In Rumänien

Christian Siedlitzki bejubelt EM-Silber

+
Kann hier in der Innenstadt von Targu Mures einen litauischen Kontrahenten überholen: Der in Armsen lebende Österreicher Christian Siedlitzki.

Riesenerfolg für den Armsener Ausdauerathleten Christian Siedlitzki: So holte der Österreicher am Sonntag im Rahmen der Multievent-Europameisterschaften im siebenbürgischen Targu Mures (Rumänien) im Sprint-Duathlon Silber und freute sich darüber später wie ein „Schneekönig“.

Armsen – Für Christian Siedlitzki lief die Saison bisher fürwahr ausgezeichnet – bis auf einen kleinen Schönheitsfehler. Denn bei der Duathlon-WM in Spanien landete er „nur“ auf dem ärgerlichen vierten Platz. Getröstet hatte er sich danach zwar ein wenig mit dem Österreichischen Meistertitel beim Sprinttriathlon und mit dem Niedersächsischen Landesmeistertitel auf der Olympischen Distanz, doch nun wollte er bei der EM als Ältester seiner Altersklasse (50-54) nochmals alle Kräfte sammeln und ein Ausrufezeichen setzen. Und das gelang ihm mit Bravour.

Der Wettkampf wurde im Stadtzentrum von Targu Mures ausgetragen. Zu Beginn mussten die Athleten einen 1250 Meter langen Wendekurs viermal durchlaufen, bevor es aufs Rad ging, um die anschließenden 20 Kilometer zu bewältigen. Gestartet wurde in Altersklassen. Siedlitzki war in der zweiten Welle (M45-80) an der Reihe.

„Überraschend für mich war, dass ich mit dem spanischen Geheimfavoriten und Zweiten der WM gut mithalten konnte. In einer dreiköpfigen Spitzengruppe lagen die ersten Kilometerzeiten bei schnellen 3:25 Minuten. Die Konkurrenz in meiner Altersklasse wurde regelrecht geschockt und musste schon früh abreißen lassen“, ließ Siedlitzki das Rennen noch einmal Revue passieren.

So wechselte der Armsener hinter dem Spanier als Zweiter aufs Rad, wo das Windschatten erlaubt war. Es bildete sich allerdings schnell eine zehnköpfige Spitzengruppe, die das Tempo sehr hoch hielt. „Gefährlich waren dabei die sehr tiefen Kanaldeckel und die vielen Starter auf der Strecke. Es wurde sehr taktiert. Trotzdem lag der Schnitt über 40 km/h“, so Siedlitzki.

Immer den Spanier im Auge ging es für den 55-Jährigen dann in die Wechselzone zum abschließenden Laufen über 2,5 Kilometer. Auf der Strecke konnte der Armsener dann dem Favoriten aber nur noch kurz seinen Atem spüren lassen. „Ich musste dann doch nach kurzer Zeit abreißen lassen. Die Medaille vor Augen mobilisierte ich nochmals alle Kräfte und lief schließlich mit zehn Metern Rückstand als Zweiter ins Ziel Ich bin überglücklich, noch einmal solch einen Erfolg feiern zu dürfen. Unglaublich! Jetzt heißt es regenerieren und am Freitag nochmals beim Aquathlon-Wettbewerb an gleicher Stelle durchstarten. Schon jetzt habe ich im Grunde meine Erwartungen übertroffen. Doch vielleicht kann ich ja noch einmal für eine dicke Überraschung sorgen. Ich werde Vollgas geben“, jubelte Christian Siedlitzki nach der Siegerehrung am gestrigen Abend.  vst

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Kurdenmilizen setzen Abzug aus Nordsyrien fort

Kurdenmilizen setzen Abzug aus Nordsyrien fort

Neues Gerätehaus: Freiwillige Feuerwehr Waffensen feiert Schlüsselübergabe

Neues Gerätehaus: Freiwillige Feuerwehr Waffensen feiert Schlüsselübergabe

Ruderverein Hoya weiht Hochwasserschutzmauer ein

Ruderverein Hoya weiht Hochwasserschutzmauer ein

Freimarkt 2019 - Bilder vom verregneten Sonntag

Freimarkt 2019 - Bilder vom verregneten Sonntag

Meistgelesene Artikel

TBU: Ex-Profi Hollerieth übernimmt

TBU: Ex-Profi Hollerieth übernimmt

Brand beginnt wie der Blitz – 2:1

Brand beginnt wie der Blitz – 2:1

Studium: Ottersberg plant ohne Nicklas Falldorf

Studium: Ottersberg plant ohne Nicklas Falldorf

Evergreen: Grünes Licht von Geils?

Evergreen: Grünes Licht von Geils?

Kommentare