TSV Ottersberg blamiert sich gestern beim 0:6 / Tim Eggert völlig von der Rolle

Sammrey-Elf von Meppen in alle Einzelteile zerlegt

Hatte eine einzige Chance: „Alex“ Neumann.

Aus Meppen berichtetFrank von StadenMEPPEN · Was für eine Blamage, was ein Debakel – und was für ein Imageverlust: 15 Oberliga-Partien lang stellte der TSV Ottersberg mit 19 Gegentoren eine der besten Abwehrreihen der Liga, gestern im Auswärtsspiel beim SV Meppen in der „vivares Arena“ wurde das Team aber völlig in seine Einzelteile zerlegt, musste am Ende einen ungenießbaren Sechserpack beim 0:6 (0:2) schlucken.

Gleich nach Spielschluss versammelten sich die Geschundenen zu einem Kreis. Kopfwäsche und erste Aufarbeitung des Traumas war noch auf dem Spielfeld angesagt. Allerdings nicht von Trainer Axel Sammrey. Wortführer war Innenverteidiger Mateusz Peek, gestern noch einer der wenigen Einäugigen unter den Nichtsehenden. Schonungslos ging er mit sich und seinen Mitspielern ins Gericht, nahm sich jeden zur Brust und endete lautstark mit den Worten: „6:0, das ist lächerlich!“

Klar. Denn die Art und Weise, wie sich die Grün-Roten gestern vor gut 1000 Zuschauern verkauften, war 75. Minuten lang desaströs. Kein einziger Ottersberger konnte nur annähernd an seine Normalform heranreichen. Und es wäre zu einfach, das Ergebnis an den beiden ersten Gegentoren (15./35.) festzumachen, die fürwahr der Kategorie „Pleiten, Pech und Pannen“ zuzuordnen sind. Beim ersten Treffer eilte TSV-Keeper Tim Eggert nach einem weiten Schnettberg-Befreiungsschlag viel zu weit und unüberlegt aus seinem Gehäuse. Der bärenstarke Jens Robben roch den Braten, spitzelte das Leder allerdings mit der Hand 20 Meter vor dem Tor an Eggert vorbei – 1:0. „Beim 2:0 hat Francis Banecki in den Boden getreten. Stattdessen will der Unparteiische ein Foul von Mateusz Peek in unserem 16er gesehen haben“, motzte da Ottersbergs sportlicher Leiter Markus Bremermann. Meppens Kapitän Hüseyin Dogan, der ansonsten als Innenverteidiger einen ungemein ruhigen Nachmittag verlebte, war das egal. Er verwandelte den Strafstoß sicher.

Und der TSV Ottersberg? Er verzeichnete eine einzige echte Chance in 90 Minuten. Dabei scheiterte Alexander Neumann am stark reagierenden Marcel Lücking im SVM-Kasten (43.).

Auch nach dem Wechsel fanden die Gäste, die auf seifigem und hartem Untergrund das völlig falsche Schuhwerk gewählt hatten und mehr ihren Gegenspielern hinterherschlidderten und -rutschten, einfach nicht in die Partie. Immer wieder unterlief allen Mannschaftsteilen haarsträubende Abspielfehler. Passgenauigkeit war da ein Fremdwort. So war das 0:3 (60.) eine logische Folge, bei dem aber Eggert erneut alles andere als gut aussah, als er an einem weiten Dogan-Freistoß vorbeifaustete und dabei den klärungsbereiten Peek behinderte. Und als sich dann Mahmut Aktas innerhalb weniger Minuten Gelb-Rot abholte (74.), brachen bei den Ottersbergern alle Dämme, machten sich nun gänzlich Auflösungserscheinungen breit. Teilweise anfängerhaftes Defensivverhalten und eklatante Fehler luden den SVM regelrecht zum Toreschießen ein.

„Egal. Lieber einmal 0:6 als dreimal 0:2. Doch jetzt ist die Mannschaft am kommenden Sonntag in Uelzen gefordert, muss wieder ihr wahres Gesicht zeigen und Wiedergutmachung betreiben“, wollte TSV-Boss Henning Haltermann diese Pleite als einmaligen Ausrutscher wissen.

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