Uphuser Keeper patzt gegen Bückeburg / „So steigen wir ab“ / Neuzugang Wirth

Seegers kapitaler Bock der negative Höhepunkt – 2:3

Sedat Yücel (am Ball) mühte sich gegen den VfL Bückeburg nach Kräften – entscheidende Akzente konnte aber auch der Linksverteidiger nicht setzen. So kassierte der TB Uphusen am Sonntag eine schlimme 2:3-Heimpleite. - Foto: Hägermann

Uphusen - So bedient war Dennis Offermann selten vom Platz geschlichen – am Sonntag hatte der Trainer des Fußball-Oberligisten TB Uphusen auch allen Grund dazu: Mit einer katastrophalen Defensiv-Leistung handelten sich die Arenkamp-Kicker eine unnötige und vor allem schlimme 2:3 (1:2)-Heimpleite gegen den VfL Bückeburg ein.

Ausgerechnet im Duell mit dem Vorletzten, gegen den der Turnerbund mit dem eingeplanten Dreier seinen Abstiegsrang verlassen wollte, kassierte er einen herben Rückschlag. Dabei schenkten die Uphuser dem Gast geradezu die Treffer, weil sie stümperhaft das einrissen, was sie sich mit einer passablen Offensiv-Leistung aufgebaut hatten. „So steigen wir ab“, formulierte Offermann drastisch, „da gibt es auch nichts schönzureden.“ Seiner Enttäuschung über den Aufritt machte er noch mehr Luft: „Für die Zuschauer ist das beschämend.“

Den negativen Höhepunkt lieferte Leon Seeger, der bei einen Rückpass von Sedat Yücel so lange zögerte, bis ihm Bastian Könemann das Leder abjagte und zum 2:3 einschob (60.). Klar, dass der Keeper beim Verlassen den Platzes den meisten Trost benötigte. Aber auch seine Vorderleute trugen mit Patzern zur Pleite bei – angefangen mit Denis Spitzer. Der Innenverteidiger trat nach einem Foul von Nico Stolte an Mustafa Azadzoy zum Strafstoß an und scheiterte kläglich an Torwart Patrick Spilker (18.). Warum nicht wie gewohnt Yücel zum Punkt geschritten war, wusste Offermann nicht: „Da wir noch drüber zu reden sein.“

Sieben Minuten später konnte Stefan Denker nach einem weiten Diagonalschlag die Flanke von Marcel Buchholz nicht verhindert – Bastian Könemann köpfte zum 0:1 ein. Ebenfalls per Kopf nach Dikollari-Flanke glich Bekim Murati schon im Gegenzug zum 1:1 aus. Haarsträubend war das Abwehrverhalten vor dem 1:2 durch Fabio Battaglia (45.+5), als Spitzer den bereits gestürzten Flankengeber gewähren ließ. „Dass eine Mannschaft mit zehn Prozent Ballbesitz zur Pause 2:1 führt, ist unbegreiflich“, haderte Offermann.

Wiederum zu einem günstigen Zeitpunkt gelang der Heimelf der abermalige Ausgleich, als Saimir Dikollari geschickt ablegte und Benjamin Titz zum 2:2 vollendete (52.). Trotz weiterhin druckvollem Spiel konnten sich die Uphuser zunächst keine klaren Torchancen erarbeiten. Erst nach dem 2:3 prüfte Titz Keeper Spilker mit einem Freistoß (66.) und drosch der eingewechselte David Airich die Kugel nach geschicktem Yücel-Lupfer freistehend über den Kasten (80.).

War die Stimmung nach diesem Niederschlag entprechend schlecht, gibt es auf dem Personalsektor eine erfreuliche Nachricht: In Maximilian Wirth haben die Uphuser den ersten Neuzugang für die nächste Saison in trockenen Tüchern. Der 20-Jährige kommt von Bremen-Ligist Brinkumer SV – dem Ex-Club von Dennis Offermann. Über den Coach liefen auch die Kontakte. „Es ist sein Wunschspieler. Maxi wollte sich verändern, er passt menschlich und spielerisch gut in unsere Truppe“, erläuterte Teammanager Markus Nesemann am Abend auf Nachfrage dieser Zeitung. Wirth ist auf der rechten Außenbahn im Mittelfeld eingeplant, dürfte dort den Konkurrenzkampf erhöhen. Eine richtige Maßnahme, wie das Bückeburg-Match zeigte.

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