Bösch-Nachfolger gelingt mit RW Achim wichtiges 4:2 über Stemmen

Senci: Sieger als Trainer und Torschütze

+
Das 1:0 für Achim: Behcet Kaldirici ließ Nils-Ole Beckmann stehen und traf per Schrägschuss. Am Ende hieß es 4:2.

Achim - Von Ulf von der Eltz. Erst die Reißleine gezogen, dann den letzten Strohhalm ergriffen: Fußball-Bezirksligist 1. FC Rot-Weiß Achim feierte am Sonntag unter dem neuen (alten) Trainer Faruk Senci einen überaus wichtigen 4:2 (1:1)-Erfolg über den TV Stemmen. „Jetzt haben wir den Relegationsplatz wieder selbst in der Hand“, freute sich der Nachfolger von Ingo Bösch über seinen perfekten Einstand. Am vorletzten Spieltag (22. Mai) können die Achimer im direkten Duell in Bothel den dortigen TuS auf den ersten Abstiegsrang schießen.

Noch am späten Freitagabend hatte der Vorstand Bösch von seinen Aufgaben entbunden. Chef Rolf Fronda: „Ingo hat gute Arbeit geleistet. Letztlich waren wir aber der Meining, dass er die Spieler nicht mehr erreicht und haben daher gehandelt. Frei nach dem Motto, dass neue Besen gut kehren.“ Bösch selbst zeigte sich zwar enttäuscht, lobte die Führungsetage jedoch für die klare Entscheidung: „Es ist legitim, zur letzten Maßnahme zu greifen. Und es ist alles fair und nicht hinter meinem Rücken abgelaufen.“ Der Ex-Coach ließ offen, ob und wie er in Zukunft bei den Achimern eingebunden werden kann. Oder ob er sich anders orientieren wird.

Dass unter Bösch vieles richtig gemacht worden sei, untermauerte „Drei-Spiele-Trainer“ Senci: „Ich habe die Mannschaft nicht viel anders vorbereitet als Ingo. Für ihn finde ich es sehr traurig. Aber wenn die Ergebnisse fehlen, ist das nun mal so im Geschäft. Als mich der Vorstand gebeten hat, wollte ich das Team nicht im Stich lassen.“

Gegen den TV Stemmen zeigten sich die Rot-Weißen jedenfalls von Beginn an hellwach und dominierten das Geschehen. „Jeder hat für jeden gekämpft und ist sich der Lage bewusst“, lobte Senci denn auch die Truppe. Ganz und gar nicht zufrieden zeigte sich TV-Manager Claus Gerken: „Die Einstellung hat bei uns gefehlt, wir haben nicht das umgesetzt, was wir wollten. Richtiger Sommerfußball, hingegen agierten die Achimer wesentlich einsatzfreudiger.“ So blieben die Gäste harmlos und gerieten schon in der 17. Minute in Rückstand, als Behcet Kaldirici nach Kopfball-Vorlage von Fikret Karaca mit einem Schrägschuss zum Achimer 1:0 erfolgreich war (17.). Völlig überraschend kam Stemmen dann zu Ausgleich: Eine unübersichtliche Situation bei einer Flanke wertete Schiri Schleupner als Foul von Keeper Dennis Welke, den Strafstoß verwandelte Douglas Grun zum 1:1 (43.). Kurz vorm Pausenpfiff holte Welke einen Schuss von Bastian Nack aus dem Winkel.

Den zweiten Abschnitt gestalteten die Platzherren gegen schläfrige Stemmener ebenfalls überlegen. Eine Ecke von Behcet Kaldirici nutzte Ahmet Kaldirici flach zum 2:1 (61.). Entschieden war das Match praktisch mit dem 3:1, als Senci mit einem geschickten Aufsetzer Keeper Timo Jeschke überraschte (66.). Achim vergab nun zahlreiche Chancen, mit seinem zweiten Treffer sorgte Senci für das 4:1 (74.) – der Trainer-Torjäger setzte sich nach Zuspiel von Behcet Kaldirici gegen Nack durch und vollendete. Nur noch der Statistik diente das 4:2 (90.) durch Tobias Lehmanns Abstauber, nachdem Welke einen Grun-Schuss noch abgewehrt hatte. Das erlebte Ferdi Yilmaz nicht mehr auf dem Platz mit, weil er wegen unsportlichen Verhaltens Gelb-Rot gesehen hatte (86.).

Terror in Istanbul: Die meisten Opfer sind Polizisten

Terror in Istanbul: Die meisten Opfer sind Polizisten

Bereits sieben Tote nach Zug-Inferno in Bulgarien

Bereits sieben Tote nach Zug-Inferno in Bulgarien

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Riesenjubel in Grün-Weiß

Riesenjubel in Grün-Weiß

Meistgelesene Artikel

SG – Naumann übernimmt

SG – Naumann übernimmt

Das Aus: SG und Aevermann trennen sich

Das Aus: SG und Aevermann trennen sich

Kato Tavan – jetzt wird er ein Verdener

Kato Tavan – jetzt wird er ein Verdener

Muzzicato: „Natürlich muss auch ich mich hinterfragen“

Muzzicato: „Natürlich muss auch ich mich hinterfragen“

Kommentare