Oytens Linkshänderin rettet einen Punkt gegen Blomberg

Schwarz knipst das Licht an – 34:34

Oyten - Von Kai CaspersNoch 22 Sekunden waren im Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe II zu spielen, als Sebastian Kohls die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch knallte. In der folgenden Auszeit gab der Trainer des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires dann genaue Anweisungen für den letzten Angriff. Mit Erfolg. Sieben Sekunden vor dem Ende markierte Tina Schwarz mit ihrem 13. Tor den umjubelten Treffer zum 34:34 (17:17).

„Mit dem Punkt müssen wir zufrieden sein. Auch wenn es in der zweiten Hälfte einige Phasen gegeben hat, in denen ein Sieg für uns drin gewesen wäre“, konnte Sebastian Kohls mit dem Ergebnis gegen einen starken und unbequemen Gegner gut leben.

Der Auftakt – er verlief alles andere als verheißungsvoll aus Sicht der Gastgeberinnen. Zwar hatte Denise Engelke die Vampires noch per Siebenmeter mit 3:2 in Führung gebracht, doch bereits zu diesem frühen Zeitpunkt war Kohls alles andere als zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Nach gerade einmal vier Minuten nahm Oytens Trainer dann auch schon eine Auszeit. Doch besser wurde es im Anschluss nicht. Das lag in erster Linie an der offensiven Deckung der HSG, die den Vampires nicht behagte. Zudem ließen die Gastgeberinnen gleich mehrere Hochkaräter aus und wurden dafür von den konterstarken Gästen konsequent bestraft – 4:7 (13.). Erst nach dem 7:10 fand das Kohls-Team die richtigen Antworten auf die gestellten Aufgaben. Vor allen Dingen Tina Schwarz wusste ihre körperlichen Vorteile nun zu nutzen und brachte ihre Farben mit ihrem sechsten Treffer wieder in Führung – 12:11 (22.). Diese bauten Anna-Lena Kruse und Kim-Anna Heidorn sogar auf 14:11 aus. „Auch da hätten wir uns etwas absetzen können. Doch dafür fehlte es an der nötigen Konstanz“, bemängelte Kohls. In die Pause ging es mit einem 17:17.

Auch nach dem Wechsel lieferten sich beide Teams weiterhin keine hochklassige, dafür aber eine extrem spannende Partie. Wie schon in der ersten Hälfte erwischten die Gäste den besseren Start. Das war in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass die Deckung der Vampires alles andere als einen sattelfesten Eindruck machte. Nur gut, dass Torhüterin Manuela Heise einen guten Tag erwischt hatte und einige Hochkaräter entschärfte. Sonst wäre sogar ein deutlicherer Rückstand als das 20:24 (39.) drin gewesen. Die Gastgeberinnen ließen jedoch die Köpfe nicht hängen. Fünf Minuten vor dem Ende glich Heidorn zum 29:29 (52.) aus. „Danach hätten wir sogar in Führung gehen können“, verwies Sebastian Kohls auf zwei leichtfertige Ballverluste. Nur gut, dass auch die Gäste im Zuge der hohen Intensität der Partie nicht fehlerfrei agierten und Oyten noch einmal in Ballbesitz brachten. Das bestrafte Schwarz mit dem verdienten Ausgleich zum 34:34.

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