SG setzt ein dickes Ausrufezeichen

Die Unterstützung von Jan Mühlbrandt (rechts) zahlte sich für die SG aus. Archiv-Foto: häg

AUS DELMENHORST BERICHTET BJÖRN LAKEMANN

Delmenhorst – Dank seiner besten Saisonleistung feierte Handball-Oberligist SG Achim/Baden einen verdienten 32:26 (16:14)-Erfolg im Gastspiel beim Tabellenvierten HSG Delmenhorst. Entsprechend zufrieden war dann auch Trainer Tobias Naumann: „Unsere gute Deckung war der Schlüssel zum Sieg. Aber das hätte alles nichts gebracht, wenn wir nicht so eine starke Qualität im Abschluss an den Tag gelegt hätten.“ Währenddessen tanzten seine Jungs den Siegertanz und der neunfache Torschütze Jan Wolters fand als erster die Sprache wieder: „Das war ein dickes Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt. Und für mich lief heute wirklich alles.“ Dagegen war HSG-Coach Jörg Rademacher völlig bedient: „Meine Mannschaft hatte keine Einstellung und unser Rückraum war ein Totalausfall.“

Der verletzte Tobias Freese hatte noch vor Spielbeginn auf einen Punktgewinn gehofft. Aber dafür müsse laut ihm auch die Deckung stehen. Und die rührte wahrlich Beton an. Nach dem einzigen Treffer des Ex-Oyteners Stefan Timmermann zum 3:3 (7.) übernahm die SG die Spielkontrolle. Als der vierfache Torschütze Joost Windßuß auf 8:5 (15.) stellte, erhöhte die Gäste das Tempo. Dabei ließen sie sich auch von einem kurzen, unschönen Zwischenfall des Delmenhorster Vorsitzenden, der tätlich gegen einen jungen SG-Fan eingriff, nicht aus der Ruhe bringen. Dem umsichtigen Regisseur Florian Block-Osmers gelang das 13:9 (21.). Zudem stabilisierten die Aushilfen Jan Mühlbrandt und Moritz Schlebusch die Deckung und hatten ihren Anteil am Erfolg in der Fremde.

Nach dem Wechsel hatten die gut 200 Delmenhorster Zuschauer auf eine Wende gehofft, doch lediglich die stattliche Anzahl Gäste-Fans hatte Grund zum Strahlen. Als auch noch Keeper Martin Dybol einen Siebenmeter von Jörn Janßen parierte, war das der nächste Nackenschlag für den Rangvierten. Angeführt von einem starken Arne von Seelen (16/3 Paraden) zwischen den Pfosten, zeigte die SG, wo der Hammer hängt. Dem in Delmenhorst wohnenden SG-Akteur Mohamad Sibahi war es vergönnt, mit seiner einzigen Bude beim 26:21 (50.) für die Vorentscheidung zu sorgen. Routiniert brachte die junge Gäste-Mannschaft den Auswärtscoup in trockene Tücher und verließ damit die Abstiegsränge. „Mein Team hat aufopferungsvoll gekämpft und sich den wichtigen Erfolg redlich verdient“, sparte SG-Trainer Tobias Naumann nicht mit Lob.

SG Achim/Baden: Dybol, von Seelen; Block-Osmers (5/2), Zilz (1), Sibahi (1), Jacobsen (1), Wolters (9), Podien (6), Windßuß (4), Budelmann, Meyer (4), Dreyer, Schlebusch, Mühlbrandt (1).

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