Außer großem Kämpferherz bleibt TSV Ottersberg gegen Göttingen 05 aber doch vieles schuldig

Sammrey sieht trotz 1:3 Positives

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Malvin Patzack (l.), hier gegen Göttingens Jannis Marian Hesse (16), hatte sich seinen offiziellen Einstand beim Oberligisten TSV Ottersberg sicherlich etwas anders vorgestellt. ·

Ottersberg - Von Frank von StadenDie teilweise erschreckenden Vorstellungen des Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg in den Testspielen und vor allem auch im NFV-Pokal setzten sich gestern Nachmittag bei der 1:3 (0:0)-Heimpleite gegen den 1. SC Göttingen 05 fort. Über weite Strecken agierten die Platzherren kopf- und planlos, spielerisch war das Gezeigte ohne Zweifel nicht oberligatauglich.

Klar, dass sich Ottersbergs Trainer Axel Sammrey trotz der ernüchternden Vorstellung schützend vor seine Mannschaft stellte: „Ich habe durchaus auch Positives gesehen! Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir verloren haben. Aber wir wussten, dass es schwer werden würde, Göttingen reifer und weiter ist als wir. Doch wir werden uns deshalb nicht verrückt machen, werden den Kopf oben behalten und dann versuchen, nächste Woche in Jeddeloh etwas zu holen.“

Durchhalteparolen gleich zum Saisonstart, nah dann!

Was man den Platzherren gestern aber nicht absprechen konnte waren Einsatz, Wille und Teamgeist. Da wurde trotz eines hohen Fehlpassfestivals und vielen unnötigen Ballverlusten nie gemeckert, wurde immer wieder versucht, den Fehler des Mitspielers sofort im Verbund auszubügeln. Das Kämpferherz bei jedem Ottersberger schlug von der ersten bis zur letzten Spielminute auf Hochtouren. Bei allen anderen Dingen indes kratzten sich selbst die eingefleischtesten TSV-Fans immer wieder am Hinterkopf. „Wir hatten schon den Pabst in der Tasche, dass wir zur Pause ein 0:0 halten konnten“, wussten da auch Fußball-Chef Henning Haltermann. Das hatten die Hausherren vor allem Keeper Tim Eggert zu verdanken, der mit zwei, drei prächtigen Paraden einen Rückstand verhinderte. „Wir müssen zur Pause 3:0 führen, das muss ich meiner Mannschaft vorwerfen. So sind wir im zweiten Durchgang doch ganz leicht ins Wanken geraten“, konstatierte da später Göttingens Coach Hans-Jörg Ehrlich. Allerdings bot sich auch dem TSV Sekunden vor dem Abpfiff eine Riesenchance, als Patrick Peter einen Konter in Überzahl viel zu schlampig einleitete.

In der 52. Minute mussten die Grün-Weißen dann zusehen, wie Konter vorgetragen werden. So kam Malik Gueye nach Acarbay-Pass einen Tick zu spät, der Gegenzug über drei Stationen führte prompt zum 0:1 durch Mazlum Dogan. Dann folgten die verrückten Minuten des Tim Eggert. Erst leitete er mit einem weiten Abschlag den Ausgleich durch Malik Gueye ein (60.), dann aber rammte er den durchbrechenden Gregor Podolczak im Strafraum um – Elfer. Den verwandelte Göttingens bester Akteur, Kapitän Christian Horst, eiskalt – 1:2 (64.). „Er kommt an den Ball, ich komme an den Ball, er fällt – naja“, wollte Eggert später nicht so recht einen Fehler seinerseits gesehen haben. Das absolut verdiente 3:1 der Gäste gelang dann Gregor Podolczak zehn Minuten vor dem Abpfiff.

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