Oberligist bietet einen Streamingdienst an / Hygienekonzept abgenickt

SG bestreitet neue Wege

Da war die Freude groß: Das von Torsten Glandien (1. Vorsitzender), Wolfgang Fleischer (Spielwart), Dirk Krampe (2. Vorsitzender) und Teammanager Cord Katz (von rechts) erstellte Hygienekonzept wurde abgenickt.
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Da war die Freude groß: Das von Torsten Glandien (1. Vorsitzender), Wolfgang Fleischer (Spielwart), Dirk Krampe (2. Vorsitzender) und Teammanager Cord Katz (von rechts) erstellte Hygienekonzept wurde abgenickt.

Achim/Baden – Seit einigen Wochen bereitet sich die von Tobias Nauman trainierte SG Achim/Baden schon auf die neue Saison vor. Mindestens genauso akribisch wurde auf Seiten des Handball-Oberligisten auch im Hintergrund gearbeitet. Im Mittelpunkt stand dabei das Hygienekonzept. Kein Wunder, dass Torsten Glandien, erster Vositzender der SG, am Montagabend aus dem Strahlen auch gar nicht mehr herauskam: „Der Landkreis Verden hat unser Konzept abgesegnet. Demzufolge dürfen wir vor Zuschauern spielen. Der erste Schritt ist damit getan. Es kann also losgehen!“

Aber auch wenn Zuschauer erlaubt sind, müssen sich die Fans der SG auf einige Neuerungen einstellen. Denn wie Teammanager Cord Katz erläuterte, ist die Anzahl natürlich begrenzt: „Maximal dürfen 133 Zuschauer dabei sein, wobei fünf Plätze für die jeweiligen Gäste reserviert sein müssen. Und die müssen ihre Plätze eine Woche vorher namentlich anmelden und die dürfen auch nur von den genannten Personen genutzt werden.“ Viel wichtiger ist laut Glandien aber eine ganz andere Tatsache. Denn wie der SG-Vorsitzende, der beim Erstellen des Konzeptes von Dirk Krampe (2. Vorsitzender) und Wolfgang Fleischer (Spielwart) tatkräftig unterstützt wurde, bemerkte, sind alle Heimspiele des Oberligisten schon vor Saisonbeginn ausverkauft. „Nachdem wir den Dauerkartenverkauf angekündigt haben, war das gesamte Kontingent binnen weniger Tage vergriffen. Augenscheinlich halten uns die Leute die Treue und sind wieder geil auf Handball!“ Damit ist aber auch ganz klar, dass es bei den Heimspielen der SG keine Tageskasse mehr geben kann und wird. „Dadurch brechen uns natürlich jede Menge Einnahmen weg, die wir zur Kostendeckung benötigen“, spricht Glandien von einer dramatischen Situation. „Daher hoffe ich, dass die Dauerkartenbesitzer, sollte es einen erneuten Lockdown in der Saison geben, ihr Geld für die entgangenen Spiele nicht einfordern.“ In diesem Zusamenhang machte Katz noch einmal sehr deutlich, dass nicht nur die Fans, sondern auch die vielen Sponsoren der SG in den schwierigen Zeiten die Treue gehalten haben. „Und alle haben auch für die kommende Saison zugesagt. Dafür sind wir extrem dankbar, da wir das Buch sonst hätten zuklappen können.“

Apropos Treue: Da Dauerkarten schon jetzt alle vergriffen sind, haben sich die Verantwortlichen des Oberligisten etwas Neues einfallen lassen – einen Streamingdienst. „Wir wollen alle Heimspiele live und kostenfrei auf Sportdeutschland.TV übertragen. Und damit das auch einen professionellen Eindruck macht, haben wir noch einmal kräftig investiert“, verweist Glandien auf zwei zusätzliche Kameras in der Halle, die dann zum Einsatz kommen werden. Auch das ist mit Arbeit verbunden, da es natürlich auch kommentiert werden soll. „Aber das hat nicht lange gedauert und wir hatten die ersten Freiwilligen“, freut sich Katz über die spontane Zusage von Max Schirmacher, der als Kommentator vorgesehen ist und von Erik Schmidt, sollte er nicht spielen, unterstützt wird. Die Regie liegt in den Händen von Harm Schirmacher. „Gut möglich, dass es da zum Start noch etwas rumpelt. Aber das wird sich sicher schnell einpendeln“, ist Katz überzeugt.

Auch wenn die SG das erste Heimspiel gegen Schwanewede/Neuenkirchen erst in vier Wochen (10. Oktober) austrägt, sind jetzt schon alle nötigen Schritte in die Wege geleitet. Dass die Fans dabei einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstandsregeln sowie Laufwege einhalten müssen, ist sicher das kleinste Übel. Viel wichtiger ist doch, dass es wieder losgeht und alle die, die nicht in der Halle dabei sein können, auf den Streamingdienst zugreifen können.

Von Kai Caspers

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