Bezirksliga: Verden II 4:4 gegen Jork – sogar ein Triumph möglich / Zweite sowie Dritte feiern Siege in der Kreisklasse

Schach: Drewes, Nordhorn und Bowanko bieten Primus die Stirn

Holte mit Verden II ein 4:4 gegen Jork: Horst Nordhorn.

Verden – Dem Spitzenreiter einen Punkt abgeknöpft: Schach-Bezirksligist SK Verden II erreichte ein 4:4 gegen den bisher ungeschlagenen Jorker SV. An Brett 2 lenkte Bernd Spendig nach abgelehntem Morra-Gambit nach relativ kurzer Zeit ins Remis ein. An Brett 6 konnte Günther Drewes mit einem Läufer mehr den Gegner in die Knie zwingen und die Führung herausspielen. Den Ausgleich erlangte Jork auf unerwartete Weise an Brett 1, da Jan-Hendrik Schiller, stark erkältet, einen Springerabzug mit Schach übersah, dadurch die Dame verlor und trotz heftiger Gegenwehr das Spiel verloren geben musste.

Von da an entstand der Eindruck, dass der Tabellenführer seiner Spitzenposition doch gerecht werden könnte, denn das Brett 4 (Gerhard Meyer) verlor zuerst die Qualität (Turm gegen Läufer) und dann die Partie. Brett 5 (David Zgonc) konnte trotz Mehrfigur eine Umwandlung eines Bauern in eine Dame nicht mehr verhindern und musste dem Gegner die Hand zum Sieg reichen. Beim Zwischenstand von 1,5:3,5 überzeugte Horst Nordhorn an Brett 3 mit drei Mehrbauern den Gegner von seiner Niederlage. Piotr Bowanko (Brett 7) ging mit zwei Mehrbauern ins Endspiel und konnte seinen insgesamt zweiten Sieg einfahren – 3,5:3,5.

Die letzte Partie spielte an Brett 8 nur noch der 14-jährige Matthis Berkenkamp im Endspiel Dame gegen Turm. Nach insgesamt fünf Stunden und 119 Zügen musste der junge aufstrebende Verdener nur aufgrund der 50-Züge-Regelung ins Remis einwilligen. Die besagt, dass es ein Remis gibt, wenn innerhalb von 50 Zügen keine Figur geschlagen wurde. So kam der Spitzenreiter gerade noch mit einem blauen Auge davon und konnte die erste Niederlage verhindern. Die Allerstädter belegen Platz sieben verscheuchten das Abstiegsgespenst vorerst.

In der Kreisklasse siegte der SK Verden III beim SC Sottrum III 2,5:1,5. An Brett 3 besetzte Lüder Dunker die 7. Reihe und wies nach, dass er das attraktive Epaulettenmatt beherrscht – fünfter Sieg im fünften Spiel. Es roch stark nach Remis an Brett 4, als der Gegner von Manfred Rexin plötzlich seinen Springer in die Rochadestellung hämmerte und Matt oder Damenverlust drohte. Der Verdener suchte nach einem Remis-Ausweg, fand durch ein Zwischenschach ein sicheres Feld für seine Dame und kassierte die Dame seines Gegners im folgenden Zug netto, da der König gezogen werden musste und der übermütige Springer auch verloren ging – 2:0 für Verden. Brett 2 stand eigentlich remis und am Spitzenbrett hatte sich Norbert Bischoff eine elegante Gewinnstellung erarbeitet.

Kurze Zeit später jedoch stand Claus Warneke plötzlich auf Verlust, sein Gegner konnte sich den Gewinn praktisch aussuchen, der spielte aber nur einen Sicherheitszug, der es dem Verdener ermöglichte, ein Remis durch Zugwiederholung zu erreichen. An Brett 1 wollte der Verdener die Partie mit einer Kombination entscheiden, sein erfahrener Gegner entdeckte aber einen geschickten Konterzug, der den Allerstädter so aus dem Konzept brachte, dass er sogar noch verlor. Mit Glück erlangten die Verdener 2,5 Punkte zum Sieg, der Platz zwei in der Tabelle bedeutet.

Ebenfalls in der Kreisklasse feierte SK Verden IV gegen SC 81 Schneverdingen III einen 3:1-Erfolg. An Brett 4 siegte Inis-Beate Schiller kampflos und der immer stärker werdende Schüler Noel Erik Prguda an Brett 1 ließ sich auch von der hohen DWZ-Punktzahl seines Gegners nicht beeindrucken und zerlegte dessen Stellung. Das schaffte auch Patrick Ockenfels an Brett 2 nicht, dafür gelang Flurina Glander ihr erster Punktspielsieg, da sie wie schon oft in Vorteil kam und diesmal auch bis zum Matt durchhielt – dank Frauenpower der erste Sieg.

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