Sammrey-Nachfolge beim Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg geklärt: Torsten Just macht es

Kuper holt einen „Mr. Unbekannt“

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Will in der nächsten Saison in Ottersberg die Richtung vorgeben: Torsten Just aus Hambergen.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Ottersbergs Fußball-Chef Torsten Kuper war am Donnerstag durchaus zu Späßen aufgelegt, nachdem er knapp eine Woche lang Dauertelefonate und zahlreiche Gespräche mit potenziellen Nachfolgern des scheidenden Trainers Axel Sammrey (wir berichteten ausführlich) geführt hatte. So erklärte er süffisant: „Der neue Trainer wird Felix Magath!“ Dann wurde er aber ernst und schob nach: „Nein, er heißt Torsten Just und dürfte den meisten völlig unbekannt sein.“

Stimmt, zumal nach dem Abgesang Sammreys am vergangenen Sonntag viele renommierte Namen in den Lostopf geworfen wurden, sofort die Spekulationen ins Kraut schossen. Vom einstigen Ottersberger Abdoul Bouba war die Rede. Langwedels scheidender Coach Sascha Lindhorst wurde ebenfalls hoch gehandelt, zudem die Verdener Andre Koopmann sowie Harald Rehorst. Gab Kuper auf Nachfrage dann auch zu: „Ich habe tatsächlich mit Sascha Lindhorst gesprochen. Auch er wäre eine sehr gute Wahl gewesen, zumal er die Strukturen in unserem Verein kennt. Doch er will jetzt unbedingt ein Familien-Jahr einlegen – das haben wir sofort respektiert.“

Der Name Torsten Just fiel dann etwas später, nachdem der Ottersberger Fußball-Boss seine Kontakte Richtung Bornreihe und Wallhöfen spielen ließ. Der 49-Jährige stammt dabei aus dem Norden, ehe es ihn beruflich nach Bayern zog. Vor eineinhalb Jahren kehrte er in die hiesige Region nach Hambergen zurück, war von da an in Sachen Fußball ohne Amt geblieben.

In Bayern allerdings vermochte sich „Mr. Unbekannt“ durchaus einen Namen zu machen. Zuletzt coachte er in der Saison 2013/14 den Bezirksligisten TSV Großhadern, davor hatte ihn Bayernligist TSV Aindling engagiert. Wie Josef Kigle, Vorstand Spielbetrieb in Aindling, damals erklärte, gefiel den TSV-Funktionären die ausführliche Bewerbung von Just: „Ich war beim ersten Gespräch positiv überrascht.“ Mit jungen, hungrigen Spielern, denen er seine Philosophie von Fußball vermitteln sollte, schickten sie ihn in die Punktrunde. Just führte damals ein Trainingsstudio für Physiotherapie und Personaltraining. Die Tätigkeit als Vertriebsleiter für eine australische Fußballfirma gab er aber auf.

Auch Kuper zeigte sich am Donnerstag von den Gesprächen mit dem A-Lizenzinhaber beeindruckt: „Nicht zuletzt seine große Erfahrung im Nachwuchsbereich hat den Ausschlag gegeben.“ Der 49-Jährige arbeitete bereits beim Bayernligisten TSV Landsberg als Nachwuchskoordinator und trainierte ebenfalls schon in der Jugend des TSV 1860 München.

Auch beim TSV Ottersberg wird Torsten Just in der kommenden Saison eher „Jugend forscht“ betreiben müssen. Zwar versuchen derzeit Fördervereinsvorsitzende Anja von Nostitz und der sportliche Leiter Markus Bremermann so schnell wie möglich sämtliche Personalfragen abzuarbeiten (wir berichteten), kamen damit bisher aber nur schleppend voran. Vor allem die arrivierten Spieler wollten erst einmal abwarten, unter wem sie in der nächsten Serie trainieren würden. „Ich weiß, dass der ein oder andere Akteur mit Abwanderungsgedanken behaftet ist. Ich hoffe, dass wir die meisten Spieler zum Bleiben bewegen können“, war Kuper in dieser Hinsicht dann nicht gerade zum Spaßen zumute.

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