TSV Ottersberg unterliegt in Rotenburg 0:4

Sammrey: „Ich schäme mich“

OTTERSBERG (vst). Willkommen, TSV Ottersberg, im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga! Durch eine peinliche und auch in der Höhe verdiente 0:4 (0:1)-Pleite im Wümme-Derby beim Rotenburger SV schmolz der Abstand gestern zum ersten Abstiegsplatz auf nur noch zwei Zähler zusammen.

Vor allem das Wie bei dieser deutlichen Klatsche muss den Verantwortlichen so langsam Angst und Bange machen. Denn völlig ideenlos taumelten die Grün-Weißen durch dieses Derby, ließen sich in den Zweikämpfen den Schneid abkaufen und zeigten sich vor allem im Angriff total blutleer. Und als der Unparteiische den Ottersbergern dann nach einem 0:1-Rückstand (9.) durch Björn Mickelat die Riesenchance auf eine frühe Wende der Partie ermöglichte, lehnte Ömer Aktas dieses Geschenk dankend ab. Denn einen zweifelhaften Strafstoß, den Röben an Muzzicato verwirkt haben soll, drückte der Ottersberger völlig überheblich direkt in die Arme von RSV-Keeper Henner Lohmann (25.). „Ich schäme mich für diese 90 Minuten. Das war von der ersten Minute an gar nichts! Diese Vorstellung war die schlimmste, die ich je mit ansehen muste“, schimpfte da später Ottersbergs Coach Axel Sammrey wie ein Rohrspatz.

Im Grunde ging jedem Treffer der Hausherren ein schlimmer Fehler der Gäste voraus. Beim 0:1 leistete sich Shakirov einen Abspielschnitzer, beim 0:2 durch Costly (56.) wurde das Leder leichtfertig im Mittelfeld verdaddelt, das 0:3 durch Malende entsprang einem Befreiungsschlag, bei dem TSV-Keeper Tim Eggert zu weit vor seinem Gehäuse stand und beim 0:4, abermals durch Malende, spielte Eggert dem Rotenburger das Sportgerät ohne Not direkt in die Füße (77.). „Im Grunde brauchten wir nur auf die Böcke der Ottersberger warten. Ottersberg hat uns im gesamten Spiel nie weh tun können, da war bis auf wenige Ausnahmen nichts Effektives“, grinste da nach dem Abpfiff ein hoch zufriedener Rotenburger Kapitän Tim Ebersbach, der im Vorfeld den Mund nicht zu voll genommen hatte, als er erklärte: „Wir werden gewinnen, weil wir elf Freunde sind und wissen, wie Derby-Spiele gehen!“

Der TSV Ottersberg wusste es gestern Nachmittag im Ahe-Stadion anscheinend nicht. Denn er ergab sich seinem Schicksal, ohne zu kratzen, ohne zu beißen. Ganz wie ein Abstiegskandidat!

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