Ottersbergs neuer Trainer brennt auf den Trainingsbeginn / Mögliche Neuzugänge im Kopf

Sammrey – schon jetzt Feuer und Flamme

Auch wenn Axel Sammrey erst Anfang Januar seine Arbeit beim TSV Ottersberg aufnimmt, macht sich der 64-Jährige schon jetzt seine Gedanken.
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Auch wenn Axel Sammrey erst Anfang Januar seine Arbeit beim TSV Ottersberg aufnimmt, macht sich der 64-Jährige schon jetzt seine Gedanken.

Ottersberg – Während viele Personen ihr Handy im Urlaub schon mal außer Acht lassen, war Axel Sammrey bereits beim zweiten Klingeln am Apparat. „Ich bin gerade auf der Autobahn in Richtung Timmendorf. Dort feiern wir Silvester. Daher passt es ganz gut, da ich aktuell ja nichts zu tun habe“, erklärt der 64-Jährige, der erst kurz vor Weihnachten als neuer Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Ottersberg präsentiert wurde.

In Schleswig-Holstein wollte sich Sammrey mit seiner Frau Ingrid bei Strandspaziergängen entspannen. „Das haben wir auch und werden es auch bis zum Ende unseres Urlaubes am 2. Januar machen“, erklärte Axel Sammrey äußerst glaubhaft am Telefon. Doch wer den 64-Jährigen kennt, der weiß ganz genau, dass der Fußball natürlich immer ein Thema ist. Daher wollte der Privatier auch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden. „Natürlich habe ich mir schon jede Menge Gedanken gemacht und beschäftige mich bereits mit meiner neuen Aufgabe. Und da ich in der aktuellen Saison Ottersberg noch nicht live gesehen habe, musste ich eben auf das Internet zurückgreifen“, hat sich der 64-Jährige das eine oder andere Spiel im Nachhinein noch einmal angeschaut. „Ich wollte mir schon mal einen Überblick verschaffen, wer wann und gegen wen gespielt hat. Dabei kommt mir sicherlich zugute, dass ich etliche Spieler bereits aus meiner ersten Zeit in Ottersberg noch kenne. Darüber hinaus ist ja auch der eine oder andere im Kader, den ich schon in Oyten trainiert habe“, denkt Sammrey dabei an Firat Karaca, Tom-Luca Hügen oder Görkem Colak. Dass diese Akteure nun aber einen kleinen Vorteil haben könnten, weist der 64-Jährige vehement zurück. „Ich gehe die neue Aufgabe komplett unvoreingenommen an. Daher fangen alle bei null an. Aber ich werde dann schon ganz genau hingucken, ob alle mit vollem Einsatz bei der Sache sind. Wer nicht richtig mitzieht, wird es aber schwer haben bei mir“, macht Sammrey bereits vor der ersten Trainingseinheit deutlich.

Natürlich habe ich mir schon jede Menge Gedanken gemacht und beschäftige mich bereits mit meiner neuen Aufgabe. Und da ich in der aktuellen Saison Ottersberg noch nicht live gesehen habe, musste ich eben auf das Internet zurückgreifen.

Axel Sammrey

Schließlich ist sich Sammrey bewusst, dass der angestrebte Klassenerhalt definitiv kein Selbstgänger werden wird. Daher macht er auch kein Geheimnis daraus, dass die eine oder andere Verstärkung den Grün-Weißen sicher gut zu Gesicht stehen würde. „Natürlich habe ich da schon eine Liste im Kopf. Aber das gilt es noch mit unserem sportlichen Leiter Drilon Demaku zu besprechen. Der ist aktuell aber noch im Urlaub. Aber sobald er zurück ist, setzen wir uns zusammen und gucken, was eventuell möglich ist“, will Ottersbergs neuer Trainer keine Alleingänge starten. Gleichwohl schwebt dem 64-Jährigen für seine neue Aufgabe schon jetzt eine gute Achse vor. Angefangen bei Keeper Leon Seeger, den Sammrey für einen der stärksten Torhüter der Liga hält. Auch Abwehrchef Patrick Küsel, Mittelfeldspieler und Co-Trainer Marcel Brendel sowie Kai Schmidt, Goalgetter der Wümme-Elf, und Kapitän Artur Janot dürften bei ihm zunächst einmal gesetzt sein. Aber auch sie genießen definitiv keinen Freifahrtschein, sondern müssen ebenfalls ihre Leistung bringen. „Am Ende entscheiden ohnehin die Trainingsleistungen. Und da wir ja erst Anfang März anfangen, habe ich genügend Zeit, um mir von allen Spielern ein gutes Bild zu machen. Daher bleibe ich völlig entspannt und genieße weiterhin meinen Urlaub, ehe ich dann im neuen Jahr hoch motiviert mit der Arbeit beginne“, erklärt Axel Sammrey.

Dass die Entspannung im Urlaub vermutlich das eine oder andere Mal durch das Klingeln seines Handys unterbrochen wird – für den 64-Jährigen sicherlich kein Problem. Denn wer Axel Sammrey kennt, der weiß, dass der Fußball bei ihm auch eine gewisse Art von Entspannung darstellt. Urlaub hin, Urlaub her.

Von Kai Caspers

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