In Zukunft will Ottersbergs Coach nur noch nach Trainingseindrücken aufstellen

Sammreys Halbzeitbilanz: „Das Positive überwiegt“

Ottersberg - Von Frank von StadenDie Hinserie in der Fußball-Oberliga ist beendet, der einzige Absteiger steht mit Kickers Emden bereits jetzt fest (wir berichteten). Der TSV Ottersberg kann also schon jetzt in aller Ruhe für die fünfte Saison in Folge in Niedersachsens „Oberhaus“ planen.

Die Bilanz von Trainer Axel Sammrey fällt mit derzeit Platz elf (21 Punkte, 30:30 Tore, fünf Siege, sechs Unentschieden, sechs Niederlagen) und gut acht Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz natürlich nicht euphorisch aus, „dennoch überwiegt bei mir das Positive!“ Der Übungsleiter erklärt: „Wie wir bisher in den meisten Partien aufgespielt haben, war für mich teilweise beeindruckend. Denn wir müssen immer im Hinterkopf behalten, mit welchen Clubs sich dieser kleine Verein immer wieder misst. Wir haben eine unglaublich junge Truppe, die schon jetzt als Einheit, als echte Mannschaft auftritt. Dabei meine ich den gesamten Kader. Die Entwicklung des Teams ist absolut positiv – auch wenn in vielen Spielen mehr drin war, wir einige Punkte haben sträflich liegen lassen.“

Das, was den 54-Jährigen indes sehr gestört hat, sind die riesigen Verletzungsprobleme bei seinen Torhütern. „Die Qualität im Training ist damit natürlich stark gesunken. Ich bin überzeugt, dass unsere Halbzeitbilanz weitaus besser ausgesehen hätte, wenn uns nicht erst Tim Eggert und dann auch noch Christian Rathjen so lange weggebrochen wären.“ Vernünftige Torschussübungen mussten so lange gestrichen werden. In dieser Problematik sieht Sammrey auch den Grund, warum derzeit seine „Young Guns“ Mazan Moslehe (elf Tore, sechs Assists) und Alexander Neumann (elf Tore, fünf Assists) unter Ladehemmung leiden: „Das sind letztlich die Ausläufer dieses mageren Trainingsprogramms!“

Dass seine Jungs in der Rückrunde nun einige Gänge zurückschalten werden, glaubt der TSV-Coach nicht: „Es bleibt ja dabei, dass die Spieler nur ein paar Euros in die Tasche bekommen, wenn sie auch punkten. Zwei Spiele noch, dann ist Winterpause. Und danach geht es mit vollem Elan weiter.“

Im neuen Jahr allerdings könnte sich dann einiges verändern. So will Sammrey experimentierfreudiger werden, will im Training in Zukunft genau hinsehen, wer sich voll reinhängt. „Und danach werde ich dann aufstellen. Bonuspunkte wird es keine mehr geben. Jetzt können sich die in den Vordergrund spielen, die zuletzt etwas hinten an standen.“ Diese Saison kann sich das der Übungsleiter durchaus erlauben. Doch in der nächsten wird es wieder richtig zur Sache gehen, wenn dann 16 Teams einen Aufsteiger, einen Relegationsplatz und vier Absteiger ausspielen werden.

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