Schockemöhle-Reiter startet mit drei weiteren Stallgefährten bei VER-Dinale / Seit 2013 in Mühlen

Rüping: Sein Vorbild heißt Beerbaum

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Seit November 2013 ist Philip Rüping am Stall von Paul Schockemöhle angestellt.

Verden - Von Jürgen Honebein. Stark vertreten auf der VER-Dinale ist in diesem Jahr der große Turnier- und Handelsstall von Paul Schockemöhle (Mühlen). Mit Bastian Freese, Philip Rüping und den beiden Japanern Daisuke Fukushima und Koki Saito, die beide für ihr Heimatland bei den Olympischen Spiele in diesem Jahr in Rio starten werden, sind gleich vier Reiter in Verden dabei.

Über 200 Springpferde werden bei Paul Schockemöhle in Mühlen in der täglichen Trainingsarbeit von rund 30 Reiterinnen und Reitern vorbereitet. Auch der 70-jährige Paul Schockemöhle schaut regelmäßig vorbei. Dann wird mit den beiden Ausbildungsleitern Norbert Nuxoll und Gerardus Krijnen über den augenblicklichen Leistungsstand seiner Pferde diskutiert. Nachdem früher beinahe die gesamte deutsche Reiterelite wie zum Beispiel Hermann Schridde, Hartwig Steenken, Gerd Wiltfang, Alwin Schockemöhle und später dann Ludger Beerbaum, Otto Becker, Franke Sloothaak und auch Meredith Michaels-Beerbaum in Mühlen waren, setzt Paul Schockemöhle heute vor allem auf den talentierten Reiternachwuchs. Aber auch erfahrene Reiter wie Philip Rüping, Bastian Freese und Florian Meyer zu Hartum gehören zu seinem Bereiter-Team.

Zu den sehr erfahrenen Reitern zählt da der 31-jährige Rüping. Mit zehn Jahren ritt er schon sein erstes Turnier. Mit 14 Jahren gewann er bei den Norddeutschen Jugendmeisterschaften in Klein-Flottbek sein erstes S-Springen. 2003 wurde ihm mit 19 Jahren nach zehn Siegen in der Kl. S das Goldene Reitabzeichen verliehen. Sechsmal in Folge wurde Rüping Landesmeister seiner Altersklasse in Schleswig-Holstein.

Nach dem Abitur im Jahr 2003 war er ein Jahr als reitender Soldat an der Bundeswehrsportschule in Warendorf stationiert. Dort trainierte er unter Manfred Kötter. 2003 gewann er im Sattel von Rainbow die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter. Ein Jahr später gehörte Rüping zum deutschen Aufgebot bei den Europameisterschaften in Portugal. Bei der Europameisterschaft 2005 in Schaffhausen gewann er auf Rainbow Mannschaftsgold der Jungen Reiter. Von Oktober 2006 bis März 2007 arbeitete er als Bereiter bei Holger Wulschner und wurde Mitte 2007 in den B2-Kader der deutschen Springreiter berufen. Nach einem siebenmonatigen USA-Aufenthalt machte sich Philip Rüping gemeinsam mit seinem Vater auf der Anlage von Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg) selbstständig. Dort bildeten sie junge Pferde für den großen Sport aus. 2010 gewann Rüping Junior mit seinem Hengst Landaro den Großen Preis von Wittensee. Aufgrund des Erfolges wurde das Paar kurzfristig für den Nationenpreis in Drammen nominiert und beendete das Turnier als bestes deutsches Paar. 2011 wurde er auf Landaro Landesmeister von Schleswig-Holstein und Hamburg. Seine Vorbilder im Springsport sind Ludger Beerbaum und Marcus Ehning. Bei Beerbaum bewundert er seine absolute Professionalität. „Es ist eine bärenstarke Leistung, sich so viele Jahre ganz weit oben in der Weltrangliste zu halten“, staunt Rüping.

Seit November 2013 ist Philip Rüping am Stall von Paul Schockemöhle angestellt und feierte auch dort schon etliche Erfolge. Weder sein Vater Dr. Michael Rüping noch er konnten jedoch den „Großen Preis“ auf der VER-Dinale gewinnen. In diesem Jahr unternimmt Philip Rüping einen weiteren Anlauf. Seinem heutigen Chef Paul Schockemöhle gelang der Sieg im „Großen Preis“ vor genau 40 Jahren auf der Stute Savanna und zwei Jahre später noch einmal auf El Paso.

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