Armsener holt Silber für Österreich bei den Duathlon-Europameisterschaften

Siedlitzki: Mit Tränen in den Augen über den Zielstrich

Nach seinem Zieleinlauf kannte der Jubel keine Grenzen beim Armsener Christian Siedlitzki. Bei der Duathlon-Europameisterschaft gewann der gebürtige Österreicher die Silbermedaille. - Foto: privat

Armsen - Nächster großer Erfolg für den Armsener Christian Siedlitzki. Bei den Duathlon-Europameisterschaften in Kalkar (Niederrhein) sicherte sich der Österreicher die Silbermedaille auf der Sprintdistanz (5 Kilometer Laufen, 20 Kilometer Radfahren, 2,5 Kilometer Laufen) in seiner Altersklasse 50 bis 54 Jahre.

Eine Ausbeute, mit der Siedlitzki im Vorfeld nicht gerechnet hatte, da er aufgrund eines grippalen Infekts mit gemischten Gefühlen zur EM angereist war. „Da ich mich schon krank fühlte und nicht geregelt trainieren konnte, hatte ich sogar eine Absage meines Starts in Erwägung gezogen. Daher ist die Freude natürlich umso größer, dass es zu einem Podestplatz gereicht hat“, gab Siedlitzki zu verstehen.

In seiner Altersklasse waren 30 Athleten, von denen ein Großteil aus Großbritannien kam, am Start. Als einen der stärksten Konkurrenten hatte Siedlitzki den Engländer Wayne Alyesbury ausgemacht, der den Armsener im Vorjahr auf den dritten Platz verwiesen hatte. Aber auch die deutschen Teilnehmer waren harte gegner für den Österreicher.

Siedlitzki sah seine größte Chance darin, sich gleich zu Beginn vom Feld abzusetzen. Entsprechend ging er dann auch die ersten fünf Kilometer an. Mit Erfolg. Nur zwei Engländer, darunter auch Mitfavorit Alyesbury, konnten sein Tempo mitgehen. Am Ende der ersten beiden Laufrunden zu je 2,5, Kilometer hatte sich Siedlitzki einen Vorsprung von rund 50 Meter auf das restliche Feld herausgearbeitet. Diesen galt es nun auf der Radstrecke zu verteidigen. Dabei machte vor allem der sehr böige und frische Wind den Athleten zu schaffen. Bis zur Hälfe der 20 Kilometer kämpfte Siedlitzki im Wind und verteidigte seine Führungsposition, bis Alyesbury doch an ihm vorbeizog.

Der Armsener blieb jedoch nicht nur in Reichweite zum Führenden, sondern vergrößerte zudem den Vorsprung auf den Drittplatzierten im weiteren Rennverlauf. In der Wechselzone zum abschließenden 2,5 Kilometer Lauf hatte Siedlitzki den Engländer Alyesbury zwar noch vor Augen, doch der Abstand betrug rund 200 Meter. Auch wenn er den Abstand am Ende noch auf rund 15 Sekunden verkürzte, vermochte Siedlitzki den Führenden nicht mehr einzuholen. Das spielte für den Armsener jedoch keine große Rolle, da er auch so mit Tränen in den Augen über die Ziellinie lief und den zweiten Platz fast wie einen Sieg feierte. „Damit war wirklich nicht zu rechnen.

Denn aufgrund meines Infektes fehlte mir gerade auf dem Rad der gewohnte Druck aufs Pedal. Daher bin ich einfach nur überglücklich mit meinem Podestplatz“, ließ der gebürtige Österreicher seinen Gefühlen freien Lauf. „Jetzt gilt es dem Körper erstmal die nötige Erholung zu geben, um dann bei der Weltmeisterschaft Anfang Juni noch einmal alles abzurufen“, hat Christian Siedlitzki den nächsten sportlichen Höhepunkt schon ganz fest im Blick. - kc

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