Zehn Jahre nach Premiere: Luttumer will im September erneut Duathlon-Gold

Siedlitzki träumt vom Jubiläums-WM-Titel

Highlight im kurzen 2020: Christian Siedlitzki als EM-Dritter des Sprint-Duathlons.
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Highlight im kurzen 2020: Christian Siedlitzki als EM-Dritter des Sprint-Duathlons.

Luttum – Da spricht Christian Siedlitzki sämtlichen Sportlern aus der Seele: „Ich hoffe, dass 2021 wieder eine gewisse Normalität einkehrt und Wettkämpfe stattfinden.“ Nach einem von der Coronavirus-Pandemie nahezu völlig zerpflückten Jahr, in dem sich der Ausdauersportler aus Luttum so viel vorgenommen hatte, soll ab dem Frühjahr alles besser werden. Zurzeit hält sich der Österreicher im Ausdauerbereich mit langen Radausfahrten und Laufeinheiten sowie Tabatatraining im Wohnzimmer fit.

Für den Sommer sind hochkarätige Veranstaltungen terminiert. Anfang Juli steht in Targu Mures (Rumänien) die Duathlon-EM auf der Sprintstrecke (5 km Laufen/20 km Rad/2,5 km Laufen) sowie auf der Standarddistanz (10/40/5) auf dem Programm. „Rumänien ist mir gut in Erinnerung. Dort bin ich 2019 schon Vize-Europameister auf der Sprintdistanz geworden“, gibt sich der Aktive des LAV Verden hoch motiviert.

Mitte August könnte es dann schwierig werden, sich zwischen zwei Events zu entscheiden. Zeitgleich finden die Duathlon-EM auf der Mitteldistanz (10/60/10) im deutschen Alsdorf und die Österreichische Meisterschaft im Sprinttriathlon in Blindenmarkt statt. „Da befinde ich mich noch ein bisschen im Gewissenkonflikt“, macht der der Luttumer aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Trost für Wettkampf-Ausfälle wegen Corona als Hoffnung

Bereits drei Wochen steht im September der Saison-Höhepunkt, die Duathlon-WM im niederländischen Almere, auf der Agenda. Bei dieser Multi-WM werden die Meister im Duathlon (Sprint und Standard), im Aquathlon, Aquabike, Crosstriathlon und auf der Langdistanz gesucht. Siedlitzki träumt quasi vom Jubiläums-WM-Titel: „Der besondere Reiz liegt darin, dass ich genau vor zehn Jahren erstmals Weltmeister im Duathlon geworden bin und ich diesen Titel wiederholen möchte. Ich finde, das wäre eine tolle Geschichte.“ Zum Abschluss steigt dann Anfang Oktober in Viborg (Dänemark) noch die Duathlon- WM auf der Mitteldistanz.

Sollten diese Events ausgetragen werden können, wäre es auch für Siedlitzki ein gewisser Trost für 2020, das doch heftig an den Nerven aller genagt hat. Der Ausdauerathlet erinnert sich: „Als Hobbysportler wurden einem die Schwimmbäder und Fitnessstudios geschlossen. Man war auf sich selbst angewiesen. Es gehörte eine tüchtige Portion Willen und Ehrgeiz dazu, sich aufzuraffen und etwas für seine Fitness zu tun. Schließlich hat Gesundheit etwas mit Fitness zu tun.“

Als Dritter bei Sportlerwahl 2019 motiviert für 2020

Schlimmer sei es den Profiathleten ergangen, keine Wettkämpfe bedeuteten auch keine Sponsoren. Und so hätten zahlreiche Berufssportler finanzielle Probleme: „Viele sind sogar zum Aufhören verdammt.“ Als einer, der seine Disziplinen halbprofessionell ausübt, hatte Siedlitzki für 2020 in rund 20 Wettkämpfen große Ziele: „Besonders motiviert war ich, da ich gerade in eine neue Altersklasse aufgerückt war und zu den Jüngsten gehörte. Aber auch mein dritter Platz bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2019 im Kreis Verden hatte dazu beigetragen.“

Das Hauptaugenmerk lag auf den internationalen Wettbewerben. Nicht ganz schmerzfrei war es im Februar in die Saison gegangen, bei der Niedersachsen-Meisterschaft im Cross holte der Luttumer trotz großer Schmerzen (Periformissyndrom) den Titel. Anfang März hatte er noch immer mit Problemen zu kämpfen. „Aber ich wollte bei der Duathlon-EM in Spanien starten. Nur der Wille und der Ehrgeiz waren ausschlaggebend, dass ich als Dritter Bronze errang“, blickt Siedlitzki stolz zurück.

Österreich-Titel ein Silberstreif nach Lockdown

Mitte März folgte wegen Corona der erste Lockdown, somit konnte sich der Ausdauersportler die für Anfang August geplante Triathlon-EM in Schweden und die Duathlon-WM Anfang September in Holland abschminken, beide wurden um ein Jahr verschoben. „Ich trainierte trotzdem weiter und ging mit einer Vereinskollegin schon bei zwölf Grad im Oyter See schwimmen, da die Hallenbäder geschlossen hatten. Dazu spulte ich viele Rad- und Laufkilometer ab“, ließ sich Siedlitzki nicht entmutigen. Und immer die Frage: „Wann ist der Virus vorbei und wann gibt es wieder Wettkämpfe?“

Einen Silberstreif erblickte er Mitte Juli, als im Geburtsland der erste Triathlon als Versuch durchgeführt wurde: „Und es klappte. So habe ich mich kurzfristig entschlossen, auch dank der Hilfe meiner Sponsoren bei der Österreichischen Meisterschaft im Sprinttriathlon Ende Juli am Wallsee zu starten. Eine gute Entscheidung, ich konnte meinen Vorjahres-Titel wiederholen – mit fünf Minuten Vorsprung Gold in meiner Altersklasse.“  vde

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