FC zwingender, Jan Twietmeyer fand in Torwart Marcel Bremer seinen Meister (77.) und schoss knapp drüber (78.). Vier Minuten vor Ultimo hatte Verden Glück, dass es nach Wöhlkes Zusammenprall mit Dennis Knief keinen Strafstoß gab.

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