Zum dritten Mal in Folge siegt eine Amazone im Großen Preis der VER-Dinale

Schwedin Emanuelsson führt Frauen-Power in Verden fort

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Aus den Händen von Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann (l.) und Turnier-Chef Kurt-Henning Meyer (r.) erhielt Emma Emanuelsson die Siegprämie samt Blumenstrauß.

Verden - Von Frank von StadenZum dritten Mal in Folge setzte sich gestern Abend im Großen Preis von Verden, eine Drei-Sterne-Springprüfung der Klasse S, eine Amazone die Krone bei der VER-Dinale auf. Nach Eva Bitter 2012 und Laura Klaphake im vergangenen Jahr dominierte diesmal die 28-jährige Schwedin Emma Emanuelsson mit ihrem elfjährigen Schimmelwallach Titan vor knapp 1000 Zuschauern in der Niedersachsenhalle.

In einer spannungeladenen Siegerrunde der besten zehn Paare aus einem zuvor 38-köpfigen Starterfeld behielt die Blondine aus der Nähe von Göteborg als achte Starterin im Stangenwald die Nerven und vor allem den Durchblick, ging nicht volles Risiko – und das wurde am Ende belohnt. Mit jeweils null Fehlern im ersten Umlauf als auch in der 260 Meter langen und mit acht Sprüngen ausgestatteten Siegerrunde reichten 37,12 Sekunden, um die 3000 Euro Siegprämie einzustreichen. Zweiter wurde der Falkenberger Josef-Jonas Sprehe auf dem zwölfjährigen Hannoveraner Hengst Contendro-Star (0/42,03) vor Toni Haßmann und dem 13-jährigen Holsteiner-Hengst PKZ Contact van de Heffinck (0,25/43,44). Weitaus schneller flogen zwar Dirk Klaproth (35,70 Sekunden), Andreas Kreuzer (36,68) oder auch Jörg Kreuzmann (37,66) über die Hindernisse, doch letztlich war für sie ein jeweiliger Abwurf im ersten Umlauf, der als Strafpunkte mitgenommen wurde, zu viel.

Klar, dass sich die Nationenpreisreiterin aus Schweden nach ihrem Siegesritt diebisch freute: „Das war mein erstes Turnier in diesem Jahr – und dann gleich solch ein Erfolg, fantastisch! Ich wusste zwar, dass ich mit Titan schon gut drauf bin, wollte unbedingt einen der ersten drei Plätze belegen. Das Gefühl war da, dass es gut werden würde. Aber so . . . Ein optimales Warm Up für die Championships in Schweden!“

Und mit Sicherheit ein echter Seelenheiler. Denn Ende November des vergangenen Jahres bei der Stockholm International Horse Show fiel Emma Emanuelsson in einer Prüfung so unglücklich von ihrem Pferd Hansa Loan Obelix, dass sie unter die Hufen des Vierbeiners geriet und Armverletzungen davon trug. „Das hat sie aber längst verarbeitet und wieder verdrängt“, versicherte da später ihr Vater und Trainer Bo Emanuelsson, der die VER-Dinale in den höchsten Tönen lobte. „Ein Turnier auf hohem Niveau, bei dem die Standards auch stimmen. Kurze Wege, Stallungen und Abreitehalle direkt an der Haupthalle – es hat uns hier nicht nur wegen des Sieges sehr gefallen. Passt es, werden wir bestimmt wiederkommen“, versprach Emanuelsson Senior.

Auch Turnier-Chef Kurt Henning Meyer zeigte sich nach Absschluss der VER-Dinale recht zufrieden: „Wir hatten an allen Tagen mehr Besucher als im vergangenen Jahr. Besonders am Freitagabend war die Halle so gut wie ausverkauft. Es waren nur noch wenige Stehplatzkarten zu erhalten. Auch sportlich war es in Ordnung. Bei den Dressurprüfungen müssen wir allerdings noch ein wenig nacharbeiten, damit diese wieder in der Spitze attraktiver werden.“

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