SG Achim/Baden feiert nach 12:17-Rückstand noch einen wichtigen Punktgewinn

Sibahi belohnt die Aufholjagd – 19:19

Mohamad Sibahi (am Ball) fand sieben Sekunden vor dem Ende die Lücke und rettete seinem Team mit dem 19:19 einen wichtigen Punkt gegen den Abstieg. Fotos (2): Töbelmann

Barnstorf - Von Björn Lakemann. „Drin ist drin“, schmunzelte Mohamad Sibahi, der sieben Sekunden vor dem Ende den letzten Treffer der Partie des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden bei der HSG Barnstorf/Diepholz gesetzt hatte. Und der war für das Team von Tobias Naumann gleichbedeutend mit dem 19:19 (8:8)-Endstand. Für die SG ein ganz wichtiger Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

„Das ist richtig geil, wie wir uns in der aktuellen Situation da noch rausgezogen haben“, strahlte der SG-Coach, der allerdings mit der fahrlässigen Chancenverwertung haderte. Nur gut, dass sein Team mit Arne von Seelen einen Ausnahmekönner zwischen den Pfosten hatte, der mit seinen 17 Paraden den Punktgewinn erst möglich gemacht hatte. „Uns hilft jeder Punkt. Aber hätten wir vorne etwas besser abgeschlossen, wäre auch ein Sieg möglich gewesen“, so der SG-Keeper. Auch die Quote von Siebenmeterpunkt ließ zu wünschen übrig, den lediglich drei von sechs brachten die Gäste im Kasten des HSG-Keepers Doatas Birtas unter.

Dabei hätte der Auftakt für das Naumann-Team schlechter kaum verlaufen können. Denn nach nur sieben Minuten galt es den Ausfall von Steffen Fastenau zu kompensieren, der mit Verdacht auf Nasenbeinbruch nach einer überharten Aktion eines Gegenspielers ausscheiden musste. Doch seine Teamkollegen gaben auf dem Parkett die passende Antwort.Insbesondere Kreisläufer Malte Meyer war ein ständiger Unruheherd, stabilisierte die Deckung und zeichnete auch für das 7:5 (21.) verantwortlich. Nach dem 8:8 zur Pause verlor die SG eine doppelte Unterzahl lediglich mit 0:1. Doch statt daraus Stärke zu ziehen, hatten die Naumann-Schützlinge fünf Minuten Ladehemmung – 11:16 (52.). „Diesen Vorsprung müssen wir einfach nach Hause spielen“, monierte HSG-Coach Dag Rieken, der in der 58 Minute eine Auszeit beantragte. Naumann nutzte die Unterbrechung: „Wir wollen die Aktion im Zentrum haben.“ Diese Anweisung erwies sich als goldrichtig. Nach dem 18:19 (60.) durch Noah Dreyer erzielte Sibahi noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich gegen die nachlassende Barnstorfer Deckung.

Keeper von Seelen atmete erstmal kräftig durch: „Am Sonntag gehe ich mit unserem Hund spazieren und lasse mir das Spiel nochmal durch den Kopf gehen.“ Da dürfte von Seelen genug Ansatzpunkte finden, um im Abstiegskampf noch mal richtig anzugreifen.

SG Achim/Baden: von Seelen, Dybol; Block-Osmers (2), Sibahi (2), Schmidt, Windßuß (1), Dreyer (2), Meyer (2), Zilz (2), Jacobsen (2), Fastenau (1), Podien (3/3), Wolters (2), Budelmann.

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