Handball-Talent des Oberligisten SG Achim/Baden wird Profi in den Niederlanden

Sibahi: „Möchte jetzt den nächsten Schritt gehen“

Mohamed Sibahi
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Mohamed Sibahi

Oyten/Achim – Nach geschriebenem Abitur und der längst abgebrochenen Handball-Saison hatte Mohamed Sibahi viel Zeit zum Überlegen. Entweder ein weiteres Jahr beim Oberligisten SG Achim/Baden – oder aber das Abenteuer in den Niederlanden beim dort renommierten Erstligisten KRAS/Volendam aus der Nähe Amsterdams wagen? Denn von dort erhielt der technisch versierte Rückraumspieler schon vor einiger Zeit ein unglaublich lukratives Angebot.

Gestern nun stand dann endgültig für den Delmenhorster fest: Es wird das Abenteur, es geht nach Holland. Damit verliert die SG Achim/Baden eines seiner hoffnungsvollsten Talente. „Ich möchte jetzt einfach den nächsten Schritt gehen. Ich erhoffe mir natürlich genügend Spielanteile, auch wenn ich weiß, dass das ein Riesensprung für mich ist. Der Kontakt besteht schon seit letztem Jahr, damals habe ich wegen meines anstehenden Abiturs aber noch abgesagt“, so Sibahi. Bei der Handbalvereniging KRAS/Volendam warten auf den 20-Jährigen gleich zwei Mannschaften. Ein Team spielt in der ersten holländischen Liga (Eredivisie), wo der Klub bereits sieben Meistertitel einheimste. Ein anderes läuft in der Benelux-Liga (zusammen mit Belgien) auf. Auch dort sprang bereits dreimal Rang eins heraus. Nach zwei Stippvisiten in Volendam stand die Entscheidung fest, der Profi-Vertrag flattert dem erst kürzlich 20 Jahre alt gewordenen Sibahi nun ins Haus.

Sibahi, der momenten noch in einer Bandagenfirma eines ehemaligen Handballers erste Berufserfahrungen sammelt, will das Beste rausholen. In der Woche stehen fünf bis sieben Trainingseinheiten auf dem Programm, was für den jungen Mann eine echte Herausforderung darstellen wird. „Immer auf dem Boden bleiben und Gas geben“, strahlt der 182 Zentimeter große spielintelligente Rückraummann viel Optimismus aus. Den bekanntesten Akteur hat der Klub übrigens in Gerrie Eijlers, der unter anderem bei den Bundesligisten SC Magdeburg sowie GWD Minden aktiv war und nun Torwartrainer des Vereins ist.

Im Kreis Verden verbrachte der junge Akteur vier lehrreiche Jahre beim TV Oyten unter Coach Thomas Cordes. „Der Trainer und die beiden Jahre in der A-Jugend-Bundesliga haben mir viel gebracht und mich geprägt“, so der ambitionierte Handballer. In der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Spielzeit bei der SG seien besonders zwei Partien nachhaltig in Erinnerung geblieben: „Als wir nach hohem Rückstand noch ein Remis in Barnstorf geholt haben und ich den Ausgleich in der letzten Sekunde erzielte. Und natürlich unser Heimsieg gegen den letztlichen Drittliga-Aufsteiger ATSV Habenhausen“, so der Youngster. Und fügt dann noch an: „Im Nachbarland wartet sicher eine schöne Herausforderung auf mich. Doch die nehme ich an.“

Von Björn Lakemann

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