START IN DIE SAISON Hülsens Neuer aus Ottersberg im Urlaub

Sehnsucht nach Sturmduo Acarbay/Franco

Der neue Assistent präsentiert fünf seiner Zugänge beim Fußball-Bezirksligisten SVV Hülsen: Co-Trainer Benjamin Bauer, Daniel Fedder, André Mielmann, Marvin Mell, Timon von Wille und Jesse Bahrs (von links).
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Der neue Assistent präsentiert fünf seiner Zugänge beim Fußball-Bezirksligisten SVV Hülsen: Co-Trainer Benjamin Bauer, Daniel Fedder, André Mielmann, Marvin Mell, Timon von Wille und Jesse Bahrs (von links).

Hülsen – Der Bau des neuen, schmucken Vereinsheims war längst abgeschlossen – da begannen die Verantwortlichen beim SVV Hülsen mit den Umbauarbeiten in ihrer Mannschaft. Mit dem klaren Ziel, die Meisterrunde in der zweigeteilten Bezirksliga zu erreichen, wurde der Kader punktuell verstärkt. „Vor allem fürs Spiel nach vorne mussten wir einiges tun, die Defensive hatte aus meiner Sicht in der vergangenen Saison gut gestanden“, blickt Coach Jan Twietmeyer auf die Planungen zurück.

Gesagt, getan: Vom TSV Ottersberg wurde Enes Acarbay zum „etwas anderen Verein“ gelotst. Den landesliga-erfahrenen Offensiv-Kicker können die Hülsener mindestens im ersten Match am Sonntag gegen Ritterhude aber noch nicht einsetzen, der 28-Jährige hat sich überraschend in den Türkei-Urlaub verabschiedet – Termin für die Rückkehr ungewiss. Mit ihm wird also erst nach Saisonstart geplant werden können.

Anders sieht es bei Rafael Franco aus – der nach zwei Jahren aus Köln vom dortigen Landesligisten SC Borussia Lindenthal-Hohenlind zu den Schwarz-Weißen zurückkehrt. Zwar besaß der Außenbahnspieler immer ein Zweitspielrecht für den SVV, das aber nur für die Kreisklassen-Mannschaft gegolten hat. Jetzt kommt er mit Erstspielrecht, das am Dienstag frisch vom Verband genehmigt wurde. „Mit Rafa und Enes sind wir natürlich in der Offensive richtig gut aufgestellt“, sehnt Twietmeyer die Spiele mit dem Duo herbei.

Keeper André Mielmann hat Stammplatz-Potenzial

Als Neuen mit Stammplatz-Potenzial sieht der 33-jährige Trainer den Ex-Verdener André Mielmann (27), mit dem es im zweiten Anlauf klappte. Mielmann ging in den Zweikampf mit Dennis Richter, danach soll erstmals nach dem Weggang von Bastian Rosilius (jetzt Torwart-Trainer) endlich eine richtige Nummer eins zwischen den Pfosten stehen. In den vergangenen zwei Serien war die Besetzung dieser wichtigen Position immer mal wieder unsicher gewesen.

Ansonsten wurden Talente aus dem eigenen Nachwuchs in den Bezirksliga-Kader geholt. Marvin Mell kehrt von der U19 der JSG Baden/Etelsen zu seinem Stammverein heim, der Innenverteidiger gilt als körperlich robust, wurde aber durch eine Oberschenkelzerrung zurückgeworfen. Twietmeyer: „Er hat das Potenzial, es zu packen, muss sich jedoch noch an das Tempo gewöhnen.“ Das bringt Daniel Fedder schon mit. Der bevorzugt für die defensiven Bahnen eingeplante Youngster ist bissig, muss sich indes ebenso noch im Herrenbereich zurechtfinden. Twietmeyer: „Daniel ist ganz nah dran am Team.“

Timon von Wille und Jesse Bahrs müssen dranbleiben

Das gilt noch nicht für Timon von Wille, den der Coach vom Innenverteidiger zur hängenden Spitze umschulte, und Jesse Bahrs, der die linke Offensive beackert: „Beide brauchen Zeit, sich körperlich anzupassen. Sie müssen dranbleiben und weiter Einstellung und nötigen Willen zeigen.“

Somit sehen die Vorwärts-Kicker die Weggänge aufgefangen. Wobei der Abschied von David Röhnert zum TSV Dörverden menschlich schmerzt. „Er war wichtig fürs Team, konnte aber fast zwei Jahre wegen eines Kreuzbandrisses nicht spielen“, schließt Twietmeyer eine Rückkehr für die Zukunft nicht aus. Die wird es bei Thomas Mutlu (zu Tur Abdin Delmenhorst) nicht geben, zumal die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Atlas- und Uphusen-Routinier ohnehin nur für sechs Monate geplant gewesen war. Der SVV-Coach: „Thomas ist selbstständig und findet einfach nicht mehr die Zeit, was natürlich schade für uns ist.“

Coach Twietmeyer: „Felix Wolf kann locker höher spielen, wenn...“

Aus dem bisherigen Kader erwartet Twietmeyer, der Ende 2020 die B-Lizenz in den Händen halten will („ist sehr hilfreich für den Aufbau des Trainings und fürs Arbeiten auch in höheren Klassen“), einen großen Sprung von Verteidiger Manuel Schulz, der mit Zweikampfstärke glänzt und die jungen Nebenleute lenken soll: „Wenn er im Aufbau besser wird, ist er ein absoluter Führungsspieler“, frohlockt sein Übungsleiter. Neben dem „ewigen Hülsener“ Marcel Meyer, den noch eine Leistenverletzung hindert, sticht Offensiv-Waffe Felix Wolf mit seiner Dynamik heraus. Twietmeyer: „Wenn er das Temperament zügelt, kann er locker höher spielen.“

Die Qualität sieht der Delmenhorster, der in einem großen Bremer Marineunternehmen in der Programm- und Auftragssteuerung arbeitet, also allemal für die Meisterrunde: „Die Jungs sollen sich weiterentwickeln, im Training hungrig bleiben und alles ins Spiel transportieren. Wenn wir die richtige Einstellung haben, können wir jeden schlagen. Wenn nicht, können wir aber auch gegen jeden verlieren.“

Vorstandsmitglied und Spieler Klaas Neumann über das Team

WER . . .

. . . ist der Schnellste im Kader? Rafael Franco gehört zu den Schnellsten. Und Maurice Bertram – der rote Blitz. . . . hat den härtesten Schuss? Eindeutig Florian Funke. Immer Winkel oder Wolken.

. . . hat bei Standards, vor allem bei Freistößen, das Kommando?

Bei ruhenden Bällen sind Marcel Meyer und Amer Özer dabei.

. . . ist der Gute-Laune-Beauftragte?

Tjare Müller, der hat immer einen guten Spruch auf Lager.

. . . weiß das Team zu pushen, wenn es mal nicht läuft im Spiel?

Marcel Meyer, der mehr redet als läuft.

. . . hat den außergewöhnlichsten Spitznamen?

Manuel Schulz wird Schuuulleeeee gerufen.

. . . braucht vor und nach Spielen am längsten in der Kabine?

Benny Bauer und Sean Al-Kaledi.

. . . ist euer Kabinen-DJ und welche Musikrichtung ist derzeit die angesagteste? Gehen die Meinungen dabei evtl. auseinander?

Marcel Meyer ist unser Schallplatten-Jesus. Die Meinungen gehen immer auseinander.

. . . ist die größte Sportskanone, die nicht nur reiner Ballstreichler ist?

Felix Wolf und Rafael Franco sind da als erste zu nennen.

. . . ist am aktivsten in den Sozialen Medien?

Yannis Meyer, auch wenn´es mit der Koordinierung beim Fußball bei ihm des Öfteren hapert, macht er das durch sein soziales Engagement wett und sorgt für die richtige Darstellung des Vereines in den öffentlichen Medien.

. . . hatte denn dann die beste Ausrede, warum er nicht zum Spiel erscheinen konnte?

Bei einem Akteur – der Name bleibt geheim – wurde von seiner Freundin, davon der Cousine, davon einem Freund, die Tochter getauft. Und er konnte somit nicht am Spiel teilnehmen!!!

SVV Hülsen im Stenogramm

Zugänge: André Mielmann (TV Jahn Schneverdingen), Enes Acarbay (TSV Ottersberg), Rafael Franco (SC Borussia Lindenthal-Hohenlind), Marvin Mell, Daniel Fedder, Jesse Bahrs, Marvin von Wille (alle eigene Jugend).

Weggänge: David Röhnert (TSV Dörverden), Zekirja Palloshi (SV Polizei Bremen), Thomas Mutlu (Tur Abin Delmenhorst).

Restkader: Dennis Richter (Tor), Manuel Schulz, Klaas Krause, Sebastian Koltonowski, Björn Borkowski, Ahmed Leilo, Gianluca Müller, Klaas Neumann, Marcel Meyer, Tjare Müller, Maurice Bertram, Muhamed Özer, Sean Al-Kaledi, Florian Funke, Amer Özer, Felix Wolf, Yannis Meyer, Malte Schultze.

Trainer: Jan Twietmeyer (im 2. Jahr).

Co-Trainer: Benjamin Bauer (neu).

Torwart-Trainer: Bastian Rosilius (neu).

Betreuer: Peter Mannsfeldt

Saisonziel: Meisterrunde

Favoriten: TSV Bassen, FC Hambergen

Von Ulf Von Der Eltz

Warten auf seine Rückkehr: Enes Acarbay.
Hoffnungsträger der Offensive: Rafael Franco.

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