Wieder ein Beteiligungsrekord

Schwimmer „sahnen“ mächtig ab

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Aus den Händen von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (3.v.r.) und KSB-Chef Gerhard Behling (2.v.r.) erhielten die Sportler des Jahres die Gold-Pokale und damit die Würdigung ihrer Ausnahmeleistungen. 

Verden - Von Frank von Staden. Die Sportlerwahl im Landkreis Verden ist und bleibt ein wahres Kraftpaket. 34 Jahre rufen nun schon der Kreissportbund, die Mediengruppe Kreiszeitung und die Kreissparkasse zu dieser Traditionsveranstaltung auf.

Und diesmal nahmen erstmals weit über 10 000 Leser unserer Zeitung den Stift oder die Computermaus zur Hand, füllten akribisch die Stimmkarten aus oder setzten ihre Klicks, um ,,ihre“ Sportlerin, ihren Sportler und ihre Mannschaft des Jahres aufs Siegerpodest zu hieven.

Die Spannung bei der Auszählung war auch in diesem Jahr trotz der enorm hohen Teilnehmerzahl kaum zu überbieten. Fast bis zum Einsendeschluss lagen in allen drei Kategorien gleich mehrere Nominierte Kopf an Kopf im Spitzenfeld, entschieden quasi erst die allerletzten Karten und Klicks über den Ausgang dieses Highlights in der Sportszene des Kreises Verden. Selbst der „Gold-Platz“ bei den Herren war wenige Stunden vor Ablauf der Einsendefrist nicht in „trockenen Tüchern“.

Am Sonnabend dann wurde das größte Geheimnis dieser (Sport)Region gelüftet. Vor rund 8000 Zuschauern, Fernsehkameras und unter großem Blitzlichtgewitter erhielten unsere Spitzensportler in der Verdener Niedersachsenhalle aus den Händen des Niedersächsischen Ministers für Inneres und Sport, Boris Pistorius, und Verdens KSB-Chef Gerhard Behling die begehrten Siegertrophäen. Dabei herrschte in diesem Jahr eine ganz besondere Atmosphäre. Immerhin könnte die 34. Sportlerwahl im Kreis Verden ebenso die letzte gewesen sein – wie die 30. Sport & Schau, die bekanntlich aus der Sportlerwahl hervorging.

1981 war es, als die damalige Oytener Handballerin Petra Boueke (spätere Nationalspielerin), der LGKV-Ausnahmelangstreckler Michael Spöttel und die einstigen Bezirksoberliga-Fußballer des TSV Fischerhude offiziell und natürlich noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Sieger der 1. Sportlerwahl im Landkreis Verden in den Redaktionsräumen der Verdener Aller-Zeitung geehrt wurden. Während Spöttel bis 1984 viermal nacheinander die Siegertrophäe mit nach Hause nehmen durfte, schaffte das danach Leichtathlet Stefan Mattern von 1985 bis 1989 gar fünfmal – bis heute unübertroffen!

Wie es ausschaut, wird nun Tennis-As Oliver Mutert der letzte Erbe von Spöttel, Mattern & Co. sein. Der Spezialist des „weißen Sports“ setzte sich bei der 34. Wahl mit 7997 Stimmen hauchzart gegen Leichtathlet Paul Krempel (7930) durch. Mit etwas Abstand folgte auf dem Bronzeplatz Schwimmer Kevin Frenkel vom TSV Achim.

Apropos Schwimmer: Die sahnten in diesem Jahr aber so richtig ab, waren in allen drei Kategorien vertreten. So dominierte nach 2012 erneut Anna Lefers bei den Sportlerinnen, erhielt von unseren Lesern per Karte und Mausklick schon fast unfassbare 13074 Stimmen. Allerdings wurde sie bei der Ehrung durch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und KSB-Chef Gerhard Behling von ihrer Schwester Sina vertreten, da sie selbst ein Auslandsjahr in den USA absolviert. Ihr folgten die junge Kanutin Kyra Klaft vom WSV Verden (9440) sowie die Badener Sportschützin Heidrun Schäfer (7990).

Sport und Schau in Verden 2014

Sport und Schau in Verden - Teil 1

Sport und Schau in Verden - Teil 2

Bei den Mannschaften schließlich komplettierte das Damen-Team des TSV Achim den totalen Triumph der Schwimmer. Ganz souverän (9740) landete die Riege als aktueller Landesmeister vor dem Ruder-Duo Charlotte Hoffmann/Leah Wiebe vom Verdener Ruderverein (5701). Ein Abo bei der Sportlerwahl haben zudem fast schon die Radpolo-Damen des RV Etelsen. Dabei liefen Claudia Liesau und Anika Müller erneut auf Platz drei mit 5667 Stimmen ein.

Bilder von der After-Show-Party

After-Show-Party der Sport & Schau in Verden

Was wieder einmal überraschte: Die große Leserschar hatte ein gutes Näschen bei dieser Wahl, glichen sich ihre Platzierungen doch fast mit denen der Wahl-Jury.

Eines aber sollte bei all dem Lob für die Sieger nicht vergessen werden: Gewinner sind alle – von Platz eins bis elf. Immerhin wurden sie unter allen Sportlern und Teams im Kreis Verden auserwählt, ihre Fachschaft bei der Sportlerwahl zu vertreten. Und das taten sie mehr als würdig. Ihnen allen gilt unsere Hochachtung.

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