START IN DIE SAISON Tobias Naumann sieht sein Team gut aufgestellt

SG – Luxusproblem im Rückraum

Blicken der kommenden Saison in der Handball-Oberliga zuversichtlich und voller Vorfreude entgegen: Neuzugang Luke Pehling, Co-Trainer Thorben Schmidt, Trainer Tobias Naumann und Rückkehrer Marvin Pfeiffer (von links). Es fehlt: Last-Minute-Neuzugang Lars Auth.
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Blicken der kommenden Saison in der Handball-Oberliga zuversichtlich und voller Vorfreude entgegen: Neuzugang Luke Pehling, Co-Trainer Thorben Schmidt, Trainer Tobias Naumann und Rückkehrer Marvin Pfeiffer (von links). Es fehlt: Last-Minute-Neuzugang Lars Auth.

Achim/Baden – Was war das für eine verrückte Saison für die SG Achim/Baden. Hatte das Team von Tobias Naumann zu Beginn gleich acht Niederlagen in Folge kassiert, grätschte dem Handball-Oberligisten nach einer beeindruckenden Leistungssteigerung und dem Sprung auf den neunten Platz dann die Corona-Pandemie von hinten in die Beine. Daher ist es kein Wunder, dass sich Naumann ein ähnliches Szenario dieses Mal gerne ersparen würde. „Ich hoffe, dass wir bedeutend besser aus den Startlöchern kommen. Aber zweimal in Folge kann es ja auch nicht so blöd laufen“, ist der SG-Trainer überzeugt.

Naumanns Optimismus ist in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass die Mannschaft in der extrem schwierigen Phase der vergangenen Saison noch etwas enger zusammengerückt ist. „Da haben wir alle an einem Strang gezogen und sind den Weg gemeinsam gegangen. Natürlich war das für mich nicht immer einfach, da ich ja in der Hauptverantwortung gestanden habe. Aber letztlich haben wir ja den Turnaround geschafft“, hat der 44-Jährige auch eine große Portion Gelassenheit aus der Situation gezogen und einen Lernprozess durchgemacht.

Gleichwohl will Achim/Badens Trainer aber gar nicht so sehr in die Vergangenheit blicken, sondern fiebert schon jetzt dem Saisonstart entgegen. Dabei kann Naumann erneut auf einen ziemlich eingespielten Kader zurückgreifen. Zwar haben sich mit Noah Dreyer (Oyten), Mohamed Sibahi (Niederlande) und Jannis Jacobsen (eigene Reserve) drei Spieler verabschiedet, doch dafür kehrt mit Marvin Pfeiffer ein alter Bekannter zurück. Der Mittelmann hatte sich erst vor einem Jahr in Richtung des Drittligisten Handball Hannover Burgwedel verabschiedet. „Marvin ist für uns natürlich eine große Verstärkung. Denn er kann nicht nur das Spiel lenken, sondern strahlt auch jede Menge Torgefahr von der Rückraummitte aus“, weiß der SG-Coach um Pfeiffers Qualitäten. Gleiches gilt für Luke Pehling. Zwar konnte der Neuzugang vom Landesligisten SG Arbergen-Mahndorf seine Qualitäten in Folge der Nachwirkungen einer Operation am Sprunggelenk noch nicht unter Beweis stellen, doch Naumann hält große Stücke auf den 22-jährigen Youngster. „Mit Luke müssen wir noch etwas Geduld haben, da ich ihn nicht verheizen will. Er muss erst komplett fit sein. Wenn es dann so weit ist, werden wir sicher noch viel Freude an ihm haben.“ Dritter im Bunde ist Lars Auth von der DJK SV Adler Königshof. Den 22-Jährigen hat es studienbedingt nach Bremen gezogen. Sehr zur Freude von Naumann, der damit seine Vakanz auf der Außenposition schließen konnte.

Nicht ganz so gut gestaltet sich indes die Lage auf der Position des Kreisläufers. Zwar verfügt die SG dort mit Youngster Malte Meyer, dem Senkrechtstarter der vergangenen Saison sowie Fabian Balke und Erik Schmidt nominell über jede Menge Potenzial, doch mit Balkes Einsatz (OP am Knie) rechnet der SG-Coach definitiv erst nach den Herbstferien. Und auch Schmidt hat immer wieder Probleme mit seinem Fuß. „Da darf also nicht viel passieren. Denn dann wird es eng“, weiß Naumann um das latente Risiko. Frei von größeren Sorgen ist der 44-Jährige dafür im Rückraum. Denn neben den Führungsspielern Marvin Pfeiffer und Routinier Florian Block-Osmers, der noch eine weitere Saison zur Verfügung steht, haben Jan Wolters, Steffen Fastenau und auch Joost Windßus zuletzt einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. „Da habe ich die Qual der Wahl. Natürlich hätte ich auch gerne einen Linkshänder oder einen Shooter gehabt, der mir jedes Spiel zehn Tore garantiert. Aber davon gibt es eben nicht so viele. Aber dafür sind wir schwerer auszurechnen, da jeder an einem guten Tag mal ein Spiel im Alleingang entscheiden kann“, spricht Tobias Naumann hinsichtlich seiner Besetzung für die zweite Reihe schon von einem Luxusproblem. „Daher bin ich auch zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen können. Wir müssen nur das, was vor dem Abbruch in der vergangenen Saison gut funktioniert hat, mit in die neue Spielzeit nehmen. Und wenn dann alle fit sind und uns ein guter Start gelingt, kann das eine tolle Saison werden.“

Eine Aussage, die definitiv eintreffen kann. Allerdings stand die Vorbereitung auch in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Denn neben Balke, Pehling und Schmidt hatten auch Fastenau mit Blessuren zu kämpfen. Darüber hinaus ist auch Tobias Freese, der in den Planungen von Naumann eine wichtige Rolle spielt, nach seinem Kreuzbandriss noch nicht wieder der Alte und benötigt noch etwas Zeit. Daher wäre ein gelungener Start extrem wichtig, da er vieles vereinfachen würde. Denn es ist ja auch beileibe nicht sicher, dass es eventuell doch wieder eine Grätsche von hinten in die Beine gibt. Schließlich ist die Corona-Pandemie längst noch nicht beendet.

Von Kai Caspers

Hat in der vergangenen Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht und sich zum Leistungsträger entwickelt: Kreisläufer Malte Meyer. Archiv-
Noch benötigt SG-Rückraumspieler Tobias Freese etwas Zeit, bis er seine Topform erreicht hat. Archiv-

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